Síldarminjasafn Íslands
Síldarminjasafn Íslands in Siglufjörður zeigt die Geschichte der Heringsjahre in einer Salzstation, einer Fischmehlfabrik und einem Bootshaus; 2004 wurde es zum besten neuen Industriemuseum Europas gewählt.
Nur einzelne Bereiche vorlesen lassen
Über das Museum
Die Anfänge des Síldarminjasafn Íslands gehen auf das Jahr 1957 zurück, als der Stadtrat von Siglufjörður einen Vorstand wählte, der ein Heimatmuseum gründen sollte. Eine neue Sammlung begann 1977, und 1989 gründeten Enthusiasten den Verein Félag áhugamanna um minjasafn (FÁUM), um ein Heringsmuseum aufzubauen. Der Verein eröffnete 1991 die erste Ausstellung über die Heringsjahre und übernahm die Besitztümer des Heimatmuseumsvorstands, darunter den Róaldsbrakki.
Der Róaldsbrakki ist ein norwegisches Heringshaus, das Ole Tynes 1906–1907 für Olaf Roald aus Ålesund errichtete. Das Gebäude wurde 1977 unter Schutz gestellt, 1990–1996 wiederaufgebaut und am 9. Juli 1994 als Museumsgebäude eingeweiht. Später kamen die Grána hinzu, ein Fischmehlhaus, das 1999–2000 größtenteils aus dem Holz der alten Fabrik Beinir errichtet wurde, das Bátahúsið (2003–2004) und der Slippurinn (Werft), den das Museum 2012 erwarb.
Das Museum hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Isländischen Museumspreis (Íslensku safnaverðlaunin) 2000 und den Europäischen Museumspreis (Michelettiverðlaunin) 2004, als es zum besten neuen Industriemuseum Europas gewählt wurde. Im Jahr 2023 besuchten rund 35.000 Gäste das Museum.
Highlights
- Róaldsbrakki, norwegisches Heringshaus mit Salzstation und Wohnräumen der Heringsmädchen
- Grána, Fischmehlhaus mit Maschinen und Geräten einer Heringsfabrik
- Bátahúsið mit Heringsschiffen und Booten am Kai
- Slippurinn, Werkstatt und Ausstellung zum Bootsbau
- Salzungsvorführungen mit Heringsmädchen im Sommer
Dauerausstellungen
- Róaldsbrakki – Norwegisches Heringshaus mit einer Ausstellung über die Heringssalzung, den Einfluss der Norweger auf den Heringsfang, die Heringsplätze des Landes und die Wohnräume der Heringsmädchen in den oberen Etagen.
- Grána – Fischmehlhaus mit Maschinen und Geräten, die die isländische Heringsfabrik von 1935–1945 zeigen, sowie den Produktionsprozess von Hering zu Tran und Mehl.
- Bátahúsið – Nachgebildete Atmosphäre des Heringshafens um 1950–1955 mit Heringsschiffen und Booten an den Kais, einem Fischereiausrüstungsladen und alten Filmen.
- Gegründet
- 1994
- Besucher pro Jahr
- ca. 35.000 (2023)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 2.400 ISK |
|---|---|
| Ermäßigt | 1.300 ISKRentner |
| Seniorinnen & Senioren | 1.300 ISKRentner |
Schulklassen auf organisierten Lernreisen erhalten nach dem Museumsgesetz freien Eintritt.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Die jüngsten Schulkinder erhalten eine Erzählstunde in der Kajüte des Bootes Týr, und ältere Grundschulkinder gehen auf eine Rätselrallye im Bátahúsið.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Der Strætó-Bus Linie 78 verkehrt zwischen Akureyri und Siglufjörður (77 km); laut Museum täglich außer samstags.
Siglufjörður und Ólafsfjörður bilden zusammen die Gemeinde Fjallabyggð auf der Halbinsel Tröllaskagi; die Strecke führt durch Tunnel, darunter die Héðinsfjarðargöng.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Angebote für Schulen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Salzungsvorführungen mit Heringsmädchen finden im Sommer statt, vor allem für gebuchte Reisegruppen. Das Museum empfängt Schulklassen aller Schulstufen. |