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Pfefferminzmuseum Eichenau
Foto: Richard Huber · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Pfefferminzmuseum Eichenau

Ehrenamtlich betriebenes Museum zum früheren Pfefferminzanbau in Eichenau bei München – mit eigenem Minzfeld, Tee aus eigener Ernte und Ortsgeschichte.

ÖffnungszeitenEintritt frei

Über das Museum

Eichenau im Westen von München war über Jahrzehnte ein in ganz Europa bekanntes Anbaugebiet für Arzneipfefferminze. Den Anfang machte 1918 ein im Ort lebender Beamter, der Wurzelausläufer der englischen Mitcham-Minze aus dem Versuchsgarten in Weihenstephan mitbrachte. Die Pflanze gedieh auf dem Moorboden des Allinger Mooses so gut, dass bald viele Nachbarn folgten. 1939 bewirtschafteten rund ein Dutzend Haupt- und etwa 50 Nebenerwerbsbetriebe mehr als 400.000 Quadratmeter; die „Eichenauer Ware“ ging an Apotheken, Drogenhandel und Pharmaindustrie.

Ab Mitte der 1950er-Jahre verdrängten neue Wohngebiete die Felder, und nach der Öffnung des Marktes für billigere Importe 1956 lohnte sich der arbeitsintensive Anbau nicht mehr. Um diese Wirtschaftsgeschichte zu bewahren, gründete die Wählergruppe Unabhängig Eichenau 1986 das Museum; seit 1992 betreibt es der Förderverein Pfefferminzmuseum Eichenau ehrenamtlich.

Das Museum befindet sich in einem Nebengebäude der Starzelbachschule. Historische Maschinen, Werkzeuge, Fotos und Dokumente erläutern Anbau, Ernte und Trocknung der Minze sowie ihre Heilwirkung und andere früher in Eichenau angebaute Kräuter. Ein eigener Bereich widmet sich der Ortsgeschichte, ergänzt durch Multimedia-Terminals. Die Vereinsmitglieder bewirtschaften bis heute ein Minzfeld von über 2.000 Quadratmetern, ernten zweimal im Jahr und verarbeiten die Blätter zu Pfefferminztee, der nur im Museum verkauft wird und die Vereinsarbeit finanziert.

Highlights

  • Nach eigenen Angaben erstes und einziges Pfefferminzmuseum der Welt
  • Historische Maschinen und Geräte zu Anbau, Ernte und Trocknung der Minze
  • Original Eichenauer Pfefferminztee aus eigener Ernte
  • Eigener Bereich zur Eichenauer Ortsgeschichte
  • Multimedia-Terminals mit Filmen und Fotos

Dauerausstellungen

  • Pfefferminzanbau in Eichenau – Geräte, Maschinen, Fotos und Dokumente zeigen, wie die Minze in Eichenau angebaut, geerntet und getrocknet wurde, und erklären ihre Bedeutung als Heilpflanze.
  • Eichenauer Ortsgeschichte – Ein eigener Museumsbereich mit Fotografien, Dokumenten und Objekten zur Entwicklung des Ortes.
Gegründet
1986
Träger
Förderverein Pfefferminzmuseum Eichenau e. V.

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Der Eintritt ist frei.

Gruppen (ab 10 Pers.)–Sonderführungen für Gruppen ab 10 Personen nach vorheriger Terminvereinbarung.

Eintritt frei; der Verein finanziert sich vor allem über den Verkauf des selbst erzeugten Pfefferminztees.

Barrierefreiheit

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Kinder & Familie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Friedenskirche

S-Bahn S4 bis Eichenau; Bus 860 bis Haltestelle Friedenskirche.

Das Museum liegt im Nebengebäude der Starzelbachschule (Parkstraße 43).

Route planen

Service & Gastronomie

  • Museumsshop

Kleiner Museumsshop mit Original Eichenauer Pfefferminztee (nur im Museum erhältlich, kein Versand) und ausgewählten Produkten; Besucher werden auf eine Tasse Tee eingeladen.

Veranstaltungen & Vermietung

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Besuch planen

Führungenja
HinweiseSonderführungen für Gruppen ab 10 Personen nach Anmeldung, auch außerhalb der Öffnungszeiten.

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