
Über das Museum
Grundstock des Museums ist die Privatsammlung des Wiener Augenarztes Rudolf Leopold und seiner Frau Elisabeth, die ab den 1950er-Jahren über fünf Jahrzehnte hinweg österreichische Kunst zusammentrugen. Früh erwarben sie Arbeiten von Egon Schiele und Gustav Klimt, als diese Künstler noch wenig geschätzt und vergleichsweise günstig zu haben waren.
1994 ging ein Großteil der Bestände – rund 5.200 Werke – in die neu gegründete Leopold Museum-Privatstiftung über; die Republik Österreich und die Oesterreichische Nationalbank leisteten dafür eine Zahlung an den Sammler. Ein weiterer Teil blieb als Privatsammlung bestehen. Rudolf Leopold leitete das Haus bis zu seinem Tod im Jahr 2010.
2001 eröffnete das Museum in einem eigens errichteten Neubau im MuseumsQuartier. Der Entwurf der Architekten Laurids und Manfred Ortner ist ein heller, mit Muschelkalk verkleideter Kubus mit rund 5.400 Quadratmetern Ausstellungsfläche auf mehreren Ebenen. Er liegt auf einer Achse mit dem Kunsthistorischen Museum, während das mumok auf der gegenüberliegenden Seite des Areals die Kunst nach 1945 zeigt.
Heute umfasst die Sammlung rund 9.000 Objekte vom Biedermeier über den Stimmungsimpressionismus bis zu Expressionismus und Neuer Sachlichkeit. Mit über 220 Werken besitzt das Haus den umfangreichsten Schiele-Bestand der Welt. Seit 2019 bündelt die Dauerpräsentation „Wien 1900. Aufbruch in die Moderne“ Malerei, Grafik und Kunsthandwerk der Wiener Moderne; daneben laufen Sonderausstellungen, Provenienzforschung und das Egon Schiele Dokumentationszentrum.
Highlights
- Weltweit größte Egon-Schiele-Sammlung mit über 220 Werken
- Gustav Klimt: „Tod und Leben“
- Egon Schiele: „Bildnis Wally Neuzil“ und „Selbstbildnis mit Lampionfrüchten“
- Möbel und Kunsthandwerk von Koloman Moser und der Wiener Werkstätte
- Werke von Richard Gerstl, Oskar Kokoschka und Albin Egger-Lienz
- Dauerpräsentation „Wien 1900. Aufbruch in die Moderne“
Dauerausstellungen
- Wien 1900. Aufbruch in die Moderne – Dauerpräsentation auf mehreren Ebenen zur Wiener Moderne: Gemälde und Grafik von Klimt, Schiele, Kokoschka und Gerstl im Zusammenspiel mit Möbeln und Objekten der Wiener Werkstätte.
- Gegründet
- 2001
- Träger
- Leopold Museum-Privatstiftung
- Leitung
- Hans-Peter Wipplinger
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 19 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 16 €Personen unter 26 und ab 65 Jahren, Menschen mit Behinderung, Beschäftigungslose |
| Kinder & Jugendliche | 2,50 €bis 6 Jahre frei · Kinder unter 7 Jahren frei; Jugendliche unter 19 Jahren zahlen 2,50 €. |
| Seniorinnen & Senioren | 16 €Ab 65 Jahren |
| Menschen mit Behinderung | 16 €Ermäßigter Eintritt; an der Kassa nachfragen. |
| Studierende & Azubis | 16 €Ermäßigung für alle unter 26 Jahren |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 16 € p. P.Ab 10 Personen derselben Kategorie; Jugendliche unter 19 in Gruppen 2,50 €. Gruppen über 10 Personen nur nach bestätigter Anmeldung, max. 25 Personen pro Gruppe; ab 10 Personen eine Begleitperson frei. |
| Familien | 21 €Familienticket 1: 1 Erwachsener mit bis zu 3 Jugendlichen unter 19 Jahren; mit 2 Erwachsenen 40 €. |
| Familienticket 2 (2 Erwachsene + bis zu 3 Jugendliche unter 19) | 40 € |
| Vienna City Card-Besitzer*innen | 17 € |
| Kombiticket Leopold Museum + Kunsthistorisches Museum | 37 € |
| Kombiticket Leopold Museum + mumok | 33 €ermäßigt 29 € |
| Kombiticket Leopold Museum + MAK | 34 €ermäßigt 30 € |
| Kombiticket Leopold Museum + Sigmund Freud Museum | 30 € |
| Sunny Side Art (Frühstück im Café Leopold + Museumsticket + Audioguide) | 30 € |
| Schiele Rooftop Package (Museumsticket + Audioguide + Drink) | 24 € |
| Jahreskarte | 49 €ermäßigt 36 € (unter 30 bzw. über 65 Jahre, Menschen mit Behinderung, Kunsthistoriker- und Kunstvermittlerverband) |
| Öffentliche Führung (zzgl. Eintritt) | 5 €Sa, So, Feiertage und ausgewählte Termine |
| Audioguide | 5 €„Nimm 2“ 8 €, Smartphone-Guide 3 € |
Freier Eintritt mit Kulturpass („Hunger auf Kunst und Kultur“), ICOM-Card, für Jahreskartenbesitzer*innen, Mitglieder des Circle of Patrons und Wiener Fremdenführer*innen. Akzeptiert werden u. a. Vienna Pass, Flexi Pass, Vienna City Card, Vienna E-Pass und Ö1 Club. An der Kassa gekaufte Tickets gelten ein Jahr, Online-Tickets für den gewählten Tag.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Laut Museum überwiegend barrierefrei. Ein Außenlift an der Rückseite führt auf die Ebene des Haupteingangs; neben der Drehtür eine breite Tür mit EuroKey-Öffner. Alle Ausstellungsebenen per Lift erreichbar (Kabinenbreite 89 cm). Rollstuhl und Klapphocker kostenlos an der Garderobe ausleihbar (Ausweis, Voranmeldung erwünscht). Rollstuhlgerechte Toiletten im Erdgeschoss (Euroschlüssel) und auf Ebene −1. Tastmodelle zu Werken von Schiele und Klimt sowie zum Gebäude. Gekennzeichnete Behindertenparkplätze an der Rückseite des Museums (Zufahrt ins MQ beim Volkstheater).
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Besuchsdauer | ca. 2 Std. |
|---|---|
| Eintritt Kinder | bis 6 Jahre frei |
| Familienticket | 21 € · Familienticket 1: 1 Erwachsener mit bis zu 3 Jugendlichen unter 19 Jahren; mit 2 Erwachsenen 40 €. |
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Wickelmöglichkeit
LEO Kinderatelier für 6- bis 12-Jährige jeden Samstag und Sonntag 15–16:30 Uhr (Kurzführung und Workshop, ab 5 € pro Kind). Kostenlose Kinder- und Jugend-Audiotour aufs eigene Smartphone, z. B. „Mit Poldi und Leo durchs Museum“ für 6- bis 11-Jährige. Familientickets für Erwachsene mit Jugendlichen unter 19 Jahren.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Museumsquartier (U2)
U2 bis Museumsquartier oder U3 bis Volkstheater; Straßenbahn 1, 2, D, 49 und 71 sowie Bus 48A bis Ring/Volkstheater. Die U-Bahn-Stationen Museumsquartier und Volkstheater haben einen Lift.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkgarage Museumsquartier direkt vor dem Areal (Einfahrt Museumsplatz 1, rund um die Uhr geöffnet, mit Lift). Reisebusse nutzen die In/Out-Stelle Burgring.
- Behindertenparkplatz
Fahrradabstellplätze vor dem Museum.
Route planenService & Gastronomie
- Café
- Museumsshop
- Garderobe
- Schließfächer
- WLAN
Café Leopold auf Ebene 2, auch ohne Eintrittskarte von außen zugänglich (täglich 10–24 Uhr, Frühstück bis 12 Uhr). Museumsshop auf Ebene 1. Präsenzbibliothek nach Voranmeldung.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Firmenveranstaltungen
Bis zu 250 Personen.
Vermietet werden Atrium, Unteres Atrium, Atelier, Lounge, Auditorium und Museumsräume; Atrium und Unteres Atrium fassen je bis zu 250 Gäste beim Stehempfang bzw. 150 beim Galadiner. Ebene −2 lässt sich mit weiteren Museumsräumen auf bis zu 1.240 m² erweitern. Atrium und Lounge nur außerhalb der Öffnungszeiten; Miete inkl. Eintritt der Gäste, Personal und Mobiliar, Catering und Technik extra.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE, EN, FR, IT, ES, UK, KO) |
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Fotografieren ohne Blitz zu privaten Zwecken in der Sammlung erlaubt; in Sonderausstellungen gelten eigene Regeln. Keine Stative, Selfie-Sticks oder Zusatzlicht. |
| Hinweise | Das Museum empfiehlt etwa 2–3 Stunden für den Besuch. Öffentliche Führungen auf Deutsch an Wochenenden und Feiertagen (Tickets online oder ab 10 Uhr an der Kassa); individuelle Führungen für Gruppen (60 oder 90 Minuten, mehrere Sprachen) mindestens 14 Tage im Voraus buchen. Schulprogramme als einstündige Führung oder 90-minütiges Programm mit Atelier. Tiere sind nicht erlaubt. |





