
Hofje van Mevrouw Van Aerden
Bewohnter Armenhof von 1772 an der Linge in Leerdam mit historischen Gärten, Stijlhuisje um 1900 und einer Gemäldesammlung des 17. Jahrhunderts.
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Über das Museum
Die wohlhabende Witwe Maria Ponderus (1672–1764) verfügte testamentarisch, einen Teil ihres Vermögens in ein Hofje für bedürftige Frauen aus ihrer eigenen und der Familie ihres verstorbenen Mannes zu stecken, des Haager Notars Pieter van Aerden. Als sie starb, lebten die möglichen Begünstigten jedoch nicht mehr in Den Haag, sondern rund um Leerdam; dorthin wurde die Stiftung deshalb gelegt. Die Anlage entstand zwischen 1770 und 1772 im klassizistischen holländischen Stil auf dem Gelände der Burg von Leerdam, die 1574 von spanischen Truppen zerschossen worden war und fast zwei Jahrhunderte als Ruine lag. Das Grundstück gehörte zuvor Statthalter Wilhelm V.
Ursprünglich bestand das Hofje aus zwölf Häuschen mit gemeinsamer Küche und Toilettengebäude; geheizt wurde mit Torf. Im 20. Jahrhundert verfiel die Anlage, bis eine große Restaurierung in den Jahren 1974 bis 1976 sie knapp vor dem Abriss bewahrte, wobei einige der ursprünglichen Häuschen verschwanden. Fast ein halbes Jahrhundert war die Gemeinde Mieterin des Komplexes. Heute trägt sich das Hofje ohne Subventionen selbst und wird weitgehend von Freiwilligen betrieben.
Zehn Häuschen sind weiterhin an alleinstehende Frauen vermietet, so wie es das Testament verlangt; das Hofje gilt deshalb als lebendiges Denkmal. Im Regentenhaus hängt eine Sammlung von 42 Gemälden des 17. Jahrhunderts, die Pieter van Aerden zusammengetragen hatte, darunter Porträts sowie Landschaften, Marinebilder und Stillleben, unter anderem von Frans Hals und Pieter Claesz. Dazu kommt Amsterdamer Miniatursilber aus dem 18. Jahrhundert. Das Regentenhaus ist derzeit für Besucher geschlossen; zugänglich sind in der Saison der französische Innenhof, der Nutzgarten am Fluss und das eingerichtete Stijlhuisje.
Highlights
- Klassizistisches Rijksmonument von 1772 am Ufer der Linge
- Französischer Innenhof und Nutzgarten mit Obstbäumen, Gemüse und Kräutern
- Stijlhuisje: ein Häuschen, eingerichtet wie zur Zeit um 1900
- Reste der 1574 zerstörten Burg von Leerdam im Boden des Gartens
- Gemäldesammlung des 17. Jahrhunderts im Regentenhaus (derzeit nicht zu besichtigen)
Dauerausstellung
- Stijlhuisje – Wohnen um 1900 – Ein authentisch eingerichtetes Häuschen zeigt mit Bettnische, Öllampen und Torfheizung, wie die Bewohnerinnen um 1900 lebten.
- Gegründet
- 1764
- Träger
- Stichting Familie Vrouwenhofje
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Führung durch Innenhof und Stijlhuisje (45 Min.) | 5 €Pro Person; online auf der Besuchsseite buchbar. |
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Ein Eintrittspreis für den Besuch der Gärten ohne Führung wird auf der Website nicht genannt. Die Gemäldesammlung im Regentenhaus ist derzeit nicht zu besichtigen.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Leerdam (NS-Bahnhof) · 8 Min. zu Fuß
Vom NS-Bahnhof Leerdam etwa 8 Minuten zu Fuß.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Kostenlos: P+R am NS-Bahnhof (Stationsweg) und an der Tiendweg, jeweils rund 8 Minuten zu Fuß. Gebührenpflichtig: Westwal (1,10 € pro Stunde), rund 2 Minuten zu Fuß.
Service & Gastronomie
- Café
- Museumsshop
Besucherraum mit Kaffee, Tee und Apfelsaft sowie Produkten aus dem eigenen Garten und von ausgewählten Herstellern; geöffnet zu den Zeiten des Gartens. Online-Shop mit Büchern zum Hofje.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Firmenveranstaltungen
- Hochzeiten / Trauungen
Bis zu 70 Personen.
Mariazaal und Lingezaal im Regentenhaus für 60 bis 70 Personen, auch in Verbindung mit dem Garten; für Feiern, Trauungen, Empfänge, Tagungen und Abschiedsfeiern.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 45 Min. |
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| Hinweise | Führungen durch Innenhof und Stijlhuisje für 5 € pro Person, online buchbar; Gruppenführungen nach Absprache. Die Bewohnerinnen leben im Hofje, daher bitte Rücksicht auf ihre Privatsphäre nehmen. Auf der Website gibt es einen virtuellen Rundgang. |




