
musée d'ethnographie de Genève
Genfer Völkerkundemuseum mit kostenloser Dauerausstellung zu den Kulturen der Welt in einem modernen Bau am Boulevard Carl-Vogt.
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Über das Museum
Das Musée d'ethnographie wurde 1901 von der Stadt Genf gegründet, doch seine Bestände sind viel älter. Schon 1702 sammelte die Bibliothek des Collège in einem Raritätenkabinett erste Gaben aus Natur und Kunst; später gingen die Objekte an das 1818 gegründete Akademische Museum. Ab den 1860er-Jahren ordnete der Konservator Hippolyte Jean Gosse die Bestände neu und stärkte das Interesse an dem, was man damals Ethnografie zu nennen begann.
Bei der Neuordnung der städtischen Sammlungen 1901 kamen Bestände des Historischen Museums, der Missionsgesellschaft und weitere Schenkungen zusammen. Zunächst war das Museum in der Villa Plantamour im Parc Mon-Repos untergebracht. Unter Eugène Pittard wuchs die Sammlung rasch; 1941 zog sie in ein größeres Gebäude am Boulevard Carl-Vogt 67, eine frühere Schule. Von 1976 bis 2013 gab es mit der Außenstelle Conches einen zweiten Ort für Wechselausstellungen.
2014 beschloss die Stadt einen Neubau auf der Esplanade des alten Hauses am Boulevard Carl-Vogt 65. Das Zürcher Büro Graber Pulver Architekten entwarf ein Gebäude, das nur ein Drittel seiner Fläche über der Erde zeigt; der Großteil liegt in zwei unterirdischen Geschossen. Heute umfasst die Sammlung rund 80 000 Objekte; über 1000 davon zeigt die Dauerausstellung „Les archives de la diversité humaine“ mit Abteilungen zu fünf Kontinenten und zur Ethnomusikologie, im Zuge der Provenienzforschung zuletzt neu gestaltet.
Highlights
- Dauerausstellung „Les archives de la diversité humaine“ mit über 1000 Objekten (kostenlos)
- Sammlungen zu Afrika, Amerika, Asien, Ozeanien und Europa
- Abteilung Ethnomusikologie mit Instrumenten und Archiven populärer Musik
- Moderner, größtenteils unterirdischer Bau mit gestaltetem Garten
- Café mit italienischer Küche und Terrasse
Dauerausstellung
- Les archives de la diversité humaine – Rund 1000 ausgewählte Objekte aus den Sammlungen zu Asien, Afrika, Ozeanien, Amerika und Europa sowie eine Abteilung zur Ethnomusikologie; seit November 2024 mit überarbeitetem Parcours, der Provenienzforschung und Dekolonisierung aufgreift.
- Gegründet
- 1901
- Träger
- Ville de Genève
- Leitung
- Carine Ayélé Durand
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
| Kinder & Jugendliche | freibis 25 Jahre frei · Bis 25 Jahre freier Eintritt, auch in die Wechselausstellung. |
|---|---|
| Menschen mit Behinderung | freiBegleitperson frei · Freier Eintritt für Menschen mit Behinderung und ihre Begleitperson (bei Reservierung per E-Mail oder Telefon oder an der Kasse). |
| Gruppen | –Geführter Rundgang für Erwachsenengruppen: 120 CHF für 1 Stunde, 150 CHF für 1,5 Stunden (bis 25 Personen, nur online buchbar, mindestens zwei Wochen vorher); Eintritt in die Wechselausstellung kommt hinzu. Ermäßigter Preis für Gruppen ab 12 Personen in der Wechselausstellung. |
| Wechselausstellung | 12 CHFErmäßigt 8 CHF (AHV, Arbeitslose, Gruppen ab 12 Personen, städtische Angestellte). |
Freier Eintritt: Jeden ersten Sonntag im Monat freier Eintritt auch in die Wechselausstellung.
Der Zugang zur Dauerausstellung ist kostenlos; nur die Wechselausstellung kostet Eintritt. Freier Eintritt unter anderem mit ICOM-Ausweis, Raiffeisen-Karte, Schweizer Museumspass, Geneva City Pass, Pass Musées de Genève, Presseausweis, Chèque culture und CarteCulture sowie für Mitglieder der Museumsgesellschaft SAMEG und Bezieher von Sozialhilfe; Nachweis an der Kasse, auch bei Online-Tickets.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Rampen und zwei Aufzüge erschließen alle Geschosse; in den Ausstellungsräumen stehen Sitze und Klapphocker bereit. Rollstühle und Kinderwagen gibt es gegen Hinterlegung eines Ausweises kostenlos an der Kasse. Das Auditorium ist mit einer Induktionsschleife ausgestattet. Zwei Behindertenparkplätze liegen vor der Esplanade (Boulevard Carl-Vogt 65–67). Führungen und Angebote für Besucher mit Behinderung nach Anfrage (+41 22 418 45 15, publics.meg@geneve.ch). Auf der Plattform „Culture accessible Genève“ mit Bewertung „AA+“ geführt.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 25 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Kinderwagenfreundlich
- Wickelmöglichkeit
Kinderwagen sind in allen Räumen erlaubt, Wickeltische gibt es in den Toiletten, im Café Kinderstühle. Ein ruhiger Stillraum steht auf Anfrage bereit. Das Programm enthält immer wieder Angebote für Kinder und Familien, darunter ein immersiver Parcours und Familienvorstellungen; Schulklassen und Kita-Gruppen können geführte Besuche buchen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Musée d'ethnographie
Bus 2 und 19 bis Musée d'ethnographie; Bus 1 und 35 bis École-Médecine; Bus 1 bis Plainpalais; Tram 12, 17 und 18 bis Plainpalais; Tram 15 bis Uni Mail oder Plainpalais.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parking de Plainpalais (Boulevard Georges-Favon 46) und Parking Uni Mail (Boulevard Carl-Vogt 102). Zwei Behindertenparkplätze vor dem Museum.
- Behindertenparkplatz
Das Museum empfiehlt ausdrücklich die Anreise zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln.
Route planenService & Gastronomie
- Café
- Museumsshop
- Garderobe
- Schließfächer
- WLAN
Café du MEG im Erdgeschoss, Di–So 8.30–18 Uhr, mit italienisch geprägter Küche, Sonntagsbrunch und Terrasse (Tel. +41 22 418 90 86, Reservierung empfohlen). Kostenlose Garderobe und Schließfächer im Foyer (1. Untergeschoss; Jetons an der Kasse), kostenloses WLAN. Online-Shop für Bücher und Tonträger.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Fotografie und Video sind erlaubt, außer bei Werken in Wechselausstellungen mit dem Hinweis „no photo“; Blitz ist meist gestattet. |
| Hinweise | Gruppen müssen auch ohne Führung online reservieren. Geführte Rundgänge sind auf Französisch, auf Anfrage auch auf Englisch, Deutsch und Spanisch möglich. |





