
Skulpturenmuseum Glaskasten
Städtisches Museum für Skulptur, Video- und Klangkunst in Marl mit rund 150 Werken im Stadtraum – bis zum Umzug ins Kulturzentrum Marschall 66 geschlossen.
Über das Museum
Das Skulpturenmuseum wurde 1982 als städtisches Kunstmuseum von Marl gegründet. Seinen Beinamen verdankt es dem ursprünglichen Ausstellungsort: einem verglasten Raum unter dem Sitzungstrakt des Rathauses von Marl, im Volksmund „Glaskasten“ genannt. Gründungsdirektor war der Kunsthistoriker Uwe Rüth, der das Haus bis 2007 leitete; seit 2011 steht Georg Elben an der Spitze.
Im Mittelpunkt der Sammlung steht die Bildhauerei der klassischen Moderne und der Gegenwart, darunter Arbeiten von Auguste Rodin, Alberto Giacometti und Max Ernst. Ein besonderes Merkmal ist die Kunst im öffentlichen Raum: Im gesamten Stadtgebiet stehen zahlreiche Plastiken, unter anderem von Hans Arp, Richard Serra und Ossip Zadkine, die jederzeit frei zugänglich sind. Überregional bekannt wurde das Museum zudem durch den seit 1984 vergebenen Marler Video-Kunst-Preis und den 2002 ins Leben gerufenen Deutschen Klangkunst-Preis.
Wegen der Sanierung des Rathauses zog das Museum 2022 in ein provisorisch hergerichtetes Gebäude der Martin-Luther-King-Schule an der Georg-Herwegh-Straße; die Sammlung lagert derweil im Depot des LWL in Münster. Nach der letzten Ausstellung im März 2026 ist das Haus geschlossen. Künftiger Standort ist „Marschall 66“, eine leerstehende Nachkriegsschule an der Kampstraße, benannt nach dem Marler Architekten Günther Marschall. Dort entsteht ein Kulturzentrum mit Museum, Zentralbibliothek und Café, dessen Eröffnung für 2027 vorgesehen ist.
Highlights
- Rund 150 Skulpturen im öffentlichen Raum von Marl, jederzeit frei zugänglich
- „Naturmaschine“ (1969) von Matschinsky-Denninghoff
- Werke der Moderne u. a. von Auguste Rodin, Alberto Giacometti und Max Ernst
- Marler Video-Kunst-Preis und Deutscher Klangkunst-Preis
- Geführte Radtouren zu den Skulpturen im Stadtgebiet
Dauerausstellungen
- Kunst im öffentlichen Raum – Rund 150 Skulpturen und Installationen verteilen sich über das Stadtgebiet von Marl und sind auch während der Schließung frei zugänglich.
- Gegründet
- 1982
- Träger
- Stadt Marl (Amt für Kultur und Weiterbildung)
- Leitung
- Georg Elben
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Der Eintritt ins Skulpturenmuseum war bisher ganzjährig frei.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
- Familienführungen & Workshops
Gelegentliche Kinderkurse, etwa ein kostenloser dreitägiger Cyanotypie-Kurs für 10- bis 16-Jährige in den Sommerferien 2026.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Georg-Herwegh-Straße
Bus 220 ab Recklinghausen Hbf, Marl-Sinsen oder S-Bahnhof Marl-Mitte bis „Georg-Herwegh-Straße“.
Mit dem Auto über die A43, Abfahrt Marl-Sinsen, oder über die Victoriastraße.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1,5 Std. |
|---|---|
| Hinweise | Während der Schließung bietet das Museum u. a. geführte Radtouren (3–4 Stunden) zu den Skulpturen im Stadtgebiet an; Termine im Veranstaltungskalender. Eine digitale Karte zeigt die Standorte der Kunstwerke im öffentlichen Raum. Gruppenführungen ab 15 Personen nach Buchung dauern etwa 90–120 Minuten. |



