
Wiedenbrücker Schule Museum
Museum für Kunst- und Stadtgeschichte in Rheda-Wiedenbrück zum Kunsthandwerk des Historismus und zur Wiedenbrücker Schule.
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Über das Museum
Das Museum erinnert an die Wiedenbrücker Schule, ein Netzwerk von mehr als 25 Werkstätten und Ateliers, die zwischen den 1850er- und 1930er-Jahren in der westfälischen Kleinstadt Kunsthandwerk im Stil des Historismus herstellten – vor allem Kirchenausstattungen, aber auch weltliche Kunst und Möbel. Den Anfang machte 1854 der Kunsttischler Franz Anton Goldkuhle; seine Aufträge zogen bald weitere spezialisierte Betriebe nach sich, deren Arbeiten bis nach Amerika, Japan und Afrika verkauft wurden.
Untergebracht ist das Haus in der 1905 fertiggestellten ehemaligen Altarbauwerkstatt von Diedrichs & Knoche am Rand der Altstadt. Die Inhaber hatten sich mit dem Bau von Werkstatt und Wohnhaus – dem heutigen Künstlerhaus an der Rietberger Straße – hoch verschuldet; als die Aufträge zurückgingen, musste der Betrieb schließen, und die Gebäude wurden kurz nach dem Tod Bernhard Diedrichs 1912 verkauft. Später nutzten eine Möbelfirma, in der NS-Zeit eine Versammlungsstätte, nach 1947 Kriegsflüchtlinge und anschließend ausländische Arbeitskräfte die Räume.
Mit der Gründung der Stiftung Ausstellungs- und Begegnungsstätte Wiedenbrücker Schule im Dezember 2005 begann das Museumsprojekt; bis Ende 2008 wurde die Werkstatt umfassend umgebaut, im November 2008 zog das Museum ein. Die Ausstellung widmet sich der Kunstgeschichte des Historismus und der Stadtgeschichte von Rheda-Wiedenbrück; zum Haus gehören außerdem Archive zu den Künstlern August Bücker und Anton Becker-Brockhinke. Seit Oktober 2017 leitet die Kunsthistorikerin Christiane Hoffmann das Museum.
Highlights
- Kunsthandwerk des Historismus aus den Wiedenbrücker Werkstätten
- Stadtgeschichte von Rheda-Wiedenbrück
- Ehemalige Altarbauwerkstatt von 1905 mit dem Künstlerhaus Diedrichs & Knoche
- Audioguide für Kinder mit dem Lehrjungen Josef
- Archive zu August Bücker und Anton Becker-Brockhinke
Dauerausstellungen
- Wiedenbrücker Schule – Kunsthandwerk des Historismus – Die Dauerausstellung zeigt, wie Wiedenbrücker Werkstätten im 19. und frühen 20. Jahrhundert Kirchen und Wohnräume im historistischen Stil ausstatteten.
- Stadtgeschichte Rheda-Wiedenbrück – Ein Ausstellungsteil verbindet die Regionalgeschichte Westfalens mit der Geschichte der Stadt und ihren Handwerksbetrieben.
- Gegründet
- 2008
- Träger
- Stiftung Ausstellungs- und Begegnungsstätte Wiedenbrücker Schule
- Leitung
- Christiane Hoffmann
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 5 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 2,50 €Kinder, Schüler, Studenten, Menschen mit Behinderung |
| Kinder & Jugendliche | 2,50 €bis 5 Jahre frei · Kinder bis 5 Jahre frei. |
| Gruppen (ab 15 Pers.) | 4 € p. P. |
| Familien | 10 €Ab 2 Erwachsene und 1 bis 3 Kinder. |
| Öffentliche Führung | 8 € |
| Private Führung (max. 20 Personen) | 60 €zuzüglich Eintritt |
Schulen und Kitas der Stadt Rheda-Wiedenbrück haben als Gruppe freien Eintritt; Voraussetzung ist eine gebuchte Führung.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 5 Jahre frei |
|---|---|
| Familienticket | 10 € · Ab 2 Erwachsene und 1 bis 3 Kinder. |
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kinder-Audioguide ab der 3. Klasse, Familienticket sowie museumspädagogische Angebote für Schulen und Kitas.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Rietberger Tor
Vom Bahnhof Rheda-Wiedenbrück mit der Buslinie 78 bis zur Haltestelle Rietberger Tor, direkt gegenüber der Hoetger-Gasse.
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos · 200 m zum Eingang
Kostenfreier Parkplatz „An der Reitbahn“ (Navi: An der Reitbahn 1) bzw. Parkplatz hinter dem Jahnstadion, Rietberger Straße 29; wenige Plätze direkt an der Rietberger Straße auf Höhe der Hoetger-Gasse, auch für Besucher, die nicht gut zu Fuß sind.
Mit dem Auto über die A 2, Abfahrt 23 Rheda-Wiedenbrück, und die B 64. Mit dem Rad liegt das Museum 100 m vom Kreuzungspunkt Ägidienwall/Rietberger Straße an der Emsroute; eine E-Bike-Ladestation mit vier Plätzen steht während der Öffnungszeiten bereit (Stecker selbst mitbringen, Spende erbeten).
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Audioguide | ja |
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Der Kinder-Audioguide mit dem Lehrjungen Josef (ab der 3. Klasse) funktioniert mit dem eigenen Smartphone und startet im Kassenbereich. Öffentliche Führungen zu wechselnden Themen werden bekannt gegeben und brauchen keine Anmeldung; private Führungen auch außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage. |




