Jubiläumsausstellung in acht Stationen mit Einführungsfilm, Leihgaben aus Familienbesitz, der Donjonmauer im Keller und neuen Werken von Bouke de Vries, Josua Wechsler und Sophie Steengracht; Ende nicht angegeben.
Über das Museum
Duivenvoorde wird 1226 erstmals als „Duvenvoirt“ erwähnt. Damals stand hier ein einfacher quadratischer Wohnturm, ein Donjon, dessen Mauerreste im Keller bis heute erhalten sind. Das Gut ging stets durch Erbfolge weiter und wurde nie verkauft – zunächst im Besitz der Familie Van Wassenaer, später der Steengracht und der Schimmelpenninck van der Oye.
Seine heutige Gestalt erhielt das Schloss 1631 unter Johan van Wassenaer. 1717 wurde der Südflügel dem Nordflügel angeglichen und die Marotzaal eingerichtet, ein vermutlich von Daniel Marot entworfener Prunksaal im Stil Ludwigs XIV. mit lebensgroßen Porträts der Eigentümergenerationen. Mitte des 19. Jahrhunderts ersetzte Jan David Zocher jr. den französischen Barockgarten durch einen englischen Landschaftspark, den die Stiftung seit 2007 nach Plänen von Michael van Gessel wiederherstellen ließ.
1960 übertrug die letzte Eigentümerin, Baronin Ludolphine Henriette Schimmelpenninck van der Oye, Schloss und Inventar einer Stiftung. Nach einer Restaurierung durch den Architekten Elias Canneman, der den Bau weitgehend auf den Zustand von 1631 und 1717 zurückführte, öffnete 1963 das Museum. Gezeigt wird die über Generationen gewachsene Familiensammlung mit mehr als 150 Porträts, Möbeln, Porzellan, Silber und Kostümen in Räumen wie der Blauen Logierkammer und dem Türkischen Zimmer. Zum rund 260 Hektar großen Landgut gehören 22 Baudenkmäler; 2026 feiert Duivenvoorde sein 800-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumsausstellung.
Highlights
Marotzaal im Stil Ludwigs XIV. mit lebensgroßen Familienporträts
Familiensammlung mit über 150 Porträts, Möbeln, Porzellan und Silber
Mauerreste des Donjons aus dem 13. Jahrhundert im Keller
Englischer Landschaftspark nach Entwurf von Jan David Zocher jr.
Jubiläumsausstellung „800 jaar Duivenvoorde“ (2026)
Dauerausstellungen
Kasteelinterieur en familiecollectie – Historische Räume wie Marotzaal, Blaue Logierkammer und Türkisches Zimmer mit der über 27 Eigentümergenerationen gewachsenen Familiensammlung.
Gegründet
1963
Träger
Stichting Duivenvoorde
Leitung
Hester Taverne-Strick van Linschoten
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
16,50 €
Kinder & Jugendliche
8,25 €bis 4 Jahre frei · Bis einschließlich 4 Jahre frei, 5 bis 17 Jahre 8,25 €; bei Führungen Kinder bis 6 Jahre frei, 7 bis 17 Jahre 8,25 €.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung genannt.
Studierende & Azubis
–Keine Studierendenermäßigung genannt.
Gruppen (ab 10 Pers.)
–Gruppen über 10 Personen vorab per E-Mail anmelden; exklusive Gruppenführungen (auch außerhalb der Öffnungszeiten) zum Preis regulärer Führungstickets, Ermäßigungskarten gelten dabei nicht.
Führung mit Guide (Erwachsene)
16,50 €Feste Startzeiten (z. B. 11:30 und 14:30 Uhr); Kinder 7–17 Jahre 8,25 €; mit Museumkaart, ICOM-Karte oder Vriendenpas 13,50 €, mit Rembrandtkaart 5 €.
Wandelticket Park
1,50 €Nur Park; im Museumsticket enthalten.
Parken (pro Tag)
5 €Für Vrienden van Duivenvoorde frei.
Museumsticket inkl. Audiotour und Park, den ganzen Tag gültig. Mit Museumkaart frei, ebenso mit Rembrandtkaart, ICOM-Karte und Vriendenpas (bei Führungen Aufpreis); eine Museumkaart kann vor Ort nicht gekauft werden. Tickets online oder an der Kasse im Landgutladen, nur Kartenzahlung. Am Open Monumentendag ermäßigter Tarif.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: nicht vorhanden
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Im Schloss sind nur die Räume im Erdgeschoss (Voorhuis, Große Speisezimmer, Marotzaal) für Rollstuhlnutzer zugänglich, sonst viele Treppen. Kein Behinderten-WC im Schloss, wohl aber im Restaurant Paviljoen Duivenvoorde. Der Park hat befestigte, rollstuhlgerechte Wege. Blinden- und zertifizierte Assistenzhunde erlaubt, andere Hunde auf dem Landgut nicht.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 4 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kinderwagenfreundlich: nicht vorhanden
Spielplatz / Spielecke
Familien-Audiotour für Kinder ab 6 Jahren; für Führungen empfiehlt das Haus ein Mindestalter von 7 Jahren. Kinderwagen und Buggys sind im Schloss wegen enger Durchgänge und Treppen nicht erlaubt. Im Jubiläumsjahr Kindertheater „Het Spook van Annabel“ (4–10 Jahre), Naturspielgeräte in der Leidsche Tuin beim Paviljoen und ein Erlebnispfad für Kinder („800-stappenpad“) im Park; im November Sinterklaas-Vorstellungen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Kniplaan
Buslinie 45 (Den Haag CS – Leiden CS) und 46 (Den Haag CS – Voorschoten Centrum) bis Haltestelle Kniplaan in Voorschoten, direkt an der Einfahrt zum Landgut.
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
Eigener Parkplatz am Ende der Auffahrt rechts, 5 € pro Tag (online, per QR-Code oder am Automaten bei der Brücke zum Park). Kostenlose Fahrradabstellanlage auf dem Parkplatz.
Radfahren auf dem Landgut nicht erlaubt; Donkey-Republic-Leihräder können während der Öffnungszeiten in der Fahrradabstellanlage abgestellt werden.
Restaurant Paviljoen Duivenvoorde am Park (auch Picknickkörbe für die Leidsche Tuin). Schloss- und Landgutladen in der Groene Salon mit Produkten vom Gut. Offene Garderobe; Taschen über A4 und Rucksäcke an der Rezeption abgeben – die FAQ nennt einmal wenige, einmal keine Schließfächer. Nur Kartenzahlung.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Private Feiern
Firmenveranstaltungen
Hochzeiten / Trauungen
14 Innen- und Außenräume für Tagungen, Empfänge, Dinner und Firmenfeiern, kombinierbar mit Museumsbesuch; offizieller Trauort (u. a. Marotzaal), Brautfotos auf dem Gut. Über 120 eigene Parkplätze (erweiterbar auf 300). Anfragen über sales@kasteelduivenvoorde.nl.
Besuch auf eigene Faust mit Audiotour auf dem eigenen Smartphone (auch Familien-Audiotour) oder mit Führung zu festen Zeiten; bei Führungen gilt die Uhrzeit auf dem Ticket als Startzeit. Große Taschen, Rucksäcke und bei Regen nasse Jacken müssen abgegeben werden.