Gezeigt werden erzgebirgische Amethystdrusen und andere Quarze aus der Region von Mildenau bis Herold aus den Sammlungen von Norbert Häusler und Jan Wolke. Erläutert wird auch, wie die violette Färbung entsteht.
Über das Museum
Schon 1909 rief der Eibenstocker Stadtrat dazu auf, Erinnerungsstücke für ein künftiges Museum zu sammeln. Erst 1937 wurde das Vorhaben wieder aufgegriffen: Bis 1939 zeigte man 47 Stücke im Schaufenster einer Textilreinigung. Anlässlich der 800-Jahr-Feier der Bergstadt wurde 1955 ein Heimatmuseum eröffnet, das bis 1997 am Platz des Friedens untergebracht war.
1997 zog das Haus in die Bürgermeister-Hesse-Straße um und wurde als Stickereimuseum neu eröffnet, mit einer Stickerei-Schauwerkstatt, in der große Stickmaschinen vorgeführt werden, und einer Heimatschau samt Modellbahn der früheren Steilstrecke. 2012 kam die Trumpold’sche Sammlung mit rund 15.000 Figuren erzgebirgischer Volkskunst dazu, 2018 die Schnitzereisammlung von Gottfried Krauß und die Mechanischen Landschaften von Peter Uhlig. Heute präsentiert sich das Haus als Schatzhaus Erzgebirge.
Den Hintergrund der Stickerei-Ausstellung bildet die Ortsgeschichte: Nach dem Niedergang des Zinnbergbaus um 1760 brachte Clara Angermann 1775 das Tambourieren nach Eibenstock. Handstickmaschinen setzten sich ab 1829 durch, 1883 folgte die Schiffchenstickmaschine, 1910 der Lochkartenautomat. Um 1900 beherrschte die Eibenstocker Stickerei den Weltmarkt.
Highlights
Stickerei-Schauwerkstatt mit Vorführung historischer Stickmaschinen
Trumpold’sche Sammlung mit rund 15.000 Figuren erzgebirgischer Volkskunst
Krauß’sche Schnitzereisammlung
Mechanische Landschaften mit über 40 beweglichen Modellen
Modell der früheren Steilstrecke Eibenstock
Bergbautradition und Eibenstocker Stadtgeschichte
Dauerausstellungen
Stickereihandwerk – Von der Handstickerei bis zum Stickautomaten: Historische Großstickmaschinen, darunter eine Pantographenstickmaschine um 1883, werden in der Schauwerkstatt vorgeführt.
Erzgebirgische Volkskunst: Trumpold’sche und Krauß’sche Sammlung – Rund 15.000 gedrechselte und geschnitzte Figuren, nach Themen wie Spielzeug, Weihnachten und Bergbau geordnet, dazu das Lebenswerk des Johanngeorgenstädter Schnitzers Gottfried Krauß.
Mechanische Landschaften – Miniaturlandschaften vom Erzgebirge über das Elbsandsteingebirge und den Spreewald bis zur Ostsee mit über 40 beweglichen Modellen, 1988 von Peter Uhlig gebaut.
Gegründet
1997
Träger
Stadt Eibenstock
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
7 €
Ermäßigt
5 €Schwerbeschädigte, Jugendliche ab 17 Jahren, Auszubildende, Studierende, Schüler, Bürgergeld-Empfänger und Teilnehmende an (Bundes-)Freiwilligendiensten (Nachweis auf Verlangen)
Kinder & Jugendliche
3 €bis 5 Jahre frei · Kinder von 6 bis 16 Jahren; Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung; Rentner zahlen den Erwachsenenpreis.
Menschen mit Behinderung
5 €Schwerbeschädigte
Studierende & Azubis
5 €
Gruppen (ab 20 Pers.)
5 € p. P.Erwachsene ab 20 Personen 5 € pro Person; Kinder in Gruppen ab 10 Personen 2 € pro Person.
Familien
15 €2 Erwachsene mit bis zu 3 Kindern bis 16 Jahre
Jahreskarte (pro Person)
21 €
Führung für Gruppen bis 20 Personen (pauschal)
20 €
Bezahlung laut Museum nur bar an der Kasse.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Das Haus ist weitestgehend barrierefrei. Der Haupteingang ist nicht barrierefrei (bitte klingeln); der barrierefreie Zugang liegt auf der Rückseite, Personal weist ein. Ein Treppenlift führt ins 1. Obergeschoss, dort befindet sich die behindertengerechte Toilette. Für blinde und sehbehinderte Gäste können einzelne Objekte angefasst werden. Blindenhunde dürfen in die Ausstellungsräume, Assistenzhunde nach Voranmeldung.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 5 Jahre frei
Familienticket
15 € · 2 Erwachsene mit bis zu 3 Kindern bis 16 Jahre
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Wickelmöglichkeit
Spielplatz / Spielecke
Als „Familienfreundliche Freizeiteinrichtung“ der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen ausgezeichnet. Wickelraum im 1. Obergeschoss (in der behindertengerechten Toilette) und Spielecke. Kleinkinder suchen in der Trumpold’schen Sammlung zehn versteckte Teufelchen, Schulkinder lösen ein Kinderrätsel. Die Museumspädagogik „Clara Angermanns Erbe“ bietet altersgerechte Führungen mit Maschinenvorführung, auf Wunsch mit Basteln (Klasse 1–4) oder Besuch eines modernen Stickereibetriebs (Klasse 5–7).
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos
Kostenfreier Pkw-Parkplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite neben der Grundschule; Reisebusse parken direkt vor dem Haupteingang.
Navigationsadresse: Bürgermeister-Hesse-Straße 7/9, 08309 Eibenstock. Am einfachsten von der S 283 (Aue–Klingenthal) über die Zufahrt Auerbacher Straße am Rähmerbach-Vorbecken, dann geradeaus in die Straße Brühl, die nach dem Markt in die Bürgermeister-Hesse-Straße übergeht; das Haus liegt rechts.
Im Eingangsbereich steht ein kostenloser Ladeschrank für Pedelecs und E-Bikes bereit (Ladekabel mitbringen, Laden nur während der Öffnungszeiten).
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
Führungen
ja
Angebote für Schulen
ja
Fotografieren
Fotografieren ohne Blitz und Filmen sind nur für den privaten Gebrauch erlaubt; gewerbliche Aufnahmen sind genehmigungs- und kostenpflichtig.
Hinweise
Führungen durch die Stickerei-Schauwerkstatt mit Vorführung der historischen Maschinen dauern 50 bis 60 Minuten; Anmeldung für Gruppen, Vereine, Familien und Schulklassen möglich. Tiere dürfen nicht mitgebracht werden. Sperrige Taschen und Rucksäcke bleiben möglichst im Fahrzeug. Archiv und Bibliothek sind nach Anmeldung nutzbar (Tagesgebühr 10 €). Kostenloser Tambourier-Workshop auf Anfrage.