Die Ausstellung zeigt, wie barocke Neuerungen wie der Stoff Bombasin und Zuckerwaren den Konsum und Alltag veränderten, und beleuchtet Memmingens Rolle im Fernhandel mit dem Kaufmann Benedikt von Herman.
Über das Museum
Das Stadtmuseum Memmingen ist im Hermansbau untergebracht, einem spätbarocken Stadtpalais, das der Patrizier und Kaufmann Benedikt von Herman 1766 errichten ließ. Rokokofassade, Innenhof und ein Treppenhaus mit allegorischer Deckenmalerei verleihen dem Haus einen südländischen Charakter. Die Grundlagen der städtischen Sammlungen wurden 1885 gelegt; seit 1936 sind sie in diesem Gebäude aufbewahrt.
Die Räume zeigen teils in originaler Ausstattung die patrizische Wohnkultur der evangelischen Reichsstadt und führen durch Rechts-, Kirchen- und Zunftgeschichte. Die Dauerausstellung „Barock Ballett“ vereint Patrizierporträts, Gemälde des in Memmingen geborenen Johann Heiss (1640–1704) und die Künersberger Fayencen, von denen über 250 Stücke erhalten sind. Weitere Abteilungen widmen sich dem jüdischen Leben in Memmingen von 1862 bis 1942 und der Stadtgeschichte mit den Zwölf Artikeln der Bauern von 1525.
Das Haus versteht sich als „Zeitmaschine“ durch die Stadtgeschichte und als offener Dritter Ort: Der Eintritt ist frei. Träger ist die Stadt Memmingen.
Highlights
Künersberger Fayencen (über 250 Stücke)
Gemälde von Johann Heiss und Patrizierporträts
Jüdisches Leben in Memmingen 1862–1942
12-Artikel-Weg zum Bauernkrieg 1525
Spätbarocker Hermansbau mit Treppenhausfresko
Dauerausstellungen
Barock Ballett – Barock in Memmingen – Patrizierporträts, Gemälde von Johann Heiss und Künersberger Fayencen zeigen die Kunst und Selbstdarstellung der Reichsstadt im Barock.
Verborgene Geschichten – Memmingen im Wandel – Stadtgeschichte zum Entdecken mit Taschenlampe, verborgenen Schriften und Audiostationen sowie dem dauerhaften 12-Artikel-Weg.
Jüdisches Leben in Memmingen (1862–1942) – Sieben Stationen mit Dokumenten, Fotos, Zeitzeugenvideos und Ritualgegenständen zur jüdischen Gemeinde bis zu ihrer Vernichtung.
Träger
Stadt Memmingen
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Der Eintritt ist frei. Gruppenführungen für Erwachsene kosten 30 € während und 40 € außerhalb der Öffnungszeiten.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Familien-Audioführung „Ba Ba Rock“ (von Kindern für Kinder erzählt) und Ferienprogramme für 8- bis 12-Jährige; das Museum gehört zu den Familien Museen Allgäu und ist Teil der sommerlichen Museums-Safari mit Rätselheft.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Weinmarkt, Bismarckschule/Schweizerberg
Vom Bahnhof Memmingen etwa 8 Minuten zu Fuß über Maximilianstraße, Kramerstraße und Marktplatz; Bus bis Haltestelle Weinmarkt, Bismarckschule/Schweizerberg.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Das Museum hat keine eigenen Parkplätze; in der Nähe liegen die Tiefgarage Stadthalle, das Parkhaus Krautstraße und das Parkhaus am Karstadt.
Anfahrt mit dem Auto über die A96 oder A7. Der Eingang befindet sich in der Hermansgasse (Zangmeisterstraße 8).
Führungen für Erwachsenengruppen mit Kuratoren: 30 € während der Öffnungszeiten, 40 € außerhalb (Anfrage unter stadtmuseum@memmingen.de oder 08331 850-1430). Führungen für Schul- und Jugendgruppen sind kostenlos. Taschenlampenführung „1525“ auf Anfrage. Audiostationen in der Ausstellung; zusätzlich Audio-Rundgänge durch die Stadt per QR-Code.