Besucherbergwerk - Erzgrube Sankt Anna Stollen
Technisches Kulturdenkmal in Nothweiler: ehemaliges Eisenerzbergwerk mit 420 m langem Rundgang unter Tage; derzeit auf unbestimmte Zeit geschlossen.
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Über das Museum
Eisenerz wurde bei Nothweiler schon in keltischer Zeit im Tagebau gewonnen. Im 19. Jahrhundert gehörte die Grube zum Eisenhüttenwerk Schönau, das sich im Besitz des bayerischen Königshauses befand; 1838 wurde unter Ludwig von Gienanth der heutige Stollen angesetzt. Nach rund fünfzig Jahren Förderung stellte man den Betrieb 1883 ein, weil die Hochöfen in Schönau erloschen waren.
Erst im Frühjahr 1976 begannen Bürger des Ortes, die Gänge zu räumen und die Schächte zu sichern; dafür waren über 1.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden nötig. Mit Zuschüssen wurden Kabel verlegt, Geländer angebracht und die Grube beleuchtet. Am 22. Juli 1978 eröffnete der damalige Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz den St.-Anna-Stollen offiziell als Schaubergwerk.
Der Rundgang unter Tage ist 420 Meter lang, ebenerdig und trocken. Er zeigt Erzgewinnung in Handarbeit, einen zweimal 40 Meter tiefen Sturzschacht, eine Zisterne zur Wasserversorgung, einen 80 Meter hohen Wetterschacht und große, farbig beleuchtete Hohlräume mit Eisenerzadern. Im Informationszentrum neben dem Eingang erläutert die Dauerausstellung „Bergbau und Hüttenwesen im Wasgau“ Werkzeuge und Eisengussprodukte. Weil rund 500 Fledermäuse in der Grube überwintern, ist sie normalerweise von Ende Oktober bis Ende März für Besucher gesperrt. Seit April 2025 sind Bergwerk und Informationszentrum aus personellen Gründen auf unbestimmte Zeit geschlossen.
Highlights
- 420 m langer, ebenerdiger Rundgang unter Tage
- Sturzschacht, Zisterne und 80 m hoher Wetterschacht
- Farbige Eisenerzadern in großen Hohlräumen
- Informationszentrum „Bergbau und Hüttenwesen im Wasgau“
- Winterquartier für etwa 500 Fledermäuse
Dauerausstellung
- Bergbau und Hüttenwesen im Wasgau – Informationszentrum mit Werkzeugen der Bergleute, Eisengussprodukten und Tafeln zum Bergbau im Dahner Felsenland.
- Gegründet
- 1978
- Träger
- Ortsgemeinde Nothweiler
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 6 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 5 €Rentner und Schwerbehinderte |
| Kinder & Jugendliche | 4 €bis 5 Jahre frei · ab 6 Jahren |
| Seniorinnen & Senioren | 5 €Rentner |
| Menschen mit Behinderung | 5 €Schwerbehinderte |
| Studierende & Azubis | 4 € |
| Gruppen (ab 12 Pers.) | –Gruppen ab 12 Personen erhalten 0,50 € Ermäßigung auf den jeweiligen Preis. |
| Familien | 14 €Familienkarte |
Preise vor der Schließung (Saison 2024); Vergünstigungen mit der Pfälzerwald-Card. Der Eintritt ins Informationszentrum ist frei.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Der 420 m lange Rundgang unter Tage verläuft ebenerdig.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bahn bis Hinterweidenthal, weiter mit Buslinie 252 nach Nothweiler oder per Anrufsammeltaxi (60 Minuten vorher bestellen).
Anfahrt über die B 10 (Ausfahrt Hinterweidenthal) Richtung Dahn und Bundenthal/Rumbach nach Nothweiler; im Ort ist die Erzgrube ausgeschildert.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Besichtigung nur mit Führung; Führungen auf Deutsch und Englisch. Gruppen melden sich beim Betriebsführer (Tel. 06394 5354) oder beim Ortsbürgermeister an. |



