
Sanitäts- und Lazarettmuseum Seifertshain
Museum in der alten Dorfschule von Seifertshain zur Militärmedizin und zur Pflege der Verwundeten in der Zeit der Völkerschlacht von 1813.
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Über das Museum
Anlass für das Museum war der Augenzeugenbericht von Auguste Vater, der Tochter des Seifertshainer Pfarrers, über die Kämpfe und das Lazarett im Oktober 1813. Der Interessenverein Völkerschlacht bei Leipzig 1813 richtete 1995 gemeinsam mit dem Ortspfarrer in einer alten Scheune ein kleines Museum ein, das dem Leid der Verwundeten und der Hilfe der Dorfbewohner gewidmet war.
Nach der Sanierung der früheren Dorfschule durch die Gemeinde Großpösna kamen 2002 Räume im Obergeschoss hinzu. Für das Gedenkjahr 2003 gestaltete das Soziokulturelle Zentrum KuHstall mit weiteren Vereinen drei Räume zur Militärmedizin um 1813. Eine grundlegende Neukonzeption, die Studierende der HTWK Leipzig entwickelten, führte zur Wiedereröffnung am 29. September 2013 rechtzeitig zu den Gedenktagen der Völkerschlacht.
Heute zeigt die Ausstellung, welche Waffen damals eingesetzt wurden, welche Verletzungen sie verursachten und wie die Armeen ihre Verwundeten versorgten; auch der französische Chefchirurg Larrey wird gewürdigt. Zinnfiguren-Dioramen, Schlachtfeldfunde aus der Umgebung und Hörstationen veranschaulichen das Thema, ein Hochgeschwindigkeitsfilm zeigt die Wirkung einer Bleikugel. In der Museumsscheune ist unter anderem Larreys „fliegende Ambulanz“ zu sehen. Das historische Ensemble aus Kirche, Friedhof, Pfarrhaus und Scheune ist weitgehend erhalten.
Highlights
- Zinnfiguren-Dioramen zum Sanitäts- und Lazarettwesen der napoleonischen Zeit
- Schlachtfeldfunde aus Seifertshain, darunter das Skelett eines Pferdes mit der Kugel in der Brust
- Hochgeschwindigkeitsfilm zur Wirkung einer Bleikugel
- Hörstationen mit Berichten aus der Zeit um 1813
- Erhaltenes Ensemble aus Kirche, Friedhof, Pfarrhaus und Museumsscheune mit Larreys „fliegender Ambulanz“
Dauerausstellungen
- Sanitäts- und Lazarettwesen zur Zeit der Völkerschlacht – Die Dauerausstellung zeigt Waffen, Verletzungen, Operationsmethoden und die Pflege der Verwundeten durch die Landbevölkerung, mit Zinnfiguren-Dioramen, Funden und Hörstationen.
- Museumsscheune mit Larreys fliegender Ambulanz – Zusätzliche Exponate, darunter Larreys „fliegende Ambulanz“, werden in der Scheune neben der alten Schule gezeigt.
- Gegründet
- 1995
- Träger
- Soziokulturelles Zentrum KuHstall e. V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 4 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 2 €Schüler, Auszubildende und Studenten |
| Kinder & Jugendliche | 2 €bis 6 Jahre frei · Schüler zahlen 2 €. |
| Studierende & Azubis | 2 €Auszubildende und Studenten zahlen 2 €. |
| Gruppen | –Größere Gruppen nach Vereinbarung. |
| Führung für Gruppen bis 25 Personen | 45 €Pauschal zuzüglich zum Eintritt. |
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: nicht vorhanden
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Die Ausstellungsräume liegen im Obergeschoss ohne Aufzug, daher ist der Zugang für Gehbehinderte eingeschränkt; im Außenbereich (Kräutergarten, Museumsscheune, Friedhof, Geburtshaus der Auguste Vater) gibt es keine Einschränkungen. Hörstationen bieten Angebote für Sehbehinderte.
Kinder & Familie
| Eintritt Kinder | bis 6 Jahre frei |
|---|
Die Ausstellung stellt die Verwundeten und ihre Versorgung in den Mittelpunkt; Hörstationen und Spurensuche-Kisten laden zum Entdecken ein.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Straßenbahn 15 bis zur Endstelle Meusdorf, weiter mit Bus 75 Richtung Großpösna/Naunhof.
Mit dem Auto über die A 14 (Ausfahrt Kleinpösna) oder die A 38 (Ausfahrt Leipzig-Südost) nach Seifertshain; die Pfarrgasse zweigt kurz hinter der ersten Kreuzung Richtung Naunhof ab.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Führungen nach Anmeldung unter 034297 14010 oder per E-Mail an das Soziokulturelle Zentrum KuHstall. Hörstationen und Spurensuche-Kisten ergänzen den Rundgang. |




