
Museum Kinderdorp Neerbosch
Museum in der Weezenkapel von Neerbosch über das 1863 gegründete evangelische Waisendorf und die Geschichte der Jugendfürsorge in den Niederlanden.
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Über das Museum
Das Museum erzählt die Geschichte des Kinderdorfs Neerbosch am Rand von Nijmegen. 1863 eröffnete der 27-jährige Bibelverkäufer und Evangelist Johannes van ’t Lindenhout mit Hilfe wohlhabender Freunde ein Waisenhaus in einer alten Herberge in Nijmegen. Schon 1866 war es zu klein, und auf einem geschenkten Grundstück bei Neerbosch entstand ein selbstversorgendes Dorf, in dem 1893 fast tausend Waisen lebten. Die Kinder bauten die Gebäude mit ihren Lehrmeistern selbst und lernten Handwerke wie Klompenmacher, Schneider, Drucker, Schuhmacher, Maurer, Maler oder Möbelbauer, die Mädchen wurden zu Hausangestellten ausgebildet.
Mit den Kinderwetten von 1905, der Reform der Jugendhilfe nach dem Bericht Koekebakker von 1950 und dem Wandel zu kleineren Wohngruppen veränderte sich das Dorf. Insgesamt lebten zwischen 1863 und 2000 rund 20.000 Kinder in Neerbosch.
Das Museum begann 1962 in einem Katechisationsraum hinter der Kirche, eröffnete 1984 in der alten Schneiderei und zog 1999 in die von den Kindern gebaute Weezenkapel von 1882. Nach einem Umbau 2023/24 wurde es im Oktober 2024 unter dem Namen Museum Kinderdorp Neerbosch wiedereröffnet; zuvor hieß es Van ’t Lindenhoutmuseum. Gezeigt werden Lebensgeschichten ehemaliger Bewohner, ein großes Modell des Dorfs um 1962, Kunst- und Gebrauchsgegenstände, Werkzeug und Aussteuerkisten. Ein Archiv mit rund 7000 Kinderakten ermöglicht Einsicht für ehemalige Bewohner.
Highlights
- Lebensgeschichten von 20.000 Kindern im ehemaligen Waisendorf
- Großes Modell des Kinderdorfs um 1962
- Weezenkapel von 1882, von den Kindern selbst gebaut
- Handwerkzeug der Ausbildungswerkstätten und persönliche Aussteuerkisten
- Familienspur und Mitmachangebote für Kinder
Dauerausstellung
- Kinderdorf Neerbosch 1863–2000 – Lebensgeschichten ehemaliger Bewohner, Modell des Dorfs, Kunst- und Gebrauchsgegenstände und Werkzeug aus den Ausbildungswerkstätten in der Weezenkapel.
- Gegründet
- 1962
- Träger
- Ds G. Boerstichting
- Leitung
- Esther Bánki
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 9 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 5 €Kinder bis einschließlich 18 Jahre 5 € |
| Gruppen | –Führungen für Gruppen auf Anfrage |
Museumkaart gültig.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Das Museum ist laut Website vollständig für Rollstuhlnutzende zugänglich.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Mitmach- & Anfassstationen
Beim „Familiespoor“ folgt die Familie einer Spur mit Aufgaben und kann etwa als Drucker, Gärtner, Klompenmacher, Bäcker oder Dienstmädchen mithelfen; weitere Angebote sind Rätseljagd, Bauen, Drucken, Silberputzen und ein Gartenspiel.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Verbindungen über 9292.nl.
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos
Ausreichend kostenlose Parkplätze am Museum.
Adresse: Scherpenkampweg 58, 6545 AL Nijmegen.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1,5 Std. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Gruppenführungen (ca. 1,5 Stunden) über Sammlung, Gebäude und Umgebung auf Anfrage per E-Mail oder Telefon. Bildungsprogramme für die Grundschule (Gruppen 1–2, 3, 6 und 7–8) mit Vor- und Nachbereitung in der Klasse, 3,50 € pro Schüler. Ehemalige Bewohner können ihre persönliche Akte einsehen; der Oud-Weezendag findet regelmäßig statt. |





