
Stadtmuseum Kaufbeuren
Stadtmuseum in der Kaufbeurer Altstadt zur Geschichte der Reichsstadt – mit Kruzifixsammlung, Hinterglasbildern, Bauernstuben und Literaturetage.
Über das Museum
Das Museum zählt zu den ältesten stadtgeschichtlichen Museen in Bayerisch-Schwaben: 1879 richtete der Kunsthändler Willibald Filser im Rathaus ein Lokalmuseum ein. 1901 zeigte die Stadt in der damaligen Winterschule im Kaisergäßchen die Schau „Volkskunst im Allgäu“ mit bäuerlichen Stuben, die wegen ihres Erfolgs dauerhaft blieb. 1928 kam ein Raum zu Ludwig Ganghofer hinzu, 1934 zog auch die Stadtgeschichte ins Kaisergäßchen, und 1936 erweiterte die Kruzifixsammlung des Irseer Pfarrers Richard Wiebel den Bestand.
Bis 2002 wurde das Heimatmuseum ehrenamtlich betreut; dann musste es aus statischen Gründen schließen. Die Stadt setzte eine hauptamtliche Leitung ein, lagerte die Sammlung in ein neues Depot aus und ließ das Gebäude von 2009 bis 2013 sanieren und erweitern. Am 7. Juni 2013 öffnete das Stadtmuseum neu und erhielt im selben Jahr den Bayerischen Museumspreis.
Die Dauerausstellung verteilt sich auf vier Ebenen: Kreuze und Heilige mit rund 300 Kruzifixen und der heiligen Crescentia, die Geschichte der Reichsstadt und ihrer zwei Konfessionen, die protestantischen Hinterglasbilder des 18. Jahrhunderts, die Stuben von 1901 sowie eine Etage zu Kaufbeurer Schriftstellern wie Sophie von La Roche, Ludwig Ganghofer und Hans Magnus Enzensberger. Mitmach- und Medienstationen, Audioguides und ein Kinderpfad ergänzen den Rundgang.
Highlights
- Rund 300 Kruzifixe aus neun Jahrhunderten, darunter eine Schatzkammer
- Protestantische Hinterglasbilder aus Kaufbeuren (18. Jahrhundert)
- Bauernstuben aus der Ausstellung „Volkskunst im Allgäu“ von 1901
- Literaturetage zu Sophie von La Roche, Ludwig Ganghofer und Hans Magnus Enzensberger
- Kinderpfad sowie Mitmach- und Medienstationen
- Samstags freier Eintritt
Dauerausstellungen
- Kreuze und Heilige – Rund 300 Kruzifixe aus verschiedenen Epochen und Materialien sowie die Verehrung der heiligen Crescentia von Kaufbeuren.
- Typisch Kaufbeuren – Von der oberschwäbischen Reichsstadt zur bayerischen Kleinstadt – mit Textilgewerbe, dem Zusammenleben zweier Konfessionen und protestantischen Hinterglasbildern.
- Mit spitzer Feder – Eine ganze Etage über Schriftsteller aus Kaufbeuren, darunter Sophie von La Roche, Ludwig Ganghofer und Hans Magnus Enzensberger.
- Gegründet
- 1879
- Träger
- Stadt Kaufbeuren
- Leitung
- Petra Weber
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 6 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 5 € |
| Kinder & Jugendliche | 1 €bis 3 Jahre frei · Kinder und Jugendliche von 4 bis 18 Jahren: 1 €. |
| Gruppen | –Angemeldete Gruppenführung: 40 € (60 Minuten) bzw. 60 € (90 Minuten) zuzüglich Eintritt, jeweils max. 15 Personen. |
| Familien | 12 €Große Familienkarte: Eltern oder Großeltern mit eigenen Kindern bzw. Enkeln. |
| Kleine Familienkarte (ein Elternteil bzw. Großelternteil mit eigenen Kindern/Enkeln) | 6 € |
| Jahreskarte Erwachsene | 18 € |
| Jahreskarte ermäßigt | 15 € |
| Jahreskarte Familie groß | 36 € |
| Jahreskarte Familie klein | 18 € |
| Offene Führung | 4 €Pro Person zuzüglich Eintritt. |
| Kombiticket „Kaufbeurer Museumslandschaften“ | 9 €Je ein Eintritt innerhalb eines Jahres in Stadtmuseum, Kunsthaus, Isergebirgs-Museum, Feuerwehrmuseum und die Erlebnisausstellung der Gablonzer Industrie (Preis für Erwachsene). |
Freier Eintritt: Jeden Samstag freier Eintritt (ausgenommen Führungen, Veranstaltungen und museumspädagogische Angebote).
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Ein Aufzug erschließt alle vier Ebenen. Zertifiziert nach „Reisen für Alle“ (2021): barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung, teilweise barrierefrei für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Sehbehinderung. Taststationen und Führungen für Blinde und Sehbehinderte, gelegentlich Führungen in Deutscher Gebärdensprache. Audioguides auch für Hörgeräteträger geeignet; mobile Sitzgelegenheiten in der Ausstellung.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 3 Jahre frei |
|---|---|
| Familienticket | 12 € · Große Familienkarte: Eltern oder Großeltern mit eigenen Kindern bzw. Enkeln. |
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Mitmach- & Anfassstationen
- Wickelmöglichkeit
- Kindergeburtstage
Kinderpfad durch die Dauerausstellung, Mitmach- und Medienstationen. Einmal im Monat Familienführung für Kinder von etwa 5 bis 10 Jahren mit Begleitung (Familienkarte plus 3 € pro Person, Anmeldung bis zum Vortag). Dazu Taschenlampenführungen, Ferien-Ateliers im Museumshof und Kindergeburtstage.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Vom Bahnhof Kaufbeuren ca. 1 km zu Fuß, ausgeschildert und teils durch den Jordan-Park.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkhaus Süd (Innere Buchleuthe); von dort über die Schraderstraße und rund 400 m die Straße Am Breiten Bach entlang bis zum Kaisergäßchen. Das Museum liegt in der Fußgängerzone – kein Parken für Autos oder Busse direkt am Haus.
Mit dem Auto über die B12, Ausfahrt Kaufbeuren, Richtung Stadtmitte. Der Fußweg zum Museum ist in der ganzen Altstadt ausgeschildert.
Route planenService & Gastronomie
- Museumsshop
Museumsshop mit Postkarten, Geschenkartikeln, Büchern und Honig der Museumsbienen von der Dachterrasse.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE, EN) |
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Audioguides mit rund 50 Stationen kostenlos an der Kasse; auf Englisch für die Abteilung „Stadtspuren“ sowie eine Jugend-Audiotour mit fünf Stationen. Gruppenführungen (60 oder 90 Minuten) nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung, auf Anfrage auch auf Englisch, Italienisch und Russisch. Museumspädagogik für Kindergärten und Schulklassen mit eigenem Werkraum. |





