Die Ausstellung geht dem jüdischen Leben in Eilenburg nach und zeigt anhand von Archivalien und Dokumenten, seit wann und wie es existierte; Teil des sächsischen Jahres der jüdischen Kultur „Tacheles“. Enddatum nicht offiziell genannt, voraussichtlich bis Januar 2027.
Über das Museum
Der Eilenburger Pfarrer und Heimatforscher Wilhelm Büchting regte 1900 die Einrichtung eines Altertumsmuseums an, das die Zeugnisse der Stadtgeschichte zeigen sollte. Zunächst standen dafür zwei Räume im Rathaus zur Verfügung; im Lauf der Zeit zog die Sammlung mehrfach um, unter anderem in das frühere Realprogymnasium, 1945 auf den Schlossberg und 1970 in die ehemalige Ausflugsgaststätte Wilhelmshöhe.
Seit 2003 befindet sich das Museum im historischen Gasthof „Zum Roten Hirsch“ an der Torgauer Straße, einem Haus von besonderer stadtgeschichtlicher Bedeutung. Seit 2019 teilt es das Gebäude mit der Stadtbibliothek und der Tourist-Information. Träger ist der städtische Eigenbetrieb Kulturunternehmung Eilenburg.
Im Obergeschoss steht die mehr als 1050-jährige Stadtgeschichte im Mittelpunkt, vom 10. Jahrhundert bis in die 1960er-Jahre, mit Reformationsdrucken, einem Stadtschreibertisch und einer Renaissancestube mit einer in Sachsen einmaligen figürlichen Deckenmalerei. Ein Schwerpunkt gilt Martin Rinckart und der Musiktradition der Stadt. Hinzu kommen ein original eingerichtetes Klassenzimmer der 1920er-Jahre, eine Sammlung historischer Puppen und Puppenstuben aus einer Schenkung von 2004 sowie die Abteilung „Fundsache“ zu Bodenfunden. Das Museum bietet auch Führungen in die Eilenburger Bergkeller an.
Highlights
Renaissancestube mit figürlicher Deckenmalerei des 17. Jahrhunderts
Martin Rinckart und die Musiktradition Eilenburgs
Historisches Klassenzimmer der 1920er-Jahre mit Schulstunden
Puppenstuben und Spielzeugsammlung im Dachgeschoss
Führungen in den Eilenburger Bergkellern
Abteilung „Fundsache“ zur Archäologie
Dauerausstellungen
Dauerausstellung zur Stadtgeschichte Eilenburgs – Über 1050 Jahre Stadtgeschichte mit Reformationszeit, Musiktradition und Renaissancestube, dazu die Abteilung „Fundsache“.
Historisches Klassenzimmer – Original eingerichtetes Klassenzimmer der 1920er-Jahre, in dem Schulstunden mit Sütterlin und Schiefertafel stattfinden.
Puppenstuben und Spielzeug – Historische Puppen, Puppenstuben, Eisenbahn und Blechspielzeug im Dachgeschoss, ein Geschenk aus dem Jahr 2004.
3 €Kinder von 4 bis 17 Jahren, Schüler, Studenten, Auszubildende, Schwerbehinderte (Ausweis B), Erwachsene mit Freizeitpass (mit Nachweis)
Kinder & Jugendliche
3 €bis 3 Jahre frei · Kinder von 4 bis 17 Jahren zahlen den ermäßigten Preis.
Menschen mit Behinderung
3 €Schwerbehinderte (Ausweis B)
Studierende & Azubis
3 €
Gruppen
–Kindergarten- und Schulgruppen 3 € je Kind, notwendige Begleitpersonen frei; private Gruppenführungen bis 10 Personen 80 € pauschal, jede weitere Person 5 €.
Öffentliche Führungen und pädagogische Veranstaltungen (z. B. Bergkellerführung)
8 €Ermäßigt und für Kinder 3 €.
Sorbenturm oder Mauerturm
2 €Kinder bis 18 Jahre 1 €.
Freier Eintritt:Jeden letzten Freitag im Monat freier Eintritt (außer an Feiertagen).
Kinder bis 3 Jahre kostenfrei. Freier Eintritt auch für Inhaber der sächsischen Ehrenamtskarte.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Der Zugang erfolgt über eine Rampe. Alle Räume außer dem historischen Klassenzimmer sind über Fahrstuhl oder Rampen erreichbar; in der Ausstellung kommen teilweise mobile Rampen zum Einsatz, dafür ist eine Begleitperson nötig. Barrierefreie Toilette im Haus.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 3 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Mitmach- & Anfassstationen
Kindergeburtstage
Die Reihe „Geschichte für Jedermann“ bietet Mitmachaktionen für die ganze Familie. Für Familien, Kindergeburtstage und Schulklassen gibt es ein Escape-Room-Spiel durch die Museumsräume, dazu historische Klassenstunden und Bergkellerführungen für Ferienkinder. Das Puppen- und Spielzeugkabinett im Dachgeschoss ist besonders in der Weihnachtszeit ein Anziehungspunkt für Familien.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos
Kostenfreie Parkplätze (1 Stunde mit Parkscheibe) in der Schwedengasse; ein Behindertenparkplatz ist ausgewiesen.
Behindertenparkplatz
Das Museum liegt im Stadtzentrum in der Torgauer Straße 40 im ehemaligen Gasthof „Zum Roten Hirsch“, gemeinsam mit Stadtbibliothek und Tourist-Information.
Bergkellerführungen sind nur mit Führung und Anmeldung möglich (Treffpunkt Kellerstraße an der Treppe zur Friedrichshöhe, gegenüber Hausnummer 18; warme Kleidung, festes Schuhwerk und Taschenlampe mitbringen). Anmeldung unter 03423 652222. Programme für Schulklassen dauern 45 bis 90 Minuten.