Antikensammlung der Universität Bonn mit griechischen, römischen und etruskischen Originalen und Gipsabgüssen, derzeit im Interimsquartier Römerstraße.
Interimsstandort. Wegen der Generalsanierung des historischen Museumsgebäudes Am Hofgarten 21 seit Januar 2022 im Interimsquartier Römerstraße 164 (AVZ III); dort die Originalsammlung vollständig, die Abguss-Sammlung nur in einer kleinen Auswahl (ca. 50 Abgüsse).
Römische und spätantike Tonlampen, deren Bildfelder Götter, Tiere, Spiele und Alltagsszenen, teils auch christliche Motive zeigen. Viele Stücke stammen aus einer Schenkung, die den Lampenbestand des Museums seit 2021 erweitert.
Über das Museum
Schon bei der Planung der Bonner Universität ab 1815 war ein Kunstmuseum vorgesehen, das die wichtigsten antiken Skulpturen in Gipsabgüssen für die Lehre zeigen sollte. 1818 begann der Aufbau, erster Leiter wurde 1819 der Philologe und Archäologe Friedrich Gottlieb Welcker. Das Konzept einer eigenen musealen Lehrsammlung an einer Universität war damals neu und wurde vielfach nachgeahmt. Im selben Jahr legte der Ankauf einer Münzsammlung den Grundstock für die Originalsammlung.
Zunächst im Universitätshauptgebäude untergebracht, bezog das Museum 1884 unter Reinhard Kekulé den klassizistischen Bau am Hofgarten, der 1823–30 nach Plänen von Waesemann und Schinkel entstanden war. Unter Kekulé und Georg Loeschcke wuchs die Originalsammlung stark, vor allem um Terrakotten aus Unteritalien und griechische Vasen. Im Zweiten Weltkrieg gingen einige Stücke verloren; ab den späten 1960er-Jahren öffnete sich das Haus mit festen Öffnungszeiten, Sonntagsführungen und Sonderausstellungen stärker dem Publikum.
Heute umfasst der Bestand rund 30.000 Objekte, darunter etwa 2.700 Gipsabgüsse – eine der größten Abguss-Sammlungen Deutschlands – sowie Keramik, Terrakotten, Glas, Marmorwerke, Metallobjekte und Münzen vom 3. Jahrtausend v. Chr. bis in die Spätantike. Seit 2022 wird das Gebäude am Hofgarten generalsaniert; das Museum zeigt seine Originalsammlung und eine Auswahl von Abgüssen solange im Universitätsgebäude Römerstraße 164.
Highlights
Eine der größten Sammlungen antiker Gipsabgüsse in Deutschland
Marmorporträts der Königin Arsinoë II. und der Kaiserin Livia
Griechische Vasen und unteritalische Terrakotten
Antike Münzsammlung mit Grundstock von 1819
Kostenlose Sonntagsführungen von Studierenden
Dauerausstellungen
Originalsammlung – Nach Materialgruppen geordnete Werke vom 3. Jahrtausend v. Chr. bis zur Spätantike: Keramik, Terrakotten, Wandmalereifragmente, Glas, Marmorskulptur sowie Metall- und Münzfunde.
Abguss-Sammlung (Auswahl) – Im Interimsquartier ist eine kleine, repräsentative Auswahl von rund 50 der etwa 2.700 Gipsabgüsse antiker Statuen und Reliefs zu sehen.
Gegründet
1818
Träger
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Institut für Archäologie und Kulturanthropologie (Abteilung Klassische Archäologie)
Leitung
Frank Rumscheid (Direktor), Kornelia Kressirer (Oberkustodin)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
3 €
Ermäßigt
1,50 €Inhaber:innen der KulturCard; Teilnehmende gebuchter Gruppenführungen
Kinder & Jugendliche
freiKinder und Schüler:innen frei
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen
Menschen mit Behinderung
freiBegleitperson frei · Schwerbehinderte ab GdB 50 mit Ausweis frei
Kombiticket Kunsthistorische Museen der Universität Bonn
6 €
Eintritt mit Regio-Welcome-Card
2,50 €
Frei außerdem mit Bonn-Ausweis sowie für Mitglieder des Fördervereins, des Vereins von Altertumsfreunden im Rheinlande, des DArV und von ICOM. Nur Barzahlung.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Laut Museum ist das Interimsquartier barrierefrei erreichbar und zu besichtigen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Augustinum
Bus 600 oder 601 bis Haltestelle „Augustinum“ (die Haltestelle „Pädagogische Fakultät“ wird derzeit nicht angefahren).
Verkaufsstand mit kleinen Gipsabgüssen, Publikationen und Postkarten.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Kostenlose öffentliche Führungen oder Vorträge von Studierenden an manchen Sonntagen um 11:15 Uhr (Treffpunkt Kasse) sowie Führungen am dritten Mittwoch im Monat um 18 Uhr. Gruppen- und Schulführungen über das Sekretariat, mindestens 10 Tage im Voraus.