
Jüdisches Museum Wien
Jüdisches Museum mit zwei Häusern in der Inneren Stadt: Palais Eskeles zur Geschichte bis heute, Judenplatz mit Ausgrabung der mittelalterlichen Synagoge.
Über das Museum
Wien besaß das weltweit erste jüdische Museum: Ein Verein jüdischer Bürger eröffnete es 1895 und sammelte vor allem Zeugnisse jüdischer Kultur aus Wien, Galizien und der übrigen Monarchie. Unmittelbar nach dem „Anschluss“ 1938 schlossen die Nationalsozialisten das Haus und verteilten die Bestände auf andere Wiener Institutionen; Teile wurden für eine antisemitische Propagandaschau missbraucht. Nur ein Teil kam nach 1945 an die Israelitische Kultusgemeinde zurück, mehr als die Hälfte gilt bis heute als verschollen.
Das heutige Jüdische Museum der Stadt Wien wurde 1988 gegründet, nachdem Bürgermeister Helmut Zilk die Initiative 1986 in New York angekündigt hatte. Nach einer ersten Ausstellung 1990 im ehemaligen Festsaal der Kultusgemeinde bezog das Museum 1993 das Palais Eskeles in der Dorotheergasse. Grundstock sind die Judaica-Sammlung von Max Berger, die Bestände der Kultusgemeinde als Dauerleihgabe sowie weitere Privatsammlungen. Nach einer Sanierung 2011 folgte 2013 die Dauerausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute“, die von der Gegenwart ausgehend die Geschichte vom Mittelalter bis zur Schoah erzählt; ein Schaudepot macht die Sammlungen zugänglich.
Seit Oktober 2000 gehört das Museum Judenplatz zum Haus. Es wurde gleichzeitig mit Rachel Whitereads Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Schoah eröffnet und zeigt die Reste der 1420/21 zerstörten mittelalterlichen Synagoge. Seit 2021 erzählt dort im Untergeschoß die Dauerausstellung „Unser Mittelalter!“ mit virtuellen Rekonstruktionen von der ersten jüdischen Gemeinde Wiens. Seit Juli 2022 leitet Barbara Staudinger das Museum.
Highlights
- Ausgrabung der mittelalterlichen Synagoge unter dem Judenplatz
- Schaudepot mit den Sammlungen des ersten Jüdischen Museums, der Kultusgemeinde und der Sammlung Berger
- Rauminstallation „The Shabbat Room“ von Maya Zack
- Virtuelle Rekonstruktion der 1421 zerstörten Synagoge
- Ein Ticket für beide Standorte, gültig sieben Tage
Dauerausstellungen
- Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute – Beginnt in der Gegenwart mit der Nachkriegsgemeinde und führt im zweiten Stock zurück durch die Wiener jüdische Geschichte vom Mittelalter bis zur Schoah; dazu gehören ein Schaudepot und eine Installation von Maya Zack.
- Unser Mittelalter! Die erste jüdische Gemeinde in Wien – Im Museum Judenplatz: Ausgrabung der 1421 zerstörten Synagoge und Topografie des mittelalterlichen jüdischen Viertels, mit virtuellen Rekonstruktionen und Stationen für Kinder.
- Gegründet
- 1988
- Träger
- Jüdisches Museum der Stadt Wien GmbH
- Leitung
- Barbara Staudinger
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 15 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 13 €Senior*innen über 65 Jahre, Personen mit Pensionist*innenausweis, Menschen mit Behindertenpass, Inhaber*innen von Vorteilskarten (u. a. Vienna City Card, Ö1 Club, EasyCityPass, Stadt Wien Vorteilsclub) |
| Kinder & Jugendliche | freibis 19 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre haben freien Eintritt. |
| Seniorinnen & Senioren | 13 ۆber 65 Jahre oder mit Pensionist*innenausweis; jeden ersten Mittwoch im Monat freier Eintritt. |
| Menschen mit Behinderung | 13 €Mit Behindertenpass |
| Studierende & Azubis | 11 €Studierende bis 27 Jahre, Präsenz- und Zivildiener |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 11 € p. P.Ab 10 Personen; Führungen 80 € pro Gruppe und Stunde (90 Minuten 120 €), Schulklassen-Workshop 40 €. |
| Öffentliche Führung | 3 €Zusätzlich zum Eintritt, max. 25 Personen |
| Jahreskarte Jüdisches Museum Wien | 39 €Ermäßigt (bis 27 Jahre, Präsenz-/Zivildiener, Menschen mit Behinderung) 24 € |
Freier Eintritt: Jeden letzten Freitag im Monat von 13 bis 18 Uhr freier Eintritt für alle („Happy Friday“); jeden ersten Mittwoch im Monat freier Eintritt für Senior*innen.
Das Ticket gilt sieben Tage lang für beide Standorte (Dorotheergasse und Judenplatz). Freier Eintritt u. a. mit ICOM- und IAA-Ausweis, Kulturpass („Hunger auf Kunst und Kultur“), Vienna PASS, Flexi PASS, Museumsbund Österreich, Sozial- bzw. Mobilpass sowie für ukrainische Staatsangehörige.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Beide Standorte sind barrierefrei zugänglich, mit rollstuhlgerechtem Personenaufzug und barrierefreier Toilette im Erdgeschoß. Die Ausgrabung im Museum Judenplatz ist über einen Treppenlift erreichbar.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 19 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Mitmach- & Anfassstationen
Kinder- und Familienprogramme laut Führungskalender; die Dauerausstellung im Museum Judenplatz hat interaktive Angebote und eigene Stationen für Kinder. Für zu Hause erzählt die Museumsfigur Celina Geschichten aus dem Museum.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Stephansplatz
Museum Dorotheergasse: U1 und U3 bis Stephansplatz. Museum Judenplatz: U3 bis Herrengasse.
Das Museum empfiehlt die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die beiden Standorte liegen rund 7 Gehminuten voneinander entfernt.
Route planenService & Gastronomie
- Café
- Museumsshop
Taïm Café im Museum Dorotheergasse (So–Fr 10–18 Uhr) mit vegetarischer und veganer Küche aus dem östlichen Mittelmeerraum; Museumsshop mit Buchauswahl in der Dorotheergasse.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Firmenveranstaltungen
- Hochzeiten / Trauungen
Atrium für kleinere Veranstaltungen und Auditorium für größere Abendveranstaltungen im Palais Eskeles – etwa Vorträge, Konzerte, Empfänge, Galadinner sowie standesamtliche Trauungen und Verpartnerungen; Catering durch das Café Taïm oder frei wählbar.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Öffentliche Führungen auf Deutsch (Ticket 3 €), u. a. jeden ersten Sonntag 14 Uhr durch „Unsere Stadt!“, am zweiten und vierten Sonntag 9 Uhr „Boker tov!“ und jeden ersten Donnerstag 17 Uhr „Museum für Eilige“ (30 Minuten). Individuelle Überblicksführungen (60 oder 90 Minuten) auch in anderen Sprachen über tours@jmw.at bzw. +43 1 535 04 31-1538; Buchungen sind verbindlich, Absagen bis 48 Stunden vorher. Workshops für Schulklassen (60, 90 oder 120 Minuten) sowie Stadtrundgang „Jüdisches Wien“. |





