
Zollmuseum Habkirchen
Kleines Museum im ehemaligen Zollamt an der Grenze zu Frankreich: 300 Jahre Zollgeschichte zwischen Habkirchen und Frauenberg, Eintritt frei.
Über das Museum
Eingerichtet hat das Museum 1993 der pensionierte Zollbeamte Manfred Nagel – in dem Jahr, in dem die Zollkontrollen an den Binnengrenzen der Europäischen Union entfielen. Es liegt im früheren Zollamtsgebäude an der Europäischen Freundschaftsbrücke über die Blies, direkt an der Grenze zwischen dem saarländischen Habkirchen und dem lothringischen Frauenberg. In diesen Räumen arbeitete von 1959 bis 1964 ein deutsch-französisches Gemeinschaftszollamt.
Die Ausstellung zeichnet die Zollgeschichte des Grenzorts vom frühen 18. Jahrhundert an nach, als hier eine Handelsstraße von Blieskastel Richtung Metz und Paris die Blies querte. Urkunden, Steckbriefe und Warnungen vor Falschgeld stammen aus dieser Zeit; ein bayerisches Grenzschild erinnert an das Königlich Bayerische Nebenzollamt nach 1816, weitere Stücke an die Reichszollverwaltung nach 1871 und 1935. Viel beachtet ist die Kopie des Reisepasses von Karl Marx, der 1848 über Habkirchen einreiste.
Lebensgroße Figuren in Originaluniformen, Arbeitsgeräte und Fotos zeigen den Alltag der Zöllner bis 1993; eine Abteilung widmet sich der heutigen Arbeit des Zolls – von Produktpiraterie über Drogen- und Zigarettenschmuggel bis zum Artenschutz. Ergänzt wird die Sammlung durch Ausrüstung von DDR-Grenzzöllnern und ein Stück der Berliner Mauer. Betreut wird das Museum ehrenamtlich; jährlich kommen nach eigenen Angaben 1.500 bis 2.000 Gäste.
Highlights
- Kopie des Reisepasses von Karl Marx mit Stempel des Zollamts Habkirchen (1848)
- Bayerisches Grenzschild aus der Zeit um 1820
- Lebensgroße Figuren in historischen Zolluniformen
- Beschlagnahmte Schmuggelware und Produktfälschungen
- DDR-Grenzabteilung mit Originalmauerstück
Dauerausstellungen
- Zollgeschichte an der deutsch-französischen Grenze – Dokumente, Grenzschilder, Uniformen und Arbeitsgeräte erzählen von drei Jahrhunderten Grenz- und Zollalltag zwischen Habkirchen und Frauenberg und von den Aufgaben des Zolls heute.
- Gegründet
- 1993
- Träger
- Heimat- und Geschichtsverein Mandelbach-Habkirchen (ehrenamtlich)
- Leitung
- Franz-Josef Fries
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Eintritt und Führungen kostenlos.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Direkt an der Deutsch-Französischen Freundschaftsbrücke.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
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Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Kostenlose Führungen durch ehrenamtliche Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins, auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Anmeldung. Zum Internationalen Museumstag 2026 gab es eine Tastführung für blinde und sehbehinderte Menschen. |





