
Museum Bussemakerhuis
Museum im 18.-Jahrhundert-Haus eines Leinenhändlers in Borne über die Anfänge der Twenter Textilindustrie, Fabrikeurs und Mennoniten.
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Über das Museum
Das Bussemakerhuis entstand 1655 als Wohn- und Handelshaus und erhielt seine heutige Gestalt 1779, als der Leinenhändler und Mennonit Jan Bussemaker es mit seiner Frau Trijntje Hulshoff umbauen ließ. Ihm gehört der markante Giebel mit Klauwstukken, die Figuren eines Delfins, einer Mondsichel und eines Granatapfels tragen. Von hier aus versorgte der „Fabrikeur“ Bussemaker die Twenter Heimweber mit Garn, kaufte ihr Leinen auf und verkaufte es in Holland weiter. Als Zwischenhändler zwischen Bauernwebern und Markt war er eine Schlüsselfigur der Anfänge der Twenter Textilindustrie, die um 1675 in Borne ihren ersten Mittelpunkt hatte.
Nachdem die letzten Bussemakers das Haus 1882 verlassen hatten, wurde es lange vermietet. 1959 gründete sich die Stiftung Bussemakerhuis, um das Gebäude vor dem Abriss zu bewahren. Seit 1993 ist das Haus für Besucher geöffnet, seit 2002 ist es ein registriertes Museum. Es gilt als das einzige erhaltene und für Besucher zugängliche Leinenhandelshaus der Niederlande, das noch weitgehend im Originalzustand ist; sogar die Hebeanlage, mit der das Leinen auf den Dachboden gezogen wurde, ist noch zu sehen.
Die Dauerausstellung kreist um die Themen Leinen, Fabrikeurs, Mennoniten und den Textilfabrikanten Salomon Jacob Spanjaard. Hinzu kommen zwei Wechselausstellungen pro Jahr mit aktuellen Bezügen. Das Haus bietet außerdem Führungen, Spaziergänge durch Oud Borne, Webworkshops und Programme für Grundschulen aus Borne.
Highlights
- Einziges erhaltenes und zugängliches Leinenhandelshaus der Niederlande
- Giebelfassade mit Klauwstukken (Delfin, Mond, Granatapfel)
- Originale Hebeanlage für Leinen unter dem Dach
- Dauerausstellung zu Leinen, Fabrikeurs, Mennoniten und Spanjaard
- Garten mit Obstwiese und Gartenzimmer; Rundgänge durch Oud Borne
Dauerausstellung
- Leinen, Fabrikeurs, Mennoniten und Spanjaard – Die Dauerausstellung erzählt, wie in Borne ab 1675 der Leinenhandel zum Ausgangspunkt der Twenter Textilindustrie wurde und wie ein Fabrikeur und die Mennoniten lebten.
- Gegründet
- 1993
- Träger
- Stichting Bussemakerhuis
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 9 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | freibis 12 Jahre frei · Kinder bis einschließlich 12 Jahre frei. |
Frei mit Museumkaart sowie für Freunde des Museums und Mitglieder der Heemkundevereniging Borne.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Wegen des Denkmalstatus sind Schwellen und Treppchen erhalten; nicht alle Räume sind für Rollstuhl oder Rollator zugänglich. Nach vorheriger Anmeldung (Telefon) kann man das Haus über die Rückseite betreten.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Vom NS-Bahnhof Borne etwa 15 Minuten zu Fuß; ein Haltepunkt der FlexRRReis Borne liegt in der Nähe.
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos
In Oud Borne gibt es nur wenige Parkplätze, in der näheren Umgebung kann man aber kostenlos parken. Im Zentrum von Borne sind ausreichend Plätze vorhanden (Parkscheibe nötig).
Ennekerdijk 11, im alten Kern von Borne.
Route planenService & Gastronomie
Bei Veranstaltungen und Gruppenbesuchen gibt es Getränke und Hapjes im Gartenzimmer und im Garten; Fahrradladepunkt kostenlos für Besucher.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Firmenveranstaltungen
- Hochzeiten / Trauungen
Bis zu 15 Personen.
Das helle Gartenzimmer fasst etwa 15 Personen (Beamer, Bildschirm, Flipchart, auf Wunsch Catering); Garten und Obstwiese eignen sich für größere kleine Feiern, aber keine Veranstaltungen mit verstärkter Musik. Trauungen im Gartenzimmer möglich.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen durch das Museum sind möglich; zusätzlich bietet die Stichting Gidsen Oud Borne etwa 90-minütige Rundgänge durch Oud Borne (ganzjährig buchbar, Start oder Ende am Museum). Vier Lernprogramme für die Grundschulen aus Borne (Gruppen 1–8). Webworkshops auf Anfrage. |



