1. November 2026 – 3. Januar 2027
Menschen, Tiere, Natur
Ölgemälde der Malerin und Biologin Julia Belot: Porträts von Kindern und älteren Menschen, farbenfrohe Tierbilder und detailreiche Pflanzendarstellungen. Vernissage am 1. November 2026.

Ortsmuseum „Muxum“ im alten Schulhaus von 1832 unterhalb der Kirche St. Gereon: vier Dauerausstellungen zu Ortsgeschichte, Familie Zuckmayer, Leben am Rhein und historischen Grabsteinen; Eintritt frei.
1. November 2026 – 3. Januar 2027
Ölgemälde der Malerin und Biologin Julia Belot: Porträts von Kindern und älteren Menschen, farbenfrohe Tierbilder und detailreiche Pflanzendarstellungen. Vernissage am 1. November 2026.
Den Anstoß zum Nackenheimer Ortsmuseum gaben archäologische Funde aus der Gemarkung, allen voran ein fränkisches Kriegergrab. Damit die Fundstücke und historischen Schriften im Ort blieben und nicht ins Depot des Landesmuseums wanderten, beschlossen engagierte Bürger, sie selbst auszustellen. Nach Stationen an wechselnden Orten fand die Sammlung ihren Platz im ehemaligen Schulhaus unterhalb der Pfarrkirche St. Gereon. Das 1832 errichtete, spätklassizistische Gebäude mit Lehrerwohnung und zwei Unterrichtssälen gilt als typisches rheinhessisches Schulhaus und steht unter Denkmalschutz; es gehört der Ortsgemeinde. Als Initiatoren nennt das Museum Wilhelm Klein, Werner Lang und Josef Struck, die mit der Heimatkundlichen Schriftenreihe (20 Hefte, 1951–2002) auch über Nackenheim hinaus Beachtung fanden. Nach Angaben des Museums besteht es seit gut 60 Jahren.
Im Lauf der Zeit kamen Themen wie die Nackenheimer Ehrenbürger und die Familie Zuckmayer hinzu. 2014 und 2015 renovierten die Ehrenamtlichen das Haus grundlegend: Der Dachboden wurde ausgebaut, das Dach neu gedeckt und die Fassade neu gestaltet. Weil sich der Schriftzug „Museum“ an der Außenwand auch als „Muxum“ lesen lässt, führt das Haus diesen Namen heute als Marke. Betrieben wird es vom Museumsausschuss des Heimat- und Kulturvereins Nackenheim.
Inzwischen vereint das Muxum vier Dauerausstellungen: Seit 2017 zeigt der Schifferverein im Erdgeschoss die vom Rhein geprägten Berufe des Unterdorfs. Im Obergeschoss widmet sich eine multimediale Ausstellung den Eltern Zuckmayer und ihren Söhnen, dem Schriftsteller Carl und dem Musikpädagogen Eduard, der in Ankara wirkte. Zum 1250-jährigen Ortsjubiläum 2023 entstand die „Dorfschatzkammer“ mit Objekten von der Urzeit bis zur Gegenwart, und im Hof erzählen rund 30 historische Grabsteine von vier Jahrhunderten Nackenheimer Begräbniskultur. Daneben zeigt das Haus wechselnde Kunstausstellungen und lädt zu Vorträgen, Lesungen und Filmabenden ein; zu Carl Zuckmayers Geburtstag am 27. Dezember gibt es jedes Jahr eine eigene Veranstaltung. Auf der Plattform „Muxum-Digital“ stellt das Museum Schriften und Filme zur Ortsgeschichte kostenlos online.
Der Eintritt ist frei.
| Führung außerhalb der Öffnungszeiten (pauschal) | 60 €Buchung per E-Mail an fuehrungen@ortsmuseum-nackenheim.de; bar vor der Führung zu zahlen. |
|---|---|
| Begleitheft zur „Dorfschatzkammer“ (Schutzgebühr) | 2 €Erhältlich während der Öffnungszeiten. |
Der Eintritt zu Dauer- und Wechselausstellungen ist frei; Spenden sind willkommen.
Als historisches Baudenkmal ist das Haus nach Angaben des Museums nicht barrierefrei; die historische Treppe ist für manche Besucher schwer zu begehen. Die Zuckmayer-Ausstellung liegt im Obergeschoss.
In der Ausstellung zum Leben am Rhein kann man sich an verschiedenen Seemannsknoten versuchen.
Nackenheim hat einen Bahnhof an der Strecke Mainz–Worms (S-Bahn-Linie S 6); außerdem fährt die Buslinie 69 durch den Ort.
Das Museum liegt im alten Schulhaus unterhalb der Pfarrkirche St. Gereon und ist Start- und Endpunkt des ortsgeschichtlichen Rundwegs der Gemeinde. Nackenheim liegt etwa 14 km südlich von Mainz an der B 9.
Route planenDazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
| Führungen | ja |
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| Hinweise | Führungen außerhalb der Öffnungszeiten per E-Mail an fuehrungen@ortsmuseum-nackenheim.de buchen (Wunschtermin und ungefähre Personenzahl angeben; 60 € pauschal). In der „Dorfschatzkammer“ führen QR-Codes an den Vitrinen zu gesprochenen Hintergrundgeschichten, die Zuckmayer-Ausstellung hat Medienstationen. Daneben wechselnde Kunstausstellungen sowie Vorträge, Lesungen und Filmabende, meist sonntags um 18 Uhr; Termine im Veranstaltungskalender der Museumswebsite. Die Kirchenbuch-Abschriften können während der Öffnungszeiten eingesehen werden. |