Ausstellungshaus von Tadao Ando auf der Raketenstation Hombroich: japanische Kunst der Sammlung Langen und Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst.
Rund 70 Werke aus der Sammlung Langen – Stellschirme, Rollbilder, Skulpturen, Inrō und Netsuke – zeigen, wie japanische Kunst Götter, Menschen und Tiere miteinander verbindet.
Die Kölner Künstlerin präsentiert eine rund 23 Meter lange Collage aus Fotos, Ausschnitten, Screenshots und Objekten als persönliches Bildarchiv.
Über das Museum
Grundlage der Langen Foundation ist die Kunstsammlung des Ehepaars Viktor und Marianne Langen, das über Jahrzehnte vor allem japanische Malerei und Skulptur, daneben weitere außereuropäische und moderne Werke zusammentrug. Viele der Stücke erwarben die beiden auf eigenen Reisen in die Herkunftsregionen.
Der Ort geht auf den Sammler Karl-Heinrich Müller zurück, der ab 1994 die ehemalige NATO-Raketenstation bei Neuss in ein Areal für Kunst, Architektur und Natur verwandeln wollte. Auf seine Einladung besuchte der japanische Architekt Tadao Ando das Gelände und entwarf ein Modell. Als Marianne Langen die Pläne 2001 sah, beschloss sie, das Haus auf eigene Kosten und ohne Fördermittel als Heimat ihrer Sammlung errichten zu lassen.
Das 2004 eröffnete Gebäude aus Sichtbeton, Glas und Stahl fügt sich in die alten Erdwälle der Station ein. Ein langer, gläsern umhüllter Riegel beherbergt den schmalen „Japanraum“, während zwei rund acht Meter hohe Säle teilweise in den Boden versenkt sind; ein großer Wasserspiegel und eine Freitreppe verbinden Architektur und Landschaft. Insgesamt stehen etwa 1.300 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung.
Neben Präsentationen aus der eigenen Sammlung mit mehr als 600 ostasiatischen Werken zeigt die Langen Foundation regelmäßig Ausstellungen internationaler Gegenwartskunst. Gemeinsam mit dem Museum Insel Hombroich, der Skulpturenhalle und weiteren Häusern bildet sie das Kulturensemble Hombroich.
Highlights
Museumsbau des Pritzker-Preisträgers Tadao Ando mit Wasserbecken und Sichtbeton
Japanische Kunst der Sammlung Viktor und Marianne Langen (Stellschirme, Rollbilder, Skulpturen)
Langer „Japanraum“ und acht Meter hohe, in die Erde gesenkte Säle
Lage auf der ehemaligen NATO-Raketenstation Hombroich
Gegründet
2002
Träger
Langen Foundation (Stiftung)
Leitung
Karla Zerressen
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
10 €
Ermäßigt
7 €
Gruppen (ab 10 Pers.)
8 € p. P.Gruppenrabatt ab 10 Personen. Individuelle Führungen für bis zu 20 Personen 125 € je Gruppe zzgl. Eintritt (Anfrage: fuehrungen@inselhombroich.de).
Hombroich-Ticket
29 €Ermäßigt 18 €; gilt für Museum Insel Hombroich, Langen Foundation, Skulpturenhalle, Siza-Pavillon, Räume für Fotografie, Feld-Haus und Raketenstation.
Die offizielle Website nennt nicht, wer ermäßigten Eintritt erhält; keine Angaben zu Kinderpreisen.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Laut Kulturportal Musenkuss Düsseldorf: Behindertenparkplatz am Museum, stufenloser Eingang, barrierefreies WC, Ausstellungsräume über Rampen erreichbar (Angaben nicht auf der offiziellen Website). Website-Informationen in Leichter Sprache.
Kinder & Familie
Besuchsdauer
ca. 1,5 Std.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Neuss Bergerhof
Ab Neuss-Süd (S 11) oder Neuss Landestheater (Tram 709) mit Bus 869 oder 877 Richtung Grevenbroich bis Neuss-Bergerhof, dann ca. 10 Minuten Fußweg über den Bergerweg.
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos
Kostenlose Parkplätze hinter dem Gebäude; Behindertenparkplatz direkt am Museum.
Behindertenparkplatz
Auto: A46, Ausfahrt Grevenbroich-Kapellen, dann den braunen Hinweisschildern folgen.
Individuelle Führungen und geführte Programme für Schulklassen auf Anfrage. Gut kombinierbar mit Raketenstation, Siza-Pavillon, Skulpturenhalle und Museum Insel Hombroich (Hombroich-Ticket).