
Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte
Städtische Gedenkstätte im Bayreuther Geburtshaus des Gewerkschafters, Politikers und Widerstandskämpfers Wilhelm Leuschner – Eintritt frei.
Über das Museum
Wilhelm Leuschner kam 1890 in dem Wohnhaus Moritzhöfen 25 zur Welt, absolvierte in Bayreuth eine Lehre als Holzbildhauer und trat 1907 der Gewerkschaft bei. In Darmstadt stieg er später zum Gewerkschaftsvorsitzenden, SPD-Landtagsabgeordneten und 1928 zum hessischen Innenminister auf und bekämpfte früh und öffentlich die erstarkende NSDAP. Nach 1933 wurde er inhaftiert, schloss sich dem Widerstand an und war nach einem Umsturz als Vizekanzler vorgesehen; nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wurde er verhaftet und am 29. September 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
Das denkmalgeschützte Geburtshaus, das sich in Privatbesitz befindet, wurde 2002/2003 saniert. 2003 richtete die Stadt Bayreuth darin eine Gedenkstätte ein, die heute als Außenstelle des Historischen Museums Bayreuth geführt wird. Grundlage der Ausstellung ist Leuschners Nachlass, den die 2002 gegründete Wilhelm-Leuschner-Stiftung im nahen Leuschner-Zentrum in der Herderstraße verwahrt und wissenschaftlich erschließt.
Auf Bildtafeln und mit Originalobjekten folgt die Schau Leuschners Weg von der Kindheit in Bayreuth über die politischen Jahre in Darmstadt bis zum Widerstand in Berlin. Ein kurzer Film behandelt seine KZ-Haft, ausgestellt ist zudem das Schachspiel, mit dem er sich in der Haft mit seinem Mitgefangenen Ernst Reuter beschäftigte. Die Gedenkstätte dient vor allem der historisch-politischen Bildung: Historisches Museum und Stiftung bieten Rundgänge, Projekttage für Schulklassen und Stadtführungen zum Nationalsozialismus in Bayreuth an.
Highlights
- Originales Geburtshaus Wilhelm Leuschners in Moritzhöfen
- Schachspiel aus der Haftzeit, genutzt mit Ernst Reuter
- Rund 15-minütiger Film über Leuschners KZ-Haft
- Lebensstationen in Bayreuth, Darmstadt und Berlin
- Eintritt frei
Dauerausstellungen
- Wilhelm Leuschner – Lebensweg eines Demokraten – Vier Räume mit fünf Themenabschnitten zeichnen mit Bildtafeln, Dokumenten und persönlichen Gegenständen Leuschners Leben von Bayreuth über Darmstadt bis zum Widerstand in Berlin nach, ergänzt um einen Film über seine KZ-Haft.
- Gegründet
- 2003
- Träger
- Stadt Bayreuth (Historisches Museum Bayreuth)
- Leitung
- Martina Ruppert
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Eintritt frei. Führungen und Bildungsangebote auf Anfrage über die Museumspädagogik des Historischen Museums Bayreuth bzw. die Wilhelm-Leuschner-Stiftung.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignet
Gedenkstätte zur Geschichte des Widerstands gegen den Nationalsozialismus; die Angebote richten sich vor allem an Schulklassen und Jugendliche.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Sieben Pkw-Stellplätze an der Gedenkstätte.
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Die Führung „Ein Leben für die Demokratie“ durch die Gedenkstätte dauert etwa 60 Minuten; kombiniert mit dem Stadtrundgang „Bayreuth auf dem Weg in den Nationalsozialismus“ etwa 90–120 Minuten. Buchung über die Museumspädagogik des Historischen Museums (Tel. +49 921 7640113). Auch die Wilhelm-Leuschner-Stiftung bietet Rundgänge und Projekttage für Schulklassen an. |




