
Würzburger Residenz
Barockresidenz der Würzburger Fürstbischöfe von Balthasar Neumann mit Tiepolos Treppenhausfresko und Hofgarten – UNESCO-Welterbe seit 1981.
Über das Museum
Im frühen 18. Jahrhundert verlegten die Fürstbischöfe von Würzburg ihre Hofhaltung von der Festung Marienberg in die Stadt. Am 22. Mai 1720 ließ Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn den Grundstein für eine neue Residenz legen. Die Gesamtplanung übernahm der junge Hofarchitekt Balthasar Neumann, der seine Entwürfe mit führenden Baumeistern aus Wien und Paris wie Lucas von Hildebrandt, Robert de Cotte und Germain Boffrand abstimmte. Die Hofkirche wurde 1743 geweiht, der Rohbau Ende 1744 vollendet.
Für die Ausstattung holten die Bauherren aus dem Haus Schönborn und ihre Nachfolger Künstler von europäischem Rang: Antonio Bossi schuf die Stuckaturen, der Venezianer Giovanni Battista Tiepolo malte von 1751 bis 1753 die Fresken im Kaisersaal und am Gewölbe des monumentalen Treppenhauses. Bis um 1780 kamen weitere Raumfolgen und der Hofgarten hinzu. So entstand in knapp einer Generation ein Schlossbau aus einem Guss.
Mit der Säkularisation endete das Fürstbistum; nach einem Zwischenspiel unter Großherzog Ferdinand von Toskana fiel Würzburg 1814 an Bayern. 1921 wurde die Residenz für die Öffentlichkeit als Museum geöffnet.
Beim Luftangriff vom 16. März 1945 brannte das Gebäude fast vollständig aus. Der Mittelbau mit Treppenhaus, Weißem Saal und Kaisersaal blieb jedoch weitgehend verschont, und große Teile der Einrichtung waren rechtzeitig ausgelagert worden. Der Wiederaufbau dauerte bis 1987, als das rekonstruierte Spiegelkabinett wiedereröffnet wurde. Bereits 1981 nahm die UNESCO die Residenz samt Hofgarten und Residenzplatz in die Welterbeliste auf.
Highlights
- Treppenhaus mit dem riesigen Deckenfresko von Giovanni Battista Tiepolo
- Kaisersaal mit Fresken Tiepolos und vergoldetem Stuck
- Weißer Saal mit Stuckaturen von Antonio Bossi
- Nach Kriegszerstörung rekonstruiertes Spiegelkabinett
- Hofkirche von Balthasar Neumann und Lucas von Hildebrandt (Eintritt frei)
- Barocker Hofgarten mit Formobstkultur
Dauerausstellungen
- Prunkräume der Residenz – Rundgang durch rund 40 Stilräume vom Vestibül über Treppenhaus, Weißen Saal und Kaisersaal bis zu den Kaiserzimmern, Ingelheimzimmern und dem Fürstensaal mit Möbeln, Tapisserien und Gemälden des 18. Jahrhunderts.
- Staatsgalerie in der Residenz Würzburg – Zweiggalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen im Nordflügel mit venezianischer Malerei von der Renaissance bis zu den Tiepolos.
- Gedenk- und Dokumentationsraum – Räume im Rundgang, die an die Zerstörung der Residenz im März 1945 und den jahrzehntelangen Wiederaufbau erinnern.
- Gegründet
- 1921
- Träger
- Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen
- Besucher pro Jahr
- ca. 365.601 (2025)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 10 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 9 €Personen ab 65 Jahren, Studierende, Schwerbehinderte, Gruppen ab 15 zahlenden Personen, Freiwilligendienstleistende und weitere Gruppen laut Tarifordnung der Bayerischen Schlösserverwaltung |
| Kinder & Jugendliche | freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr frei; Kinder unter 14 Jahren nur in Begleitung Erwachsener. |
| Seniorinnen & Senioren | 9 €Ermäßigung ab 65 Jahren (Personalausweis). |
| Menschen mit Behinderung | 9 €Begleitperson frei · Ermäßigt gegen Schwerbehindertenausweis; Begleitperson frei, wenn im Ausweis eingetragen. |
| Studierende & Azubis | 9 €Ermäßigt mit Studierendenausweis; Studierende der Kunst/Kunstgeschichte sowie Schüler*innen über 18 an allgemeinbildenden Schulen frei. |
| Gruppen (ab 15 Pers.) | 9 € p. P.Ermäßigter Tarif ab 15 zahlenden Personen; Reisegruppen ab 15 Personen bitte sechs Werktage vorher per E-Mail anmelden. Schulklassen und Kindergruppen nur mit gebuchter Führung. Nur von Congress Tourismus Würzburg zertifizierte Gästeführer*innen zugelassen. |
| Familien | –Kein Familienticket für den Einzelbesuch; Familien-/Partner-Jahreskarte der Schlösserverwaltung 100 €. |
Preise 2026. Hofkirche und Hofgarten kostenlos. Die Eintrittskarte schließt die Teilnahme an einer Schlossführung (bis 45 Minuten) ein. Private Themenführungen für Gruppen 100 € Honorar zzgl. Eintritt (Fremdsprachenzuschlag 10 €). Jahreskarte 55 € (Familie/Partner 100 €), 14-Tage-Mehrtagesticket 40 € (80 €).
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote
- Führungen in Gebärdensprache
- Angebote in Leichter Sprache
- Audiodeskription: keine Angabe
Zugang zur Kasse über Rampe (9,3 %), historische Eingangstür manuell zu öffnen. Alle wichtigen Bereiche per Aufzug (130 × 120 cm) stufenlos, Türen mindestens 90 cm. Drei Behindertenparkplätze direkt vor der Residenz (ca. 100 m, Kopfsteinpflaster), Behinderten-WC im Erdgeschoss bei den Schließfächern. Hofkirche stufenlos über Rampe im 2. Innenhof; Hofgarten über mehrere Tore barrierefrei, Wege zur oberen Promenade steiler als 6 %. Tastmodell der Residenz neben dem Hofgarteneingang. Buchbare Führungen in Deutscher Gebärdensprache und in vereinfachter Sprache. Kein Blindenleitsystem, kein Audioguide, keine Induktionsschleife. Assistenzhunde möglich (Erfahrungsbericht auf der offiziellen Website), andere Tiere nicht erlaubt.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 17 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Kinderwagenfreundlich
Eigene Kinderwagen dürfen nicht in die Ausstellungsräume, dafür gibt es kostenlose Leih-Buggys. Buchbare Kinderführungen „Kunst-ZOO“ (3–6 Jahre, ca. 60 Min.) und „Willkommen am Hofe!“ (ab 5 Jahren, bis 90 Min.), dazu Familien- und Ferienaktionen sowie Programme für Kitas und Schulen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Residenz
Tram 1, 3 oder 5 ab Hauptbahnhof bis „Dom“; Bus 9 ab Juliuspromenade bis „Residenz“; Bus 6 und 16 ab Juliuspromenade bzw. 12, 14, 20 und 28 ab Busbahnhof bis „Mainfranken Theater“. Vom Hauptbahnhof ca. 20 Minuten zu Fuß.
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
300 gebührenpflichtige Pkw-Stellplätze vor der Residenz; 15 Busstellplätze in der nahen Husarenstraße.
- Behindertenparkplatz
Service & Gastronomie
- Café: nicht vorhanden
- Restaurant: nicht vorhanden
- Museumsshop
- Schließfächer
- WLAN
Die Pachtgaststätte ist derzeit geschlossen und soll neu verpachtet werden. Museumsshop vorhanden. Kostenlose Schließfächer (1 € Pfand) für Taschen ab 35 × 30 × 12 cm und Rucksäcke. Kostenloses WLAN u. a. im Museumsshop, Fürstensaal, Gartensaal und in Teilen des Hofgartens.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Firmenveranstaltungen
- Hochzeiten / Trauungen
Bis zu 450 Personen.
Über die Bayerische Schlösserverwaltung mietbar: Gartensaal (bis 450 stehend, 200 Bankett; Mitte Mai bis Mitte Oktober, nur außerhalb der Öffnungszeiten), Kaisersaal (400; Mitte Mai bis Anfang September, abends), Weißer Saal (324, nur Konzerte im Sommer), Fürstensaal (bis 200, ganzjährig), Erdgeschoss-Vestibül (Stehempfang 300, nur zusammen mit einem Saal) und Hofkirche (bis 160; Konzerte, katholische/ökumenische Trauungen nur samstags). Geeignet für Konzerte, Vorträge, Festakte, Empfänge und Bankette; keine Hochzeitsfeiern, Bälle oder Tanzveranstaltungen in den Sälen.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Audioguide | nein |
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Private Foto- und Videoaufnahmen in geringem Umfang erlaubt (ohne Blitz, Stativ, Selfiestick); während Führungen nicht gestattet; Drohnen nur mit Genehmigung, Hochzeitsshootings nur im Außenbereich |





