Dokumentationsstätte Gefangenenhaus Ostertorwache
NS-Gedenkort im früheren Gefängnistrakt der Bremer Ostertorwache: fünf erhaltene Zellen erzählen von Gestapo-Haft und Strafvollzug.
Über das Museum
Die Ostertorwache an den Bremer Wallanlagen entstand in den 1820er-Jahren als klassizistisches Wach- und Arresthaus. Über rund 150 Jahre wurde der hintere Gebäudeteil als Haftanstalt genutzt: zunächst als Gefangenenhaus, in der NS-Zeit als Gefängnis der Gestapo, die hier Gegnerinnen und Gegner des Regimes in überfüllten Zellen und fensterlosen Kellerräumen festhielt, später als Polizeigewahrsam und zuletzt als Abschiebehaftanstalt. Nachdem ein Brand 1996 das Obergeschoss weitgehend zerstört hatte, endete die Nutzung als Gefängnis.
Bereits seit Mitte der 1980er-Jahre setzten sich Bremer Initiativen dafür ein, im ehemaligen Gefängnis an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. 1993 beschloss der Senat, eine Dokumentationsstätte zur Geschichte des Hauses einzurichten, und beauftragte das Staatsarchiv Bremen mit dem Konzept. Weil im vorderen Trakt zur gleichen Zeit das Wilhelm Wagenfeld Haus entstand, blieben für den Gedenkort nur einige Zellen im Erdgeschoss.
Eine Arbeitsgruppe aus dem Staatsarchiv und den Vereinen „Erinnern für die Zukunft“ und „Gedenkstätte Ostertorwache“ gestaltete die Räume ab 1998 um; im Herbst 1999 wurde die Dokumentationsstätte eröffnet. Fünf ehemalige Zellen im rechten Flügel dienen seitdem als Ausstellungsräume, teils mit nachgestellter Einrichtung. Das Staatsarchiv ist Träger des Ortes und organisiert Besuche und Führungen gemeinsam mit den beiden Vereinen.
Highlights
- Fünf originale Gefängniszellen im rechten Flügel der Ostertorwache
- Dokumentation zur Gestapo-Haft in Bremen 1933–1945
- Geschichte des Hauses vom Arresthaus bis zur Abschiebehaft
- Teil der Bremer Kulturmeile neben dem Wilhelm Wagenfeld Haus
Dauerausstellungen
- Dokumentationsstätte im ehemaligen Zellentrakt – In fünf erhaltenen Zellen wird die Geschichte des Hauses als Haftort nachgezeichnet, mit Schwerpunkt auf der Gestapo-Haft während der NS-Zeit. Einzelne Zellen zeigen eine nachgestellte Einrichtung.
- Gegründet
- 1999
- Träger
- Staatsarchiv Bremen
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Theater am Goetheplatz · 100 m
Straßenbahn 2 oder 3 bis „Theater am Goetheplatz“, von dort ca. 100 m zurück; alternativ ab der zentralen Haltestelle „Domsheide“ ca. 500 m zu Fuß. Vom Hauptbahnhof ca. 20 Minuten zu Fuß über Bahnhofstraße, Herdentorsteinweg und Am Wall.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Kein eigener Parkplatz; nächstgelegen ist die Tiefgarage „Theater/Kulturmeile“ (Parkleitsystem Zentrum), von dort wenige Gehminuten.
Eingang im Gebäude des Wilhelm Wagenfeld Hauses, Am Wall 209, in den Wallanlagen an der Kulturmeile.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Gruppenführungen nach telefonischer Vereinbarung; Anfragen koordiniert das Staatsarchiv Bremen. Führungen bieten außerdem die Bremer Touristik-Zentrale und StattReisen Bremen an. Die Zellen sind sehr klein und fassen jeweils nur wenige Personen gleichzeitig. |




