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Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein
Foto: Kalispera Dell · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons

Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein

Gedenkstätte am Ort der NS-Tötungsanstalt Sonnenstein, in der 1940/41 fast 15.000 kranke und behinderte Menschen ermordet wurden. Eintritt frei.

ÖffnungszeitenEintritt frei

Über das Museum

Auf dem Sonnenstein über Pirna richtete Sachsen 1811 in der früheren Festung eine Heil- und Pflegeanstalt ein, die im 19. Jahrhundert als eine der fortschrittlichsten psychiatrischen Einrichtungen ihrer Zeit galt.

Ab Ende Juni 1940 diente ein Teil des Geländes als eine von sechs Tötungsanstalten der „Aktion T4“. Im Keller des Hauses C 16 entstanden eine Gaskammer und ein Krematorium. Bis August 1941 wurden dort nach der internen „Hartheimer Statistik“ 13.720 psychisch kranke und geistig behinderte Menschen mit Kohlenmonoxid ermordet; im Sommer 1941 kamen im Rahmen der „Sonderbehandlung 14f13“ mehr als 1.000 KZ-Häftlinge hinzu. 1942 wurde die Anstalt aufgelöst, danach nutzten Wehrmacht und später andere Einrichtungen die Gebäude, während die Verbrechen jahrzehntelang kaum öffentlich thematisiert wurden.

Nach 1989 setzten sich Pirnaer Bürgerinnen und Bürger sowie Angehörige von Opfern für ein Gedenken ein; 1991 gründete sich dafür ein Kuratorium. Am 9. Juni 2000 eröffnete die Stiftung Sächsische Gedenkstätten die Gedenkstätte mit einer Dauerausstellung im Dachgeschoss und den Gedenkräumen im Keller, wo die Überreste der Tötungsanlage zu sehen sind. Heute ist sie auch ein wichtiger Lernort mit Angeboten in Leichter Sprache.

Highlights

  • Erhaltene Kellerräume der ehemaligen Gaskammer und des Krematoriums
  • Gedenkraum mit den Lebensgeschichten von 22 Opfern
  • Dauerausstellung zur Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt und der NS-„Euthanasie“
  • Führungen in Leichter Sprache, gemeinsam mit Menschen mit Lernschwierigkeiten gestaltet
  • Kunstpfad „Denkzeichen“ vom Bahnhof Pirna zur Gedenkstätte

Dauerausstellungen

  • Dauerausstellung zur Geschichte der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein – Die Ausstellung im Dachgeschoss zeichnet die Geschichte der Anstalt nach und dokumentiert die Krankenmorde der „Aktion T4“ sowie die Tötung von KZ-Häftlingen 1941.
  • Gedenkbereich im Keller – In den ehemaligen Tötungsräumen erinnern Spuren der Gaskammer und des Krematoriums sowie ein Gedenkraum mit 22 Biografien an die Ermordeten.
Gegründet
2000
Träger
Stiftung Sächsische Gedenkstätten
Leitung
Dr. Boris Böhm
Besucher pro Jahr
ca. 10.927 (2013)

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Der Eintritt ist frei.

Eintritt und öffentliche Samstagsführung kostenlos (Spenden erbeten). Gruppenführung (ca. 2 Std.) 50 €, für Schulen und Bildungseinrichtungen kostenfrei.

Barrierefreiheit

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Kinder & Familie

Nur bedingt für Kinder geeignetEmpfohlen ab 14 Jahren

    Gedenkstätte; empfohlenes Mindestalter 14 Jahre, Projekttage für Schulklassen ab Klassenstufe 8.

    Anreise & Parken

    Mit Bus & Bahn

    Landratsamt

    Vom Bahnhof bzw. ZOB Pirna mit Stadtbus H/S oder Regionalbus 241, 245, 246 bis „Landratsamt“, dann der Straße Schloßpark folgen; alternativ ca. 45 Min. zu Fuß über den Kunstpfad „Denkzeichen“ (ca. 2 km).

    Mit dem Auto

    Parkplatz gebührenpflichtig

    Gebührenpflichtiger Parkplatz nahe der Gedenkstätte (zum Ausfahren 3 € passend bereithalten). Die Straße Schloßpark ist Parkverbotszone; Reisebusse nur zum Aussteigen, zum Parken Elbeparkplatz Altstadtseite P6 oder Langzeitparkplatz Gartenstraße.

    Mit dem Auto über die A 17, Abfahrt Pirna, dann B 172a und B 172 Richtung Pirna-Sonnenstein.

    Route planen

    Service & Gastronomie

    • Café: nicht vorhanden
    • Restaurant: nicht vorhanden

    Snack- und Getränkeautomat vor Ort.

    Veranstaltungen & Vermietung

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Besuch planen

    Führungenja · Dauer ca. 60 Min.
    Angebote für Schulenja
    HinweiseÖffentliche Führung samstags 14 Uhr (ca. 60 Min., ohne Anmeldung, Treffpunkt am Eingang). Gruppenführungen (ca. 2 Std.) und Projekttage nach Anmeldung; Führung in Leichter Sprache (ca. 3 Std., max. 15 Personen) insbesondere für Förder- und Berufsschulen.

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