Rückblick auf ein Jahrzehnt zwischen Altstadtsanierung, Fußgängerzone, erstem Wein- und Brezelfest und Bundesgartenschau 1977 – mit Leihgaben aus Privatbesitz. Anlass ist das 50-jährige Bestehen des Vereins Pro Alt-Cannstatt.
Über das Museum
Das Museum geht auf eine Bürgerinitiative zurück: 1959 richteten der Heimatforscher Erwin Hageloh und der Maler Hermann Metzger in der Wilhelmstraße ein erstes Heimatmuseum für Cannstatt ein. Getragen wurde die Idee von engagierten Einwohnerinnen und Einwohnern, die die Geschichte des ältesten und bevölkerungsreichsten Stuttgarter Stadtteils bewahren wollten.
Seit Dezember 1988 ist das Haus unter dem Namen Stadtmuseum Bad Cannstatt in der Scheuer neben dem Klösterle untergebracht. Der Fachwerkbau von 1463 gilt als ältestes erhaltenes Wohnhaus Stuttgarts. Dass das Ensemble überhaupt noch steht, ist dem Verein Pro Alt-Cannstatt und dem Architekten Hermann Kugler zu verdanken: In den 1970er Jahren sollte an seiner Stelle ein Kaufhaus mit Parkhaus entstehen, stattdessen wurde das Hauptgebäude bis 1984 denkmalgerecht saniert.
2008 wurde das Erdgeschoss mit Vorgeschichte, römischer Zeit und Stadtentwicklung neu eingerichtet, 2016 folgte im Obergeschoss die Dauerausstellung „Panorama Cannstatt“. Sie zeigt Cannstatt als Bade- und Kurort, als Königs- und Literaturstadt und als frühen Industriestandort und stellt bekannte Persönlichkeiten vor. Zu den eindrucksvollsten Stücken zählen ein Travertinblock mit Spuren eines rund 250.000 Jahre alten Lagerplatzes, ein Diorama zum römischen Kastell und ein detailgenaues Modell der mittelalterlichen Stadt.
Heute gehört das Museum zur Museumsfamilie des StadtPalais – Museum für Stuttgart. Regelmäßige Sonderausstellungen vertiefen einzelne Kapitel der Ortsgeschichte; unterstützt wird das Haus von der Vereinigung Cannstatter Vereine und von Pro Alt-Cannstatt.
Highlights
Travertinblock mit Spuren eines rund 250.000 Jahre alten Lager- und Schlachtplatzes
Diorama zum römischen Reiterkastell „Auf der Steig“
Detailgetreues Modell der mittelalterlichen Stadt Cannstatt
Dauerausstellung „Panorama Cannstatt“ zu Kurstadt, Literatur und Industrie
Lage am Klösterle, dem ältesten erhaltenen Wohnhaus Stuttgarts
Dauerausstellungen
Panorama Cannstatt – Die Dauerausstellung führt von steinzeitlichen Funden und dem Römerkastell bis zur Kur-, Königs- und Industriestadt und stellt prominente Cannstatterinnen und Cannstatter vor.
Gegründet
1959
Träger
StadtPalais – Museum für Stuttgart (Landeshauptstadt Stuttgart)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Eintritt frei. Führungen auf Anfrage über den Besucherservice des StadtPalais (Teilnehmerzahl je Führung begrenzt, größere Gruppen buchen zwei Führungen; Stornierung ab sechs Tagen vorher 50 %, bei Absage am Tag selbst oder Nichterscheinen voller Preis).
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: nicht vorhanden
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Mit Rollstuhl ist nur das Erdgeschoss zugänglich; die Toiletten sind nicht barrierefrei.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
S1, S2, S3 und Bus 45 bis Bad Cannstatt (Bahnhof); U1, U2, U13, U16, U19 bis Wilhelmsplatz; U13, U14, U16 sowie Bus 52 und 56 bis Rosensteinbrücke.
Das Museum liegt in der Altstadt von Bad Cannstatt direkt beim Klösterle (Marktstraße 71).
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Hinweise
Öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung am 10.10., 14.11. und 5.12.2026 jeweils 14–15 Uhr. Gruppenführungen auf Anfrage beim Besucherservice des StadtPalais (Tel. 0711 21625800, stadtpalais@stuttgart.de); Buchungen sind verbindlich.