
Koldkrigsmuseum Langelandsfort
Ehemaliges Küstenfort aus dem Kalten Krieg bei Bagenkop mit Bunkern, 150-mm-Kanonen, U-Boot Springeren, Minensuchboot und Kampfflugzeugen.
Über das Museum
Nach dem NATO-Beitritt Dänemarks 1949 rückten die Meerengen in den Mittelpunkt der westlichen Verteidigung, denn die sowjetische Ostseeflotte hätte sie auf dem Weg in den Atlantik passieren müssen. 1951 beschloss man deshalb den Bau zweier ständiger Küstenforts, Stevnsfortet und Langelandsfortet. An der Südspitze Langelands begannen die Arbeiten 1952, zwei Jahre später war das Fort voll einsatzbereit. Vier 150-mm-Küstengeschütze, Flugabwehrstellungen, Radar und ein weit verzweigtes unterirdisches Bunkersystem sollten den Großen Belt im Ernstfall für feindliche Flottenverbände sperren.
Unter der Erde lagen Operationsraum, Feuerleitstelle, Funk- und Verschlüsselungsräume, Maschinenräume und Mannschaftsquartiere, ausgelegt auch für den Fall eines atomaren, biologischen oder chemischen Angriffs. Jahrzehntelang war das Fort rund um die Uhr besetzt und übte regelmäßig mit Marine und Luftwaffe. Erst nach dem Ende des Kalten Krieges wurde bekannt, dass es auf der Zielliste für einen sowjetischen Atomschlag stand.
1993 wurde die Anlage militärisch aufgegeben, 1997 öffnete hier das erste Museum im Norden mit dem Kalten Krieg als Hauptthema. Heute gehört es zu Langelands Museum. Neben den originalen Stellungen und Bunkern zeigt es Großgerät aus Ost und West, darunter das U-Boot Springeren, das Minensuchboot MHV 81 Askø, Kampfflugzeuge wie Draken und MiG-23, Panzer und ein Stück der Berliner Mauer. Themenausstellungen in den Bunkern behandeln das Leben hinter dem Eisernen Vorhang, Fluchten aus dem Osten, den militärischen Nachrichtendienst und Krisenherde jener Zeit.
Highlights
- Originale 150-mm-Küstengeschütze und unterirdische Bunker
- Operationsbunker mit Plottisch und Feuerleitstelle
- U-Boot Springeren und Minensuchboot MHV 81 Askø
- Kampfflugzeuge Draken und MiG-23
- Original-Segment der Berliner Mauer
- Ausstellungen zu Spionage und Nachrichtendienst
Dauerausstellungen
- Bunker und Geschützstellungen – Die originalen 150-mm-Kanonen, Flugabwehrstellungen und der Operationsbunker mit Plottisch zeigen, wie das Fort den Großen Belt überwachen sollte.
- Fahrzeuge, Schiffe und Flugzeuge aus Ost und West – Unter anderem das begehbare U-Boot Springeren, das Minensuchboot MHV 81 Askø, Kampfjets wie die MiG-23 und Panzer.
- Spionage und Überwachung – Themenausstellungen in den Bunkern über Nachrichtendienste, Fluchten aus dem Ostblock und das Leben hinter dem Eisernen Vorhang.
- Gegründet
- 1997
- Träger
- Langelands Museum
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 145 DKK |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche von 0 bis 17 Jahren frei. |
| Menschen mit Behinderung | –Begleitperson frei · Ledsagerkort wird akzeptiert. |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 135 DKK p. P.Ab 10 Personen. |
| Jahreskarte | 295 DKK |
| Kinderaktivität „Efterretningsagent for en dag“ | 30 DKKPro Kind, erhältlich am Eingang (29. März – 31. Oktober). |
| DCU-Mitglieder | 135 DKK |
| Private Führung werktags | 800 DKKCa. 1,5 Stunden, bis 25 Personen pro Guide, zuzüglich Eintritt. |
| Private Führung am Wochenende/Feiertag | 1.000 DKKCa. 1,5 Stunden, bis 25 Personen pro Guide, zuzüglich Eintritt. |
| Golfwagen mit Fahrer und Führung (90 Min.) | 1.600 DKKWerktags; am Wochenende 2000 DKK. Ohne Führung 800 bzw. 1000 DKK. Mindestens 14 Tage vorher per E-Mail buchen, zuzüglich Eintritt. |
Tickets nur am Eingang, keine Vorabbuchung nötig. Akzeptiert werden außerdem ODM-, I-COM-, Veteranen- und Presseausweise sowie die Mitgliedskarte von Fortets Venner. Zahlung bar, mit MobilePay, Karte oder in Euro-Scheinen.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Eingang über Rampen erreichbar; Rollstühle und Bollerwagen können kostenlos ausgeliehen werden. Das Gelände ist hügelig mit Asphalt- und Kieswegen (Rundweg ca. 2 km, teils steile Anstiege). Mehrere Ausstellungen liegen in Bunkern mit Treppen und sind nicht rollstuhlgerecht; ins U-Boot kann man von der Seite hineinschauen. Flugzeug, Minensuchboot und Sonderausstellungen befinden sich in gut zugänglichen Hallen. Für Gehbehinderte kann ein Golfwagen mit Fahrer gebucht werden. Hunde an der Leine sind auf dem Gelände erlaubt.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Besuchsdauer | ca. 2 Std. |
|---|---|
| Eintritt Kinder | bis 17 Jahre frei |
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Mitmach- & Anfassstationen
- Spielplatz / Spielecke
Jedes Jahr gibt es eine neue Kinderaktivität, derzeit die Mission „Efterretningsagent for en dag“ mit Aufgaben auf dem Gelände. Kinder dürfen Fahrzeuge, Flugzeuge und das U-Boot aus der Nähe erkunden; auf dem Außengelände gibt es Platz zum Toben und einen Spielplatz. Bollerwagen können ausgeliehen werden.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Busse von Rudkøbing und Svendborg (FynBus) halten an der Hauptstraße; von dort etwa 10 Minuten zu Fuß zum Fort.
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos
Kostenloser Parkplatz direkt vor dem Eingangsgebäude mit Behindertenparkplätzen, auch für Busse und Wohnmobile; zwei Ladesäulen für Elektroautos.
- Behindertenparkplatz
Mit dem Auto von Rudkøbing auf der Landstraße Richtung Bagenkop; das Fort liegt wenige Kilometer vor dem Ort und ist ausgeschildert. Navi: „Koldkrigsmuseum Langelandsfort“ bzw. Vognsbjergvej 4B, 5935 Bagenkop.
Route planenService & Gastronomie
- Café
- Restaurant: nicht vorhanden
- Museumsshop
Im Eingangsgebäude Kaffee, Eis, Getränke, Bücher und Souvenirs; in der Hochsaison (Woche 27–32) und an ausgewählten Tagen Würstchen- und Verkaufswagen. Picknick mit eigener Verpflegung an Tischen auf dem Gelände möglich.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1,5 Std. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Empfohlen werden 2–3 Stunden für das gesamte Fort. In der Saison jeden Mittwoch um 11 Uhr kostenlose Führung ohne Anmeldung (Eintritt erforderlich). Private Führungen für Gruppen nach Voranmeldung per E-Mail. Schulklassen, die zum Kalten Krieg arbeiten, haben freien Eintritt (bis zu zwei Lehrkräfte frei); Unterrichtsmaterial für Klassen 4–6, 7–9 und Gymnasium. |



