DDR-Museum Pforzheim
Einziges DDR-Museum in den alten Bundesländern: deutsch-deutsche Geschichte, Grenze und Ankommen im Westen – sonntags geöffnet, Eintritt frei.
Über das Museum
Den Grundstock des Museums legte Klaus Knabe (1939–2012), der kurz vor dem Mauerbau 1961 mit seiner Frau aus der DDR nach West-Berlin geflohen war. Nach dem Mauerfall brachte er von zahlreichen Reisen in den Osten Gegenstände mit, die über Nacht ihren Wert verloren hatten, und trug mit Unterstützung von Freunden Objekte aus Grenzanlagen, ehemaligen Stasi-Gefängnissen und von anderen Sammlern zusammen.
Am 12. September 1998 wurde seine Sammlung zur Geschichte der DDR als Museum eröffnet – in einem früheren Kindergarten der französischen Garnison in der Hagenschießstraße am Pforzheimer Stadtrand. Zwei Jahre später entstand der Verein „Gegen das Vergessen“, der den Museumsbetrieb ehrenamtlich trägt. Mit Unterstützung der Stadt Pforzheim und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur konnte die Ausstellung ab 2003 auf drei Etagen mit zwölf Räumen ausgebaut werden.
Seit 2012 führt die gemeinnützige Stiftung „Lernort Demokratie – Das DDR-Museum Pforzheim“ das Haus weiter. Es versteht sich als Ort der Demokratiebildung und richtet sich besonders an Schulklassen. Die neu gegliederte Dauerausstellung reicht von der Nachkriegszeit und der SED-Herrschaft über Jugend, innerdeutsche Grenze und Flucht bis zur Friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung. Ein eigener Schwerpunkt mit regionalem Bezug gilt dem Ankommen von Geflüchteten und Ausgereisten im Südwesten, etwa in den Durchgangslagern, die es vor 1961 auch in Pforzheim gab.
Highlights
- Sammlung des Museumsgründers Klaus Knabe zur Geschichte der DDR
- Raum zur innerdeutschen Grenze, Flucht, Ausreise und Häftlingsfreikauf
- Schwerpunkt Ankommen und Integration von DDR-Flüchtlingen im Südwesten
- Räume zur Friedlichen Revolution 1989 und zur Wiedervereinigung
- Kostenlose öffentliche Führung jeden Sonntag um 14 Uhr
Dauerausstellungen
- Dauerausstellung zur Geschichte der DDR und der deutschen Teilung – Acht Themenräume auf zwei Etagen führen von der Nachkriegszeit und dem SED-Staat über Jugend in der DDR, Westkontakte und die Grenze bis zum Ankommen im Westen, zur Friedlichen Revolution und zur Einheit.
- Gegründet
- 1998
- Träger
- Stiftung „Lernort Demokratie – Das DDR-Museum Pforzheim“ mit dem Verein „Gegen das Vergessen e. V.“
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Eintritt und Führungen (auch Gruppen- und Schulklassenführungen) sind kostenlos; Spenden sind willkommen.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Weder der Zugang noch die Ausstellung sind barrierefrei. Haustiere sind nicht erlaubt, Blindenführhunde ausgenommen; sehbehinderten Gästen wird eine Begleitperson empfohlen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Hochschule/Wildpark · 10 Min. zu Fuß
Ab Pforzheim Hauptbahnhof Buslinie 5 (Richtung Hochschule/Wildpark/Seehaus) bis Hochschule/Wildpark, Fahrzeit etwa 10 Minuten; oder Buslinie 6 (Richtung Haidach) bis Tiergarten, dann rund 400 m der Hagenschießstraße nach Süden folgen.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Kein eigener Parkplatz; eine begrenzte Zahl an Parkmöglichkeiten gibt es im angrenzenden Wohngebiet.
Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Kindergarten der französischen Garnison auf der linken Seite der Hagenschießstraße. Von beiden Haltestellen sind es etwa 10 Minuten zu Fuß.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE) |
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Fotografieren ohne Blitz für private Zwecke erlaubt; Blitz und Stative sind untersagt, kommerzielle Aufnahmen nur mit schriftlicher Genehmigung. |
| Hinweise | Audioguide per QR-Code auf dem eigenen Smartphone sowie ein digitaler Rundgang in der App Actionbound. Die Ausstellung ist deutschsprachig; Tablets im Museum geben internationalen Gästen einen Überblick, kostenlose Führungen auf Englisch sind nach Anfrage per E-Mail möglich. Gruppen- und Schulführungen außerhalb der Öffnungszeiten über info@pforzheim.ddr.museum. |





