
Stift Lambach
Benediktinerstift an der Traun mit romanischen Fresken aus dem 11. Jahrhundert, Museum zur Klostergeschichte und Österreichs einzigem barocken Klostertheater.
Über das Museum
Um 1040 bestimmten Graf Arnold II. von Lambach-Wels und seine Frau Reginlind ihre Stammburg an der Traun zum Sitz eines Kollegiatstifts für zwölf Weltpriester. Ihr Sohn Adalbero, Bischof von Würzburg, wandelte die Stiftung 1056 in eine Benediktinerabtei um und holte Mönche aus Münsterschwarzach. Lambach wurde zu einem Zentrum der Klosterreform, besiedelte 1089 Melk und unterhielt ab dem 12. Jahrhundert eine Schule und ein bedeutendes Skriptorium. Adalbero weihte 1089 die erste romanische Kirche und wurde dort beigesetzt.
Im 17. und 18. Jahrhundert gaben drei Barockäbte der Anlage ihr heutiges Gesicht: Die gotische Kirche wurde frühbarock umgebaut, es entstanden Bibliothekssaal, Kapellen, Refektorium und Ambulatorium sowie Wallfahrtskirchen in der Umgebung wie die Dreifaltigkeitskirche in Stadl-Paura. Das Stift war ein Zentrum der Musik- und Theaterpflege; Leopold und Wolfgang Amadeus Mozart kehrten mehrfach ein, und die „Lambacher Sinfonie“ ist dem damaligen Abt gewidmet. Für die Brautfahrt Marie Antoinettes wurde 1770 das Klostertheater neu ausgemalt, das heute als einziges erhaltenes barockes Klostertheater Österreichs wieder bespielt wird.
Unter der Tünche des alten Westchors entdeckte man 1868 Fresken aus der Zeit vor 1089, die nach der Freilegung 1967 zugänglich gemacht wurden; sie zählen zu den bedeutendsten romanischen Wandmalereien nördlich der Alpen. Zum 950-Jahr-Jubiläum 2006 entstand eine Dauerausstellung zur Klostergeschichte, die seit 2023 auch den berühmten Gästen des Hauses einen eigenen Raum widmet. Bibliothek, Theater und Sommerrefektorium sind nur bei Führungen zu sehen.
Highlights
- Romanische Fresken aus dem 11. Jahrhundert mit dem „Lambacher Christus“
- Barockes Klostertheater von 1770
- Großer und Kleiner Bibliothekssaal
- Barockes Sommerrefektorium
- Stiftskirche mit Grab des hl. Adalbero
- Spuren der Mozarts und der „Lambacher Sinfonie“
Dauerausstellungen
- Museum zur Klostergeschichte mit romanischen Fresken – Rundgang durch fast tausend Jahre Klosterleben mit Kunst, Architektur, Literatur und Musik, der zu den Fresken des 11. Jahrhunderts führt; ein Raum ist den berühmten Gästen des Stifts gewidmet.
- Gegründet
- 1056
- Träger
- Benediktinerstift Lambach
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 8 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 4 €Kinder und Jugendliche (Museum) |
| Stiftsführung Standard (ca. 50–60 Minuten) | 13 € |
| Stiftsführung Premium mit romanischen Fresken und Barocktheater (ca. 90 Minuten) | 16 € |
| Familienführung | 15 €Pro Erwachsenem; Kinder bis 14 Jahre frei |
Der Museumseintritt (8 €, Kinder/Jugendliche 4 €) gilt für die Dauerausstellung ohne Führung; Prunkräume wie Bibliothek, Barocktheater und Sommerrefektorium nur mit Stiftsführung.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Der Zugang zu den romanischen Fresken ist barrierefrei, Teile des Museums aber nur über Stiegen erreichbar. Die Stiftsführung kann auf Voranmeldung weitgehend barrierefrei gestaltet werden; ein Rollstuhl wird bei Bedarf zur Verfügung gestellt.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
- Familienführungen & Workshops
Familienführung, bei der Kinder das Stift altersgerecht erkunden, danach Picknick im Konventgarten mit selbst mitgebrachter Jause möglich (Kinder bis 14 Jahre frei). In der Stiftskirche können Kinder eine versteckte Kirchenmaus suchen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Lambach OÖ Markt · 7 Min. zu Fuß
Bahnhaltestelle Lambach OÖ Markt (ÖBB-Regionalzüge), rund 7 Gehminuten ohne Steigung zum Stift; Bahnhof Lambach (Regional- und Regionalexpresszüge) 10–15 Gehminuten oder Bus bis Lambach OÖ Marktplatz. Schnellzüge halten in Wels Hbf und Attnang-Puchheim. Ruftaxi „Traunstein Taxi“ Route 51 mit Haltestelle beim Stift (eine Stunde vorher bestellen).
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Zwei Parkplätze unmittelbar nach der Traunbrücke unterhalb des Stifts (Zufahrt links und rechts).
Das Stift liegt im Ortszentrum an der Abzweigung der B144 nach Gmunden. Aus Richtung Linz/Passau über die Abfahrt Wels-West und die B1, aus Richtung Salzburg über die Abfahrt Laakirchen West und die B144.
Route planenService & Gastronomie
- Restaurant
- Museumsshop
Restaurant Stiftskeller im Stiftshof mit Gastgarten (Di–Sa 9–24 Uhr, So und Feiertag 9–15 Uhr, Mo Ruhetag). Klosterladen mit Lambacher Honig und Klosterprodukten (Mo–Fr 9–12 und 13–16 Uhr).
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Firmenveranstaltungen
Barockes Sommerrefektorium, Ambulatorium und Meditationsraum für Klausuren, Seminare, Kurse und Feiern; Grundausstattung mit Beamer und WLAN, Buffets und Catering durch den Stiftskeller.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Hinweise | Stiftsführung Standard ca. 50–60 Minuten, Premium mit Fresken und Barocktheater ca. 90 Minuten. Spezialformate: Freskenspezialführung, Familienführung mit anschließendem Picknick im Konventgarten, Schatzführung mit Besuch der Sakristei. Anmeldung unter +43 7245 21710 oder empfang@stift-lambach.at. |





