Der Förderverein zeigt, wie sich die Reiselust in beiden deutschen Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte; zu sehen sind u. a. Luftmatratzen, Badekappen und Tonbandgeräte. Seit Anfang Juni 2026.
Über das Museum
Das Zweiländermuseum Rodachtal ist seit 2009 in den Kemenaten von Streufdorf untergebracht, historischen Gebäuden einer mittelalterlichen Kirchenwehranlage direkt neben der Dorfkirche. Träger ist die Gemeinde Straufhain; ein Förderverein unterstützt die Museumsarbeit und die Bildungsangebote.
Der Name verweist auf die frühere Grenzlage: Das Rodachtal liegt zwischen Thüringen und Franken, an einer Grenze, die vier Jahrzehnte lang Ost und West trennte. Das Museum erzählt die Geschichte dieser Region im 20. Jahrhundert aus Sicht der Menschen in den Dörfern und kleinen Städten – vom ländlichen Leben um 1900 über den Ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik und die NS-Zeit bis zur deutschen Teilung und der Grenzöffnung 1989.
Der Rundgang ist nach Epochen gegliedert, die durch unterschiedliche Farben im Haus erkennbar sind. Bilder, Erläuterungen, Filme und Exponate vermitteln die Themen; ein Grenzmodell zeigt, wie die Sperranlagen zwischen 1952 und 1989 ausgebaut wurden. Ergänzend führt eine Außenroute mit zwölf Stationen zu Schauplätzen der Teilung entlang der ehemaligen Grenze, etwa zu Grenzübergängen, zum Grenz- und Signalzaun und zur „Aktion Ungeziefer“ von 1952.
Highlights
Rundgang durch das 20. Jahrhundert im Rodachtal
Grenzmodell zum Ausbau der Sperranlagen 1952–1989
Themenbereiche zu Leben im Sperrgebiet und Friedlicher Revolution
Außenroute mit zwölf Stationen entlang der ehemaligen Grenze
Historische Kemenaten neben der Kirchenwehranlage
Dauerausstellungen
Ein kurzes Jahrhundert – Vom Kaiserreich über Leben auf dem Land, Kindheit und Bildung, Industrialisierung und Ersten Weltkrieg bis zur Weimarer Republik.
Das Dritte Reich – Nationalsozialistische Diktatur, Verfolgung und Widerstand sowie der Zweite Weltkrieg in der Region.
Ein Volk – ein Land – 40 Jahre geteilt – Grenze, Leben im Sperrgebiet und „Aktion Ungeziefer“, mit einem Grenzmodell von 1952 bis 1989 und dem Blick auf die Grenzöffnung 1989.
Gegründet
2009
Träger
Gemeinde Straufhain
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
2,50 €
Ermäßigt
1,50 €Kinder von 6 bis 18 Jahren, Menschen mit Behinderung, Studierende und Auszubildende
Kinder & Jugendliche
1,50 €bis 5 Jahre frei · Kinder von 6 bis 18 Jahren zahlen den ermäßigten Preis.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung aufgeführt.
Menschen mit Behinderung
1,50 €Menschen mit Behinderung zahlen den ermäßigten Preis.
Studierende & Azubis
1,50 €Studierende und Auszubildende zahlen den ermäßigten Preis.
Gruppen (ab 15 Pers.)
2 € p. P.Gruppen ab 15 Personen 2 € pro Person; Führung 25 € zuzüglich Eintritt (ca. 1 Stunde).
Familien
6 €2 Erwachsene mit Kindern ab 6 Jahren.
Bildungsbaustein für Schulklassen (2 Stunden)
2,50 €pro Schüler:in
Freier Eintritt für Kinder bis 5 Jahre, Mitglieder des Fördervereins und die Presse.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Das Museum gilt als barrierearm.
Kinder & Familie
Eintritt Kinder
bis 5 Jahre frei
Familienticket
6 € · 2 Erwachsene mit Kindern ab 6 Jahren.
Familienkarte für 2 Erwachsene mit Kindern ab 6 Jahren; Bildungsbausteine für Schulklassen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Die nächste ÖPNV-Haltestelle liegt rund 400 m entfernt.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Das Museum befindet sich in den historischen Kemenaten unmittelbar neben der Streufdorfer Kirche.