
Salzburger Freilichtmuseum
Salzburgs größtes Museum: rund 100 originale Bauernhäuser, Mühlen und Werkstätten aus sechs Jahrhunderten auf 50 Hektar, mit Museumsbahn.
Über das Museum
Das Salzburger Freilichtmuseum geht auf den Hausforscher Kurt Conrad zurück, der schon ab 1968 vereinzelt und ab 1972 gezielt ländliche Gebäude aus dem ganzen Bundesland für ein Museum sicherte. Die formelle Gründung erfolgte am 21. Dezember 1978, im Jahr darauf wurden die ersten Häuser am Fuß des Untersbergs in Großgmain wieder aufgebaut. Am 24. September 1984 eröffnete Bundespräsident Rudolf Kirchschläger das Museum.
Träger ist das Land Salzburg; das 50 Hektar große Gelände liegt in einem Natur- und Landschaftsschutzgebiet und ist von der Familie Mayr-Melnhof langfristig gepachtet. Die Häuser werden an ihrem Herkunftsort abgetragen, bauhistorisch untersucht und originalgetreu wieder errichtet. Sie sind nach den Landesteilen Flachgau, Tennengau, Pongau, Pinzgau und Lungau gruppiert und durch ein sieben Kilometer langes Wegenetz sowie eine 1,7 Kilometer lange Museumsbahn verbunden.
Gezeigt werden Bauen, Wohnen und Wirtschaften auf dem Land vom 15. bis ins 20. Jahrhundert: Bauernhöfe, Almhütten, Mühlen, Schmiede, Brauerei und ein frühes Kleinkraftwerk. Mehrere Dauerausstellungen, Schattenspiele in den Häusern und Handwerksvorführungen ergänzen den Rundgang. Das Museum erhielt 1995 den Österreichischen Museumspreis.
Zur Saison 2026 wurde ein neues Besucherzentrum aus Holz, Glas und Beton mit Kassa, Museumsladen, Geländemodell, Fachbibliothek und Seminarraum eröffnet. Unterstützt wird das Haus von einem Förderverein mit inzwischen rund 10.000 Mitgliedern.
Highlights
- Rund 100 wieder errichtete Originalbauten aus allen fünf Salzburger Landesteilen
- Museumsbahn auf 1,7 km Strecke mit den Bahnhöfen Flachgau, Tennengau und Pongau
- Gaisbergbahn-Lok Nr. 1 und Waggon Nr. 6 in einer Lokremise der Tauernbahn
- Schattenspiele mit wahren Geschichten in sechs Häusern
- Sammlung von 14 historischen Traktoren im Krallerhof
- Erlebnisspielplatz mit Wasserspiel, Natur-Kneippanlage und Schmetterlingerlebnisweg
Dauerausstellungen
- Gaisbergbahn – In einer ehemaligen Lokremise der Tauernbahn erinnern die originale Lok Nr. 1 und ein Waggon an die Zahnradbahn, die 1887 bis 1928 auf den Gaisberg fuhr.
- Lungau – Land hinter’m Tauern – In der Tenne des Abrahamhofs werden Geschichte, Landschaft, Klima und Volkskultur des Lungaus vorgestellt, darunter alte Wanderberufe.
- Dienstboten im Land Salzburg – Im Taxbauernhaus zeigen eine eingerichtete Knechtkammer, Fotos und Zeitzeugenberichte Arbeit, Rechte und Alltag der Mägde und Knechte bis nach 1945.
- Gegründet
- 1978
- Träger
- Land Salzburg
- Leitung
- Peter Fritz
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 15 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 13 €Senioren, Menschen mit Behindertenpass unter 100 %, Begleitpersonen von Menschen mit Beeinträchtigung, Anreise mit Postbus 180 |
| Kinder & Jugendliche | 6 €bis 6 Jahre frei · Kinder bis sechs Jahre frei; Schüler 6 €. |
| Seniorinnen & Senioren | 13 € |
| Menschen mit Behinderung | 13 €Frei für Menschen im Rollstuhl, blinde und gehörlose Menschen sowie bei Behindertenpass 100 %; bei geringerem Grad der Behinderung 13 €. Begleitpersonen 13 €. |
| Studierende & Azubis | 6 €Schüler und Studierende. |
| Gruppen (ab 15 Pers.) | 13 € p. P.Ab 15 Personen. Führung bis 20 Personen 104 € pro Gruppe, Kurzeinführung 50 €; Schulklassen 3,50 € pro Kind. |
| Familien | 30 €Eltern mit Kindern bzw. Großeltern mit Enkelkindern. |
| Salzburger Familienpass – 2 Erwachsene mit Kindern | 26 € |
| Salzburger Familienpass – 1 Erwachsener mit Kindern | 13 € |
| Tagesausklang Erwachsene (ab 16 Uhr, ab 19. Oktober ab 15 Uhr) | 7,50 € |
| Tagesausklang Kinder (ab 16 Uhr, ab 19. Oktober ab 15 Uhr) | 3 € |
| Anreise mit Postbus 180 – Schüler und Studierende | 5 €Busfahrschein an der Kassa vorweisen |
| Jahresmitgliedschaft Förderverein (Einzelperson) | 30 €Freier Eintritt ins Museum und Vorteile in weiteren Salzburger Museen |
| Jahresmitgliedschaft Förderverein (Familie) | 50 € |
Museumsbahn im Eintritt enthalten. Geburtstagskinder haben freien Eintritt. Frei mit Salzburg Card und Chiemgau Karte (19.3.–11.11.) sowie Salzburg Land Card (bis 26.10.); Ermäßigung für SN-Card-Inhaber an gekennzeichneten Veranstaltungstagen. Mitglieder des Fördervereins und des Salzburger Museumsvereins frei. Zahlung bar, mit Bankomat- oder Kreditkarte; Bollerwagen-Verleih 4 €.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Die breiten Schotterwege sind großteils mit Rollstuhl, Gehhilfe oder Kinderwagen gut befahrbar, einige Waldwege sind im Plan als uneben markiert. Viele historische Häuser sind nicht stufenlos; barrierefrei ist das Erdgeschoß von Lok-Remise, Krämerei, Knotzinger-Haus und Prähausen-Häusel. Ein Elektro-Mobil und ein Rollstuhl werden kostenlos verliehen (Reservierung empfohlen, +43 662 850011-15). Barrierefreier Einstieg in die Museumsbahn im letzten Waggon. Induktive Höranlage an beiden Kassen. Barrierefreie WCs im Besucherzentrum, beim Gasthaus Salettl, im Thanngütl und beim Lärchen. Behindertenparkplätze rund 100 m vom Eingang.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Besuchsdauer | ca. 2 Std. |
|---|---|
| Eintritt Kinder | bis 6 Jahre frei |
| Familienticket | 30 € · Eltern mit Kindern bzw. Großeltern mit Enkelkindern. |
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Kinderwagenfreundlich
- Wickelmöglichkeit
- Spielplatz / Spielecke
- Kindergeburtstage
Kostenloses Museumsquiz an der Kassa und Kinder-Audioguide „Nachgucker“ zu fast vergessenen Alltagsdingen. Erlebnisspielplatz mit Wasserspielen beim Gasthaus Salettl, Natur-Kneippanlage, historisches Klassenzimmer und Schmetterlingerlebnisweg. Workshops, Ferienprogramme und Kindergeburtstage (z. B. „Spaß & Spiel“ für 6- bis 10-Jährige). Bollerwagen zum Ausleihen; Wickeltische im Eingangsgebäude, im Bundwerkstadel und beim Salettl.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Großgmain Freilichtmuseum · 300 m
Postbus 180 Salzburg Hauptbahnhof – Wals – Großgmain – Bad Reichenhall bis Haltestelle „Großgmain Freilichtmuseum“; ab Salzburg rund 35 Minuten, ab Bad Reichenhall rund 20 Minuten. Wer aus Salzburg kommt, muss die Landesstraße überqueren.
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos
Kostenloser Besucherparkplatz, auch für Busse; Parkplatz 2 mit weiteren 110 Stellplätzen bei Bedarf. Vom Parkplatz führt ein leicht ansteigender Schotterweg zum Eingang.
- Behindertenparkplatz
Autobahnabfahrt Salzburg-West bzw. Wals (Exit 297), dann rund 5 km der Beschilderung folgen; Navi-Adresse Hasenweg 1, 5084 Großgmain. Der Radweg führt direkt am Museum vorbei, Fahrradparkplatz gegenüber dem Eingang.
Route planenService & Gastronomie
- Restaurant
- Museumsshop
Museumsgasthaus „Salettl“ mit historischem Pavillon und großem Gastgarten (9:30–17:30 Uhr, warme Küche 10:30–16:30 Uhr). Museumsladen „Krämerei“ im Besucherzentrum. Zahlreiche Rast- und Jausenplätze, überdacht im Salinenstadel; Grillen ist nicht erlaubt.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Firmenveranstaltungen
- Hochzeiten / Trauungen
Bis zu 250 Personen.
Knotzingerhaus (bis 30 Personen), Buchnerstall (bis 70), Bundwerkstadel (Bankett bis 180, Konzert bis 250), Pavillon (bis 90) und Gaststube Salettl (40); Veranstaltungen in der Regel ab 18 Uhr, Catering über das Salettl. Seminarraum im Besucherzentrum für 80–120 Personen.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1,5 Std. |
|---|---|
| Audioguide | ja |
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Fotografieren für private Zwecke im ganzen Museum erlaubt; gewerbliche Aufnahmen nur mit Genehmigung und gegen Gebühr. |
| Hinweise | Für einen Besuch mindestens zwei bis drei Stunden einplanen; für Eilige gibt es Routenvorschläge. Gruppenführungen zu Themen wie Handwerk, Almwirtschaft oder Dienstbotenleben (ca. 1,5 Stunden) mit Anmeldung mindestens zwei Wochen vorher unter +43 662 850011-11; an ausgewählten Terminen kostenlose Führungen für Einzelgäste. Kinder-Audioguide „Nachgucker“ kostenlos über die App Hearonymus. Hunde an der Leine erlaubt, in der Museumsbahn mit Beißkorb. Radfahren im Gelände nicht gestattet. |





