Die Schau erinnert an zwei junge Labrador-Inuit, die in den 1820er Jahren mit einer Völkerschau durch Europa reisten und 1825 in Moritzburg auftraten. Ethnografische Objekte, Zeichnungen und Interviews schlagen den Bogen bis zum heutigen Leben in Labrador.
Die jährliche Winterausstellung am Originaldrehort zeigt Kostüme, Requisiten wie den originalen Reitsattel und nachgestellte Filmszenen des Märchenklassikers von 1973; Texte auf Deutsch und Tschechisch. Tickets nur online, Vorverkauf ab 12.10.2026.
Über das Museum
Herzog Moritz von Sachsen ließ ab 1542 im wildreichen Friedewald nördlich von Dresden auf einer Granitkuppe ein Jagdhaus im Stil der Renaissance errichten, das später seinen Namen erhielt und bald Mittelpunkt der höfischen Jagdgesellschaften war. 1661 kam unter Kurfürst Johann Georg II. die Schlosskapelle hinzu; im Zusammenhang mit der polnischen Königskrönung Augusts des Starken wurde sie katholisch geweiht und dient bis heute für Gottesdienste.
Ab 1723 ließ August der Starke das Jagdhaus durch Matthäus Daniel Pöppelmann zu einem barocken Jagd- und Lustschloss umgestalten, das sich mit seinen vier Rundtürmen aus dem Schlossteich erhebt. Ringsum entstanden neue Teiche, Alleen und Tiergehege, im Inneren statteten sächsische Künstler und Handwerker Festsäle und rund 200 Räume mit Ledertapeten und Jagdtrophäen aus. Mit dem Tod des Königs blieb der Ausbau unvollendet. Um 1800 bezog ein Urenkel die Umgebung stärker in die Gestaltung ein: Das Fasanenschlösschen, ein kleiner Hafen und ein Leuchtturm entstanden.
Von 1933 bis zur Enteignung der Wettiner 1945 bewohnte Prinz Ernst Heinrich von Sachsen das Schloss. Im Park vergrabene Kunstschätze der Familie fielen größtenteils sowjetischen Truppen in die Hände, einige Kisten entdeckten Hobby-Archäologen erst 1996. Ab 1946 wurde im Schloss ein Barockmuseum eingerichtet. Heute betreibt die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH die Anlage mit Barockausstellung, Porzellanquartier und dem nach jahrelanger Restaurierung seit 2003 wieder gezeigten Federzimmer. Seit den Dreharbeiten zu „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ 1972 ist Moritzburg außerdem als Filmschloss bekannt, dem jeden Winter eine eigene Ausstellung gewidmet ist.
Highlights
Federzimmer mit Wandbehängen aus über einer Million bunter Vogelfedern
Eine der bedeutendsten Jagdtrophäensammlungen Europas im Steinsaal
Kostbare Goldledertapeten, etwa im Monströsensaal
Historisches Porzellanquartier im Jägerturm mit Tier- und Jagdmotiven
Originaldrehort von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ mit Winterausstellung
Fasanenschlösschen mit Federtapeten, Miniaturhafen und Leuchtturm
Dauerausstellungen
Barockausstellung mit Federzimmer und Porzellanquartier – Festsäle mit Ledertapeten, Jagdtrophäen im Steinsaal, das Porzellanquartier im Jägerturm und das Federzimmer vermitteln das Hofleben unter August dem Starken; seit 2026 ergänzen neu erworbene Gemälde und ein Bildteppich den Monströsensaal. Zu sehen in der Sommersaison, begleitet vom HistoPad mit Augmented Reality.
Fasanenschlösschen – Das kleinste Schloss Sachsens mit Kabinetten voller Tapeten aus Federn, Stroh, Perlen und chinoisen Stickereien des 18. Jahrhunderts; nur mit Führung in kleinen Gruppen von Ende April bis Anfang November zugänglich.
Gegründet
1946
Träger
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (Schlösserland Sachsen)
Leitung
Dr. Dominique Fliegler
Besucher pro Jahr
ca. 306.000 (2025)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
12 €
Ermäßigt
10 €Schüler ab 17 Jahre, Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienst- und freiwillig Wehrdienstleistende, schwerbehinderte Menschen, Empfänger von Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder Asylbewerberleistungen, Inhaber eines Sozialpasses oder der Sächsischen Ehrenamtskarte, Mitglieder des Bundesverbands deutscher Gästeführer und des Deutschen Verbands für Kunstgeschichte (jeweils mit Nachweis)
Kinder & Jugendliche
4,50 €bis 5 Jahre frei · Kinder von 6 bis 16 Jahren und Schulklassen 4,50 € pro Person; Kinder bis 5 Jahre frei.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung
10 €Begleitperson frei · Ermäßigung für Schwerbehinderte mit Nachweis; Begleitperson bei Merkzeichen „B“ frei. Rollstuhlfahrer können die Ausstellung wegen des hohen Besucheraufkommens nur mit Begleitperson besuchen.
Studierende & Azubis
10 €Schüler ab 17 Jahre, Auszubildende und Studierende.
Gruppen (ab 15 Pers.)
10 € p. P.Ab 15 Personen; Reiseleitung, Busfahrer und eine Begleitperson je 10 Schüler bzw. Kindergartenkinder frei. Gebuchte Führung (1 Std., März–November): Mindestgebühr 60 €, ab 15 Personen 4 € pro Person zzgl. Eintritt; auch fremdsprachige Führungen buchbar.
Familien
–Kein Familienticket; Inhaber des Landesfamilienpasses haben freien Eintritt.
Eintritt inklusive HistoPad. Freier Eintritt außerdem für Geburtstagskinder, Inhaber der schlösserlandKARTE und Begleitpersonen mit Merkzeichen „B“ (HistoPad optional 4 €) sowie für Journalisten und Mitglieder von ICOM, ICOMOS und Deutschem Museumsbund (inkl. HistoPad); Ausnahmen bei Veranstaltungen, Sonderausstellungen und Führungen. Öffentliche Führung 4 € zzgl. Eintritt. Kombitickets: Barockschloss & Fasanenschlösschen 15 € (ermäßigt 12 €, Kinder 7 €), Barockschloss & Käthe Kollwitz Haus 16 € (ermäßigt 13 €, Kinder 6 €); Fasanenschlösschen allein (nur mit Führung) 8 €, ermäßigt 7 €, Kinder 4,50 €. Mit dem Vollzahlerticket binnen drei Tagen ermäßigter Eintritt (10 €) in der Albrechtsburg Meissen. Winterausstellung zu den gleichen Preisen, Tickets ausschließlich online (Vorverkauf ab 12.10.2026).
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Weg vom Parkplatz ca. 300 m mit historischer Wegedecke, Auffahrt zum Eingang 50 m mit 12 % Steigung; Zugang zum Barockschloss per Rampe ins Sockelgeschoss, Personenaufzug in alle Ausstellungsetagen (an der Kasse melden). Barock- und Winterausstellung barrierefrei (Schwellen bis 4 cm), Sonderausstellungsräume nicht. Behinderten-WC im Erdgeschoss; Schlossrestaurant (Rampe) und Schlosspark barrierefrei zugänglich. Fasanenschlösschen für Rollstuhlfahrer nicht erreichbar, Besucherzentrum mit Gartencafé, Shop und Behinderten-WC im Erdgeschoss in Begleitung zugänglich. Führungen für blinde, sehbehinderte sowie lern- und geistig behinderte Menschen auf Anfrage; Informationsmappen für Hörgeschädigte zum Fasanenschlösschen. Das HistoPad ist auch für Menschen mit Sehbeeinträchtigung geeignet. Hunde nur im Park an der Leine, im Museum nur Assistenzhunde.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Besuchsdauer
ca. 1,5 Std.
Eintritt Kinder
bis 5 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kinderwagenfreundlich: nicht vorhanden
Wickelmöglichkeit
Kindergeburtstage
HistoPad mit Schatzsuche im Eintritt enthalten. Familien- und Kinderführungen, teils in historischen Kostümen (z. B. für 6- bis 9- bzw. 6- bis 16-Jährige), Ferienprogramm, Kinderprogramm zur Winterausstellung und Kindergeburtstage (6–12 Jahre, max. 10 Personen). Kinderwagen, Buggys und große Rückentragen dürfen nicht in die Ausstellungsräume; Kinderwagen-Parkplatz und Wickelmöglichkeit vorhanden.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Mit dem Zug bis Dresden-Neustadt, weiter mit Buslinie 477 Richtung Radeburg bis Moritzburg. Alternativ mit der S-Bahn Dresden–Meißen bis Radebeul Ost und von dort mit der historischen Schmalspurbahn „Lößnitzdackel“ nach Moritzburg.
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
Gebührenpflichtiger Parkplatz Schlossallee 2 für Pkw und Busse (rund um die Uhr, mit WC); weitere gebührenpflichtige Parkplätze an der Radeburger Straße und am Schwanenteich, Parkplatz an der Kalkreuther Straße (Westseite) sowie kostenloser Wanderparkplatz an der Waldschänke/Fasanengarten.
Rund 15 km von Dresden: A 4, Abfahrt Dresden-Wilder Mann, oder A 13, Abfahrt Radeburg.
Schlossrestaurant mit Wild- und Karpfengerichten; Gartencafé am Fasanenschlösschen (Mai–Oktober). Museumsshop am Ende des Rundgangs, Töpferei in einem der Teichhäuser. Ferienwohnungen in ehemaligen Wach- und Gondelhäuschen auf der Schlossinsel.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Private Feiern
Firmenveranstaltungen
Hochzeiten / Trauungen
Bis zu 500 Personen.
Für Feiern und Tagungen: Bankettsaal „Königliche Schlossküche“ (100 Bankett-/120 Reihenplätze), Schlossterrasse und Schlosspark (bis 500 Bankettplätze). Trauungen im Kleinen Festsaal des Fasanenschlösschens (20 Reihenplätze) und auf den Freiflächen am Fasanenschlösschen (50 Plätze), standesamtlich, kirchlich oder frei; Trautermine im Schlösschen an jedem 1. Freitag und 1. Samstag im Monat von Mai bis September (mit Ausnahmen).
In der Barock- und Winterausstellung ohne Blitz und Stativ erlaubt; im Fasanenschlösschen nicht erwünscht. Kommerzielle Foto- und Filmaufnahmen nur mit schriftlicher Genehmigung; Drohnen über Schloss und Park verboten.