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Kloster Mariensee in Neustadt am Rübenberge
Foto: losch · Attribution · Wikimedia Commons

Kloster Mariensee

Evangelisches Frauenkloster mit Klostermuseum, gotischer Backsteinkirche und historischen Gärten in Mariensee bei Neustadt am Rübenberge.

ÖffnungszeitenEintritt ab 5 €

Aktuelle Ausstellungen

ab 12. April 2026

Resonare

Textilkunst von Marie Katharina Fischer aus dem Wendland: pflanzengefärbte Stoffe, die Licht und Formensprache der Zisterzienserarchitektur aufgreifen.

Sonderausstellung

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Das Klostermuseum zeigt das Gebetbuch der Äbtissin Odilie von Ahlden aus dem Jahr 1522 im Original und erläutert seine Inhalte.

Über das Museum

Graf Bernhard II. von Wölpe stiftete das Kloster um 1213/14 für Zisterzienserinnen; das lange genannte Gründungsjahr 1207 geht nach heutigem Forschungsstand auf einen Schreibfehler in einer Urkunde von 1227 zurück. Die Nonnen lebten in strenger Klausur und bewirtschafteten umfangreichen Grundbesitz. Aus der Frühzeit stammt die schlichte Backsteinkirche, deren drei Joche um die Mitte des 13. Jahrhunderts entstanden; das westliche Joch kam im frühen 14. Jahrhundert hinzu.

In der Reformation wurde Mariensee 1543 nicht aufgehoben, sondern als evangelisches Frauenkloster fortgeführt – ein Weg, den Herzogin Elisabeth von Calenberg vielen Klöstern der Region ebnete. Nach einem Großbrand 1720 entstand 1726 bis 1729 das heutige Konventsgebäude als barocke Vierflügelanlage. 1748 wurde in Mariensee der Dichter Ludwig Christoph Heinrich Hölty geboren, an den eine kleine Ausstellung erinnert.

Das Kloster gehört zu den fünf Calenberger Klöstern und wird von der Klosterkammer Hannover im Rahmen des Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds verwaltet. Bis heute lebt hier ein kleiner evangelischer Konvent unter Leitung einer Äbtissin. Seit 2007 dokumentiert das Klostermuseum das Leben in den evangelischen Frauenklöstern Niedersachsens vom Mittelalter bis in die Gegenwart; Sonderausstellungen widmen sich etwa dem Gebetbuch der Äbtissin Odilie von Ahlden von 1522. Der Konvent pflegt klösterliche Handwerkstechniken wie den Klosterstich und die Kalligrafie, bietet Konzerte, Seminare und Einkehrtage an und hält die nach barockem Vorbild angelegten Gärten mit Kräuterbeeten offen.

Highlights

  • Gotische Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert
  • Barocke Vierflügelanlage von 1726–1729 mit Kreuzgang
  • Klostermuseum zum Leben in evangelischen Frauenklöstern
  • Gebetbuch der Äbtissin Odilie von Ahlden von 1522 im Original
  • Historische Klostergärten mit Kräutergärten
  • Ausstellung zum Dichter Ludwig Christoph Heinrich Hölty

Dauerausstellungen

  • Klostermuseum – Installationen, Exponate und Tafeln führen durch das Leben in norddeutschen Frauenklöstern vom Mittelalter über Reformation und 19. Jahrhundert bis heute, mit Hörstationen zu Texten und Musik.
  • Unter einem Dach – Kunst im Kloster – Werke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler aus Fotografie, Grafik, Malerei und Skulptur treten im Kreuzgang und im Museum unter dem Klosterdach in Dialog mit den historischen Räumen.
Gegründet
2007
Träger
Klosterkammer Hannover (Allgemeiner Hannoverscher Klosterfonds)
Leitung
Äbtissin Bärbel Görcke

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Erwachsene5 €
Gruppen–Gruppenführungen nach Absprache.

5 € pro Person für die offene Führung (Stand 2025), der Museumsbesuch ist darin enthalten. Zum Internationalen Museumstag Eintritt und Führungen im Museum kostenlos.

Barrierefreiheit

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Kinder & Familie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Mariensee Kloster

Regionalexpress oder S-Bahn von Hannover Richtung Bremen bis Neustadt am Rübenberge, weiter mit Regiobus 850 bis Haltestelle „Mariensee Kloster“; abends und am Wochenende Rufbus, teils nur mit telefonischer Anmeldung.

Mit dem Auto

Parkplatz vorhanden

Parkplatz direkt hinter der Klosterkirche.

Mit dem Auto über die A 2 (Abfahrt Herrenhausen) und die B 6 bis Neustadt, dann Richtung Mandelsloh über Empede nach Mariensee.

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Service & Gastronomie

  • Café: nicht vorhanden
  • Restaurant: nicht vorhanden

Keine eigene Gastronomie; Bewirtung im Dorfladen Mariensee und im Sommer im Eiscafé an der Höltystraße. Lesestube während der Bürozeiten.

Veranstaltungen & Vermietung

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

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Führungenja
HinweiseAnmeldung nur für größere Gruppen nötig. Themenführungen für Gruppen: Klostergeschichte mit Texten und Gesängen (max. 15 Personen), Frauenort Äbtissin Odilie, Klostergarten. Die Hölty-Ausstellung im oberen Torbereich ist nach Absprache zugänglich. Dazu Konzerte, Seminare (Klosterstich, Kalligrafie) und Einkehrtage laut Jahresprogramm.

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