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Reichsgerichtsmuseum in Leipzig
Foto: Polarlys · CC BY 2.5 · Wikimedia Commons

Reichsgerichtsmuseum

Kostenlose Dauerausstellung im Leipziger Reichsgerichtsgebäude, heute Bundesverwaltungsgericht, zur Geschichte von Bau, Reichsgericht und Nutzern.

ÖffnungszeitenEintritt frei Rollstuhlgerecht

Über das Museum

Das Reichsgerichtsgebäude am heutigen Simsonplatz entstand 1887 bis 1895 als Sitz des 1879 in Leipzig gegründeten Reichsgerichts, des höchsten Gerichts des Kaiserreichs. Nach dem Reichstag war es der größte Repräsentationsbau seiner Zeit. Hier fanden aufsehenerregende Verfahren statt, etwa der Hochverratsprozess gegen Karl Liebknecht und 1933 der Reichstagsbrandprozess.

Nach der Auflösung des Reichsgerichts 1945 nutzten verschiedene Einrichtungen das Haus: Ab 1952 war hier das Museum der bildenden Künste der Stadt untergebracht, im großen Sitzungssaal erinnerte das Georgi-Dimitroff-Museum an den Reichstagsbrandprozess, daneben arbeiteten Staatsarchiv, Institut für Länderkunde und Synchronstudios der DEFA im Gebäude. Nach aufwendiger Sanierung zog 2002 das Bundesverwaltungsgericht aus Berlin hierher.

Am 31. Mai 2007 öffnete im ehemaligen Sitzungssaal I das Reichsgerichtsmuseum, getragen vom Verein Freundeskreis Reichsgerichtsmuseum im Bundesverwaltungsgericht. Die von Museumsfachleuten konzipierte Ausstellung „Das Reichsgerichtsgebäude und seine Nutzer“ gliedert sich in vier Abschnitte: die Baugeschichte vom Architektenwettbewerb bis zur Eröffnung, das Reichsgericht von 1879 bis 1945 mit seinen Präsidenten Eduard von Simson, Walter Simons und Erwin Bumke, die Nutzung zur Zeit der sowjetischen Besatzung und der DDR sowie Geschichte und Umzug des Bundesverwaltungsgerichts. Leihgeber sind unter anderem das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig, das Deutsche Historische Museum, der Bundesgerichtshof und die Universität Leipzig. Der holzgetäfelte Saal mit dem Richtertisch ist selbst Teil der Inszenierung.

Highlights

  • Ausstellung im originalen, holzvertäfelten Sitzungssaal I mit Richtertisch
  • Entwürfe und Detailzeichnungen zur Baugeschichte
  • Reichstagsbrandprozess und Hochverratsprozess gegen Karl Liebknecht
  • Kuppelhalle, Haupttreppe und Galerie frei zugänglich

Dauerausstellungen

  • Das Reichsgerichtsgebäude und seine Nutzer – Vier Abteilungen führen von der Baugeschichte über das Reichsgericht und die Nutzung in der DDR bis zum Bundesverwaltungsgericht.
Gegründet
2007
Träger
Freundeskreis Reichsgerichtsmuseum im Bundesverwaltungsgericht e. V.

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Der Eintritt ist frei.

Erwachsenefrei

Museum und öffentlich zugängliche Gebäudeteile (Kuppelhalle, Haupttreppe, Galerie) kostenfrei. Gebäudeführungen bieten externe Stadtführungsanbieter kostenpflichtig an.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht
  • Aufzug
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Der Zugang zum Gebäude ist barrierefrei (Rampe vor dem Hauptportal); alle Etagen sind per Aufzug erreichbar.

Kinder & Familie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

S-Bahn S1–S5X und Straßenbahn 10, 11 bis Wilhelm-Leuschner-Platz; Straßenbahn 10, 11 bis Münzgasse/LVZ; Straßenbahn 2, 8, 9, 14 und Bus 89 bis Neues Rathaus.

Mit dem Auto

Parkplatz gebührenpflichtig

Gebührenpflichtiges Parkhaus in der Beethovenstraße direkt neben dem Gericht; dort auch Fahrradbügel.

Route planen

Service & Gastronomie

  • Café: nicht vorhanden
  • Garderobe
  • Schließfächer

Größere Gepäckstücke und Rucksäcke dürfen nicht mit ins Gebäude; Schließfächer und Garderobe im Eingangsbereich (je 1 € Pfand, begrenzte Anzahl). Keine Cafeteria.

Veranstaltungen & Vermietung

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Besuch planen

Führungenja · Dauer ca. 1,5 Std.
HinweiseDie Ausstellung lässt sich selbstständig besichtigen. Gebäudeführungen (ca. 90 Minuten) mit Zutritt zu weiteren Sitzungssälen bieten die Anbieter Leipziger Stadtevents, Leipzig Details und Leipzig Erleben Mo–Fr 16–18 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen 10–18 Uhr an; für Gruppen aus öffentlichem Dienst und Bildungseinrichtungen organisiert der Besucherdienst des Gerichts Führungen (max. 25 Personen). Der Große Sitzungssaal ist derzeit nicht zu besichtigen. Öffentliche Verhandlungen können ohne Anmeldung besucht werden.

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