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Slawenburg Raddusch in Vetschau/Spreewald
Foto: Pudelek (Marcin Szala) · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Slawenburg Raddusch

Rekonstruierte slawische Ringburg des 9./10. Jahrhunderts bei Vetschau im Spreewald; seit Februar 2026 bis auf Weiteres geschlossen.

Vorübergehend geschlossen
Vorübergehend geschlossen. Nach Kündigung des Betreibervertrags und Insolvenz der Slawenburg gGmbH seit Februar 2026 bis auf Weiteres geschlossen; die Ausstellung wurde abgebaut. Ein Termin für eine Wiedereröffnung ist nicht bekannt.

Über das Museum

Um 880 legten Angehörige des slawischen Stammes der Lusizi nahe dem heutigen Raddusch eine kreisrunde Befestigung an. Ihr Wall bestand aus kreuzweise geschichteten Eichenstämmen, deren Zwischenräume mit Erde und Sand verfüllt waren. Um 930 wurde der Wall deutlich verbreitert, sodass der Innenraum schrumpfte; ein vorgelagerter Graben verstärkte den Schutz. Solche Anlagen boten der Bevölkerung der Umgebung in unruhigen Zeiten Zuflucht.

Weil der Braunkohletagebau Seese-Ost das Gelände beanspruchte, wurde der Burgwall von 1984 bis 1990 vollständig archäologisch untersucht und anschließend abgebaggert. Die Ausgräber stießen dabei auch auf wesentlich ältere Siedlungsspuren aus der Bronzezeit und der Völkerwanderungszeit sowie auf eine hölzerne Götterfigur aus dem 10. Jahrhundert.

Zwischen 1999 und 2003 entstand in der Nähe eine Nachbildung, die sich äußerlich am Grabungsbefund orientiert, im Inneren aber einen modernen Bau mit Ausstellungsflächen und Gastronomie verbirgt. Die Dauerausstellung „Archäologie in der Niederlausitz“ zeigte Funde aus zahlreichen Grabungen der Region und spannte den Bogen von der Steinzeit bis ins slawische Mittelalter.

Zunächst führte die Regionale Entwicklungsgesellschaft Vetschau die Anlage, ab August 2024 eine gemeinnützige Gesellschaft der Brüsseler Stiftung Slavonic Europe. Nachdem die Stadt Vetschau den Überlassungsvertrag Ende 2025 gekündigt hatte und der Betreiber in die Insolvenz geraten war, wurde die Burg im Februar 2026 geschlossen; die Exponate gingen an die Leihgeber zurück. Ob und wann die Anlage wieder öffnet, ist offen.

Highlights

  • Originalgetreu nachgebauter Ringwall aus Eichenholz-Kastenkonstruktion
  • Standort eines durch den Braunkohletagebau abgebaggerten slawischen Burgwalls
  • Blick in die Rekultivierungslandschaft der Niederlausitz
Gegründet
2003
Träger
Stadt Vetschau/Spreewald (Eigentümerin; derzeit kein Museumsbetrieb)

Eintrittspreise & Ermäßigungen

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Barrierefreiheit

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Kinder & Familie

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Anreise & Parken

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Service & Gastronomie

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Veranstaltungen & Vermietung

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