Fotografierende der Jugendkunstschule Neuruppin (13 bis 69 Jahre) stellen historische und heutige Ansichten zu Prinz Heinrich und Rheinsberg gegenüber. Zu sehen im Dritten Ort des Schlosses.
Über das Museum
Wo heute das Schloss steht, befand sich im Mittelalter eine Wasserburg. 1566 ließen die von Bredow ein Wasserschloss im Stil der Renaissance bauen, das im Dreißigjährigen Krieg stark litt. 1734 kaufte König Friedrich Wilhelm I. die Anlage und schenkte sie seinem Sohn, dem Kronprinzen Friedrich. Zwischen 1736 und 1740 ließ dieser das Haus von Kemmeter und Knobelsdorff zu einem frühen Beispiel des friderizianischen Rokoko ausbauen; Antoine Pesne malte das Deckengemälde im Spiegelsaal. Friedrich nannte die Rheinsberger Jahre später die glücklichsten seines Lebens.
1744 überließ Friedrich das Schloss seinem Bruder Prinz Heinrich, der ab 1752 hier lebte, Haus und Garten im Stil des frühen Klassizismus umgestalten ließ und einen Musenhof pflegte. Georg Friedrich von Boumann und Carl Gotthard Langhans lieferten Entwürfe, unter anderem für Treppenhaus und Muschelsaal. Nach Heinrichs Tod 1802 blieb das Schloss im Besitz der Hohenzollern und war als Erinnerungsort an Friedrich den Großen zugänglich; Theodor Fontane und Kurt Tucholsky machten Rheinsberg literarisch bekannt.
Nach 1945 diente das Schloss in der DDR als Diabetiker-Sanatorium. Heute gehört es der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten und ist nach umfangreichen Restaurierungen wieder Museum. Die Räume zeigen die ursprünglichen Dekorationen aus der Zeit um 1740 und die klassizistischen Fassungen von etwa 1786, ergänzt durch Gemälde und Kunsthandwerk. Zum Ensemble gehören außerdem das Kurt Tucholsky Literaturmuseum und, im Kavalierhaus, die Musikakademie mit dem Schlosstheater.
Highlights
Spiegelsaal mit Deckengemälde von Antoine Pesne
Wiedergewonnene Raumdekorationen aus der Zeit Kronprinz Friedrichs (um 1740)
Frühklassizistische Räume des Prinzen Heinrich (um 1786), darunter Muschelsaal
Sommerappartement des Prinzen Heinrich (April bis Oktober)
Lage am Grienericksee mit Lustgarten
Dauerausstellungen
Grand Tour Rheinsberg – Rundgang durch die restaurierten Räume aus der Zeit des Kronprinzen Friedrich (um 1740) und des Prinzen Heinrich (um 1786) mit Gemälden und Kunsthandwerk.
Sommerappartement des Prinzen Heinrich – Zusätzlicher Teil der Besichtigung, der nur im Sommerticket (April bis Oktober) enthalten ist.
Träger
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
10 €
Ermäßigt
7 €Schüler:innen, Studierende, Auszubildende, Teilnehmende am BFD/FSJ, Menschen mit GdB ab 50, Bezieher:innen von ALG I
Kinder & Jugendliche
freibis 6 Jahre frei · Kinder unter 7 Jahren frei (kein Ticket nötig).
Menschen mit Behinderung
freiBegleitperson frei · Freier Eintritt ab GdB 100, ermäßigt ab GdB 50.
Winter (Januar bis März, November bis Dezember): 10 €, ermäßigt 7 €, gültig für Grand Tour und Kurt Tucholsky Literaturmuseum. Sommer (April bis Oktober): 14 €, ermäßigt 10 €, zusätzlich mit Sommerappartement des Prinzen Heinrich. Freier Eintritt u. a. für Kinder unter 7 Jahren, Menschen mit Behinderung ab GdB 100 (Begleitperson bei Merkzeichen B/H), Inhaber:innen von Presseausweis und Jahreskarte Schlösser; Gruppen sind von den Regelungen ausgenommen. Ermäßigt: Schüler:innen, Studierende, Auszubildende, BFD/FSJ, Menschen mit GdB ab 50, Bezieher:innen von ALG I.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Innen über einen Aufzug erreichbar, außen stufenlos über eine mobile Rampe; ein Treppenlift ist vorhanden. Zwischen den Ausstellungsräumen liegen Türschwellen, der Schlosshof ist mit Kopfsteinpflaster nur eingeschränkt befahrbar. Handläufe an allen Treppen, ausleihbare Sitzmöglichkeiten. Gästetoilette stufenlos erreichbar (Türbreite 91 cm, Haltegriffe). Assistenzhunde willkommen; Multimedia-Tour auch in Leichter Sprache.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 6 Jahre frei
Familienticket
20 € · Familienkarte Winter für 2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder bis 18 Jahre, inkl. Tucholsky-Literaturmuseum; im Sommer 28 €.
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kinderwagenfreundlich: nicht vorhanden
Familienrallye mit dem Schlossrucksack (April–Oktober, Di–So, 3 € zzgl. Eintritt), regelmäßige Kinderführungen für 5- bis 10-Jährige, App-Tour für Kinder von 6 bis 9 Jahren und Familienkarte. Kinderwagen dürfen aus konservatorischen Gründen nicht in die Ausstellungsräume.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Rheinsberg, Schloss
Haltestelle „Rheinsberg, Schloss“; Fahrplanauskunft über den VBB.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Besucherparkplatz in Schlossnähe; die Besucherparkplätze in der Stadt liegen laut Barrierefrei-Angabe etwa 20 bis 200 m, am Gartenportal etwa 500 m entfernt.
Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
Mit dem Fahrrad über die Knotenpunktwegweisung des Ruppiner Seenlandes („Radeln nach Zahlen“).
Schließfächer für kleine Gepäckstücke (bis 35 x 35 x 50 cm) in begrenzter Zahl; Gepäck darf aus Sicherheitsgründen nicht im Eingangsbereich abgestellt werden.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Private Feiern
Firmenveranstaltungen
Mietbar sind unter anderem Spiegelsaal, Schlosshof, Heckentheater und Schlossküche; Anfragen an eventlocations@spsg.de.
Multimedia-Tour über die kostenlose App „SANSSOUCI“ (Deutsch, Englisch, Polnisch, Leichte Sprache, Version für Kinder von 6 bis 9 Jahren); Kopfhörer bitte selbst mitbringen. Von November bis März Besichtigung nur mit Führung. Ganzjährig Sonderführungen, Vorträge und Konzerte; Gruppenservice unter 0331 9694-222.