
Deutsches Bauernkriegsmuseum Böblingen
Spezialmuseum zum Bauernkrieg von 1525 und seiner Deutung bis heute in der historischen Zehntscheuer Böblingen – Eintritt frei.
Über das Museum
Die Zehntscheuer gehört zu den wenigen steinernen Bauten Böblingens, die den Zweiten Weltkrieg überstanden haben. In dem Speicher, in dem früher die als Zehnt abgelieferten Naturalien lagerten, richtete die Stadt nach der Sanierung zwei Museen ein: 1988 eröffnete hier das Deutsche Bauernkriegsmuseum, im selben Haus ist auch die Städtische Galerie untergebracht.
Der Ort ist bewusst gewählt. Am 12. Mai 1525 unterlagen die aufständischen Bauern vor den Toren Böblingens den Truppen des Schwäbischen Bundes, womit der Bauernkrieg in Württemberg endete. Zuvor hatten sich rund 15.000 Menschen aus dem ganzen Südwesten dem Aufstand angeschlossen, der als eine der frühesten großen Protestbewegungen im Land gilt.
Die Sammlung umfasst Flugschriften und andere Drucke, Grafiken, Waffen und Gegenstände des Alltags. Das Museum zeigt nicht nur Ursachen, Verlauf und Folgen des Aufstands, sondern auch, wie unterschiedlich er in fünf Jahrhunderten gedeutet wurde – von der Verurteilung durch die Sieger bis zur Vereinnahmung als Klassenkampf in der DDR. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Orte der Demokratiegeschichte versteht sich das Haus zudem als Diskussionsort über Mitsprache, Protest und gesellschaftlichen Wandel. Seit 2025 ist der Eintritt in die Böblinger Museen frei; Jugendprojekte und ein digitales Adventure Game ergänzen die Ausstellung.
Highlights
- Historische Zehntscheuer, einer der wenigen erhaltenen Altbauten Böblingens
- Dauerausstellung zur Schlacht bei Böblingen am 12. Mai 1525
- Deutungen des Bauernkriegs über fünf Jahrhunderte bis in die DDR
- Adventure Game „Der Aufstand ruft!“ per Smartphone oder Tablet
- Freier Eintritt seit 2025
Dauerausstellungen
- Dauerausstellung zum Bauernkrieg 1525 – Die Ausstellung erzählt vom Aufstand im Südwesten bis zur Niederlage der Bauern bei Böblingen 1525 und zeigt, wie das Ereignis später gedeutet und als Argument genutzt wurde.
- Gegründet
- 1988
- Träger
- Stadt Böblingen (Amt für Kultur)
- Leitung
- Lea Wegner
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
| Gruppen | –Museumsführung für Gruppen: 55 € pro Gruppe. |
|---|---|
| Teilnahme an einer Führung (Einzelperson) | 5 € |
Seit dem 1. Januar 2025 ist der Eintritt in die Böblinger Museen frei.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Das Museumsgebäude Zehntscheuer ist barrierefrei.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Mitmach- & Anfassstationen
Das digitale Adventure Game durch die Dauerausstellung richtet sich an Familien und Gruppen mit Kindern ab etwa 8 Jahren. In den Ferien gibt es kostenlose Workshops für Kinder von 6 bis 11 Jahren (Anmeldung erbeten).
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Böblingen Bahnhof
S-Bahn S1 (Herrenberg–Kirchheim) bis Böblingen Bahnhof, von dort zu Fuß über die Bahnhofstraße Richtung Elbenplatz und weiter in die Pfarrgasse.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Kein eigener Parkplatz; empfohlen wird die Tiefgarage Rathaus/Stadtmitte.
Mit dem Auto über die A 81, Ausfahrt Böblingen/Sindelfingen, Richtung Stadtmitte.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen für Gruppen und Vermittlungsangebote für Schulklassen nach Anmeldung unter bauernkriegsmuseum@boeblingen.de. Das Adventure Game „Der Aufstand ruft!“ (Actionbound, ca. 60 Minuten) lässt sich jederzeit mit dem eigenen Smartphone oder einem Museums-Tablet spielen. |





