Städtisches Museum im klassizistischen Bertuchhaus: Weimarer Stadt- und Alltagsgeschichte, Nationalversammlung 1919 und wechselnde Sonderausstellungen.
ÖffnungszeitenEintritt ab 3 € Teilweise barrierefrei
Kooperationsausstellung mit dem Verein Weimarer Mal- und Zeichenschule zum 250-jährigen Bestehen der Schule, die 1776 als Freie Zeichenschule gegründet wurde.
Über das Museum
Die Wurzeln des Museums liegen in privaten Sammlungen des 19. Jahrhunderts, vor allem in der Kollektion von Bruno Schwabe. 1889 entstand daraus unter Regie des Naturwissenschaftlichen Vereins ein naturkundliches Museum, das zunächst in einer Schule hinter der Stadtkirche und ab 1892 im Poseckschen Haus untergebracht war. 1903 übernahm die Stadt Weimar die Einrichtung – damit gilt sie als ältestes Stadtmuseum Thüringens.
Seit 1954/55 hat das Museum seinen Sitz im Bertuchhaus an der heutigen Karl-Liebknecht-Straße. Das klassizistische Wohn- und Geschäftshaus entstand zwischen 1780 und 1803 in zwei Bauabschnitten für Friedrich Justin Bertuch, Schriftsteller, Verleger und einer der wichtigsten Unternehmer im Weimar der Goethezeit. Später lebten hier die Nachkommen aus der Familie Froriep; letzte Bewohnerin war die Malerin Bertha Froriep.
Die Dauerausstellung auf zwei Etagen greift ausgewählte Kapitel der Stadtgeschichte auf: das Leben der Familien Bertuch und Froriep und ihr Verlagsunternehmen, den bürgerlichen Alltag seit dem späten 18. Jahrhundert, Wirtschaft und Technik sowie die in Weimar tagende Nationalversammlung von 1919. Eigene Bereiche erinnern an den Hoffotografen und Kinopionier Louis Held und an das Grafikatelier von Alexander Olbricht. Zur Sammlung gehören außerdem eine bedeutende Textilsammlung und der künstlerische Nachlass des Malers Alfred Ahner. Im Erdgeschoss zeigt das Haus Sonderausstellungen, einen Film zur Stadtgeschichte und ein tastbares Stadtmodell.
Highlights
Klassizistisches Bertuchhaus als Museumsgebäude
Ausstellungsbereich „Demokratie aus Weimar. Die Nationalversammlung 1919“
Wohnräume aus der Zeit Friedrich Justin Bertuchs um 1800
Hoffotograf und Kinopionier Louis Held
Film „Weimar. Mythos und Wahrheit“ zur Stadtgeschichte
Tastbares Stadtmodell von Weimar
Dauerausstellungen
Stadtgeschichte im Bertuchhaus – Zwei Etagen zu Weimarer Alltag, Wirtschaft und Technik seit dem späten 18. Jahrhundert – mit Wohnräumen der Bertuch-Zeit, bürgerlichen Interieurs, Musikautomaten und frühen Fahrzeugen.
Demokratie aus Weimar. Die Nationalversammlung 1919 – Schwerpunkt der Dauerausstellung zur verfassunggebenden Versammlung, die 1919 in Weimar tagte, und zur Stadt in der Zeit der Weimarer Republik.
Gegründet
1903
Träger
Stadt Weimar
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
3 €
Ermäßigt
1,50 €Studierende, Zivil- und Wehrdienstleistende, Erwerbslose, Menschen mit Schwerbehinderung, Rentner, Asylbewerber
Kinder & Jugendliche
–Kinder und Schüler bis zum Ende ihrer Schulpflicht haben freien Eintritt.
Seniorinnen & Senioren
1,50 €Rentner zahlen den ermäßigten Preis.
Menschen mit Behinderung
1,50 €Ermäßigt mit Schwerbehindertenausweis.
Studierende & Azubis
1,50 €Studierende ermäßigt.
Gruppen
1,50 € p. P.Angemeldete Gruppen zahlen den ermäßigten Eintritt pro Person zuzüglich 25 € Führungsgebühr. Schulgruppen im Rahmen des Unterrichts: Eintritt und Führung frei.
Jahreskarte
10,50 €ermäßigt 5,50 €
Führung für Einzelbesucher (zzgl. ermäßigtem Eintritt)
3 €ermäßigt 1 €
Alle Preise enthalten 0,50 € Kulturförderabgabe. Freier Eintritt mit weimar card, für Übernachtungsgäste, die die Weimarer Kulturförderabgabe zahlen, sowie für ICOM-Mitglieder und Mitglieder des Fördervereins. Das Kombiticket mit der Kunsthalle Harry Graf Kessler (4 €, ermäßigt 2 €) ist derzeit ohne Bedeutung, da die Kunsthalle geschlossen ist.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Barrierefrei zugänglich ist nur das Erdgeschoss mit Sonderausstellungen, Vortragssaal, Film und Museumspädagogik; die Dauerausstellung in den Obergeschossen nicht. Klingel links neben dem Eingang für Hilfe an der Doppeltür; engster Durchgang 80 cm. Rollstuhlgerechtes WC im Erdgeschoss. Tastbares Stadtmodell mit Beschreibungen auf Deutsch, Englisch und Niederländisch im Wintergarten. Keine Induktionsschleife im Vortragssaal.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kindergeburtstage
Museumsblätter zum Rätseln, Suchen und Ausmalen (auch zum Ausdrucken), Mitmach-Touren und Ferienführungen laut Veranstaltungskalender. Kindergeburtstage und Familienprogramme nach Absprache mit der Museumspädagogik.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Goetheplatz · 50 m
Haltestelle Goetheplatz (fast alle Stadtbusse, u. a. Linien 1 und 7, sowie viele Regionalbusse), ca. 50 m. Vom Hauptbahnhof etwa 10 Minuten zu Fuß.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden · 50 m zum Eingang
Kein eigener Parkplatz. Laut Barrierefreiheitsseite Parken am Rollplatz (ca. 50 m) oder in der Tiefgarage Atrium (ca. 200 m); die Anfahrtsseite nennt das Parkhaus an der Weimarhalle und das Parkhaus Weimar-Atrium in direkter Nachbarschaft.
Mit dem Auto der Beschilderung Richtung Stadtmitte folgen.
Museumsladen mit Katalogen, Weimarer Schriften und Kalendern.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Führungen und Workshops über die Bildungsreferentin (+49 3643 826033). Im Erdgeschoss läuft der Film „Weimar. Mythos und Wahrheit“ (28 Minuten) zur Stadtgeschichte vom Ehringsdorfer Urmenschen bis heute.