
Festung Albula
Getarnter Infanteriebunker von 1938 an der Albulapassstrasse auf rund 2200 m – wieder ausgerüstet und sonntags im Sommer mit Führung zu besichtigen.
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Über das Museum
Als die Schweiz Mitte der 1930er-Jahre wieder auf feste Verteidigungsanlagen setzte, wurden auch die Bündner Pässe befestigt. Am Albulapass entstand die Sperre nicht auf der unübersichtlichen Passhöhe, sondern im Engnis von Cruschetta rund anderthalb Kilometer weiter westlich. Ihr Hauptwerk, der Bunker Albula Strasse, wurde im Sommer 1938 in nur rund fünf Monaten direkt neben die Passstrasse gesetzt und teilweise in den Permafrostboden getrieben. Der dreistöckige Betonbau ist etwa elf Meter hoch und war mit zwei Maschinengewehren und einer Infanteriekanone bewaffnet, die ab 1955 durch eine 9-cm-Panzerabwehrkanone ersetzt wurde. 1939 und 1940 kamen zwei Felsenwerke in den Flanken hinzu; zurückgestaffelt sicherte eine weitere Sperre am Bergünerstein die Achse ins Albulatal.
Im Zweiten Weltkrieg war der Bunker auch im Winter zumindest teilweise besetzt. Im Kalten Krieg blieb die Anlage ausgerüstet und wurde vom Festungswachtkorps betreut. Weil der markante Klotz am Strassenrand zunehmend auffiel, erhielt er in den 1950er-Jahren eine aufwendige Tarnung aus echten und nachgebildeten Felsblöcken. Da er gegen Angriffe aus der Luft zu wenig geschützt war, wurde er in den 1980er-Jahren aufgegeben.
Die Armee verkaufte die Werke am Albulapass und am Bergünerstein später an den Verein Militärhistorische Anlagen Albulatal. Dieser liess Tarnung, Dach und Innenräume von 2015 bis 2017 sanieren und rüstete den Bunker originalgetreu wieder aus. Seither bietet der Verein im Sommer Führungen an, deren Erlös in den Unterhalt fliesst.
Highlights
- Dreistöckiger Bunker Albula Strasse von 1938, originalgetreu wieder ausgerüstet
- Steinhügeltarnung aus echten und nachgebildeten Felsblöcken mit getarnten Schartentoren
- Flankierendes Felsenwerk Albula links (Aufstieg rund 15 Minuten, je nach Verhältnissen)
- Präsentation weiterer Bündner Sperren in der Passunterkunft
- Film „SOS Albula“ für Kinder, Jugendliche und Junggebliebene
Dauerausstellungen
- Bunker Albula Strasse – Das wieder ausgerüstete Hauptwerk der Sperre mit Waffenständen auf drei Stockwerken, verbunden durch Leitern.
- Felsenwerk Albula links – In den Fels gebautes Flankierwerk mit Maschinengewehrständen, bei geeigneten Verhältnissen Teil der Führung.
- Sperren in Graubünden – Präsentation weiterer Bündner Sperrstellen und des Permafrosts im Bunkerumfeld in der Passunterkunft, dazu der Film „SOS Albula“.
- Träger
- Verein Militärhistorische Anlagen Albulatal
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 10 CHF |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 5 CHFKinder von 6 bis 16 Jahren. |
| Spezialführung für Gruppen (ab 6 Personen) | 100 CHFMindestpreis; an einem frei gewählten Datum nach Voranmeldung. |
Der Führungspreis kommt dem Unterhalt des Bunkers zugute. Ab den Bahnhöfen Preda oder La Punt kann auf Voranmeldung eine Taxifahrt organisiert werden (mit Kostenbeteiligung).
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Die drei Stockwerke des Bunkers sind nur über Leitern verbunden, der Aufstieg zum Felsenwerk führt über einen schmalen Pfad und rund 60 Höhenmeter; Angaben zur Rollstuhlgängigkeit fehlen.
Kinder & Familie
Kinder von 6 bis 16 Jahren zahlen den halben Preis; zum Programm gehört der Film „SOS Albula“, der sich ausdrücklich auch an Kinder und Jugendliche richtet. Im Bunker geht es über Leitern.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Mit dem Bus alpin zwischen Preda und La Punt Chamues-ch über den Albulapass; ab den Bahnhöfen Preda oder La Punt auf Voranmeldung auch per Taxi.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkplätze gegenüber dem Bunker.
Auf der Westseite des Albulapasses, rund 1,5 km vor der Passhöhe direkt neben der Passstrasse.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 2 Std. |
|---|---|
| Hinweise | Die Führung dauert rund 2 Stunden, mit dem Felsenwerk Albula links rund 2,5 Stunden: Bunker Albula Strasse, bei geeigneten Verhältnissen das Felsenwerk, danach in der Passunterkunft eine Präsentation weiterer Sperren, Informationen zum Permafrost und der Film „SOS Albula“. Im Bunker und im Felsenwerk ist es nur 5 bis 8 °C warm; gutes Schuhwerk und warme Kleidung mitnehmen, Bergstöcke werden bei Bedarf gestellt. |





