Deutsch-deutsches Freilandmuseum
Privat erhaltene DDR-Grenzanlagen bei Behrungen und Rappershausen: Grenzturm von 1978, Sperrzaun, Kolonnenweg und Grenzinformationsstelle.
Über das Museum
1999 stieß die unterfränkische Familie Erhard bei Behrungen in Thüringen auf die verfallenden Reste der früheren DDR-Grenzbefestigung. Sie erwarb den 1978 errichteten Grenzturm mit Führungsstelle samt Umgebung und richtete ihn in rund einem Jahr in Eigenarbeit wieder her; später kamen Teile des Grenzsignal- und Sperrzauns und der früheren Staatsgrenze hinzu. So entstand eine Mahn- und Gedenkstätte, die die gesamte Staffelung der Grenzanlagen im ehemaligen Grenzabschnitt 44 zeigt.
2003 schloss sich die Gedenkstätte mit Relikten auf bayerischer Seite zum Deutsch-deutschen Freilandmuseum zusammen: In Rappershausen blieben eine frühere amtliche Grenzinformationsstelle im alten Rathaus und ein Aussichtsturm erhalten, von dem aus Besucher einst „nach drüben“ blickten. Träger ist das Deutsche Kuratorium zur Förderung von Wissenschaft, Bildung und Kultur; Partner sind unter anderem Polizei, Bundesgrenzschutz, der Landkreis und die Anliegergemeinden. Öffentliche Fördermittel nimmt das Projekt bewusst nicht in Anspruch.
Zum Gelände gehören neben dem Turm ein Durchlasstor, Kolonnenweg, Kfz-Sperrgraben, Grenzsäule und der Nachbau eines Erdbunkers; viele Teile stehen als Bau- oder Bodendenkmal unter Schutz. Ein Lehrpfad verbindet die Stationen und verknüpft Denkmal- mit Naturschutz. Um die Grenzsituation möglichst authentisch zu vermitteln, verzichtet das Museum bewusst auf Café, Souvenirs und Werbung.
Highlights
- Grenzturm mit Führungsstelle von 1978 und Ausstellung
- Originale Grenzstaffelung mit Zaun, Tor und Kolonnenweg
- Frühere Grenzinformationsstelle in Rappershausen
- Aussichtsturm mit Blick über das Grabfeld
- Denkmalschutz- und Naturlehrweg entlang der früheren Grenze
Dauerausstellungen
- Mahn- und Gedenkstätte bei Behrungen – Original erhaltene Grenzstaffelung mit Grenzturm, Sperrzaun, Tor, Kolonnenweg und Staatsgrenze; die schlichte Ausstellung im Turm ist bei Führungen zugänglich.
- Grenzinformationsstelle Rappershausen – Frühere westdeutsche Informationsstelle zur Grenze mit Exponaten und Modellen, ergänzt durch den Aussichtsturm oberhalb des Ortes.
- Gegründet
- 2003
- Träger
- Deutsches Kuratorium zur Förderung von Wissenschaft, Bildung und Kultur e.V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Einzelne ausgeschilderte Stellplätze für Pkw, Motorräder und Fahrräder im Gelände; Parken auf den Betonplatten-Fahrwegen ist verboten. Wendemöglichkeit für Reisebusse (vorherige Absprache empfohlen). Empfohlen wird, in Behrungen, Mendhausen, Rappershausen oder Wolfmannshausen zu parken.
Anfahrt über die Verbindungsstraße Behrungen–Mendhausen–Wolfmannshausen (Route der Erlebnisstraße der deutschen Einheit), touristisch ausgeschildert. Von der A 71 Ausfahrt Rentwertshausen-Behrungen, für die bayerische Seite Ausfahrt Mellrichstadt-Hendungen. Im Gelände nur auf den militärischen Fahrwegen fahren; der Bereich der früheren Staatsgrenze ist für Fahrzeuge gesperrt. Betreten auf eigene Gefahr; Campen, Grillen und offenes Feuer sind untersagt.
Route planenService & Gastronomie
- Café: nicht vorhanden
- Restaurant: nicht vorhanden
- Museumsshop: nicht vorhanden
Bewusst keine Gastronomie, Getränkeautomaten, Picknickplätze oder Souvenirs im Gelände; Einkehrmöglichkeiten in den umliegenden Orten.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Historische Führungen vor allem im Gelände bei Behrungen, erweitert auch zur bayerischen Landesgrenze, zur Grenzinformationsstelle und zum Aussichtsturm in Rappershausen; außerdem eine rund einstündige geführte Wanderung durch den Grenzabschnitt 44. Für alle Führungen ist eine Voranmeldung nötig. Auf eigene Faust lässt sich das Gelände über einen Denkmalschutz- und Naturlehrweg erkunden. |



