
Freibergsdorfer Hammer
Über 400 Jahre altes, voll funktionsfähiges wassergetriebenes Hammerwerk am Hammerteich in Freiberg – an Aktionstagen mit Schauschmieden zu erleben.
Über das Museum
Das Hammerwerk im einstigen Dorf Freibergsdorf ließ der örtliche Rittergutsbesitzer Ernst Schönlebe um 1600 anlegen; 1607 wird es erstmals erwähnt, als dem Zainhammer Aufschlagwasser zugesprochen wurde. Das Wasser des Goldbachs war lange zwischen Bergbau, Hammer und einer benachbarten Mühle umstritten. Über Generationen wechselnder Hammerschmiede entstanden hier vor allem Werkzeuge und Eisenwaren für den Freiberger Bergbau und das Handwerk der Umgebung.
1903 kaufte das Freiberger Hospital St. Johannis die Anlage und verpachtete sie an einen Kupferschmied, der dort jahrzehntelang vorwiegend Kupfererzeugnisse fertigte. Nach dem letzten Pächter endete 1974 der gewerbliche Schmiedebetrieb nach 367 Jahren; der Hammer galt zuletzt als das letzte produzierende Hammerwerk Sachsens.
Die verfallenen Gebäude wurden ab 1979 von Freiwilligen, Betrieben und Einrichtungen der Stadt denkmalgerecht wiederhergestellt; seit 1988 ist die Technik wieder voll betriebsfähig. Aus diesem Kreis ging 1991 der Freibergsdorfer Hammerverein hervor, der das Denkmal seither betreut und öffentlich zugänglich macht. Ein fast vier Meter großes, oberschlächtiges Wasserrad treibt die 9,5 Meter lange Hammerwelle aus Eichenholz an, die drei Schwanzhämmer mit 100 bis 250 Kilogramm schweren Bären hebt. Er ist der einzige erhaltene Eisenhammer im Freiberger Bergrevier.
Highlights
- Voll funktionsfähige Schwanzhämmer mit bis zu 250 kg Bärgewicht
- Wasserradstube mit zwei großen Wasserrädern
- Schauschmieden an Neujahr, Ostern, Pfingsten und zum Tag des traditionellen Handwerks
- Kleine Ausstellung zu Schmiedeerzeugnissen und Schmiedeprozess
- Idyllische Lage am Hammerteich
Dauerausstellungen
- Hammerwerk und Schmiedeausstellung – Schmiedewerkstatt mit drei Schwanzhämmern, Wasserradstube mit Transmission und eine kleine Schau schmiedeeiserner Erzeugnisse mit Erläuterungen zum Schmiedeprozess.
- Gegründet
- 1991
- Träger
- Freibergsdorfer Hammerverein e. V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 5 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 2,50 € |
| Kinder & Jugendliche | freibis 6 Jahre frei · Kinder bis 6 Jahre frei; wer den ermäßigten Preis erhält, gibt der Verein nicht an. |
| Gruppen | –Führung mit Schauschmieden (ca. 1 Std., nur mit Anmeldung über die Tourist-Information Freiberg): Festpreis 90 € bis 20 Personen inkl. eines Freiplatzes, jede weitere erwachsene Person 4 €, jedes weitere Kind über 6 Jahre 2 €; max. 40 Personen. |
Eintritt 5 € (ermäßigt 2,50 €) gilt an den Schmiedetagen; an den monatlichen Samstagsöffnungen Mai bis Oktober ist der Eintritt frei.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 6 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Mitmach- & Anfassstationen
An Schmiedetagen können Kinder an der Feldschmiede selbst schmieden, dazu gibt es Knüppelkuchen am Lagerfeuer. Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
An Schmiedetagen Imbiss am Hammerteich.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Firmenveranstaltungen
Bis zu 20 Personen.
Hammerstube für Familien-, Vereins- und Firmenfeiern mit bis zu 20 Personen, auf Wunsch mit privater Führung und Schauschmieden.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Hinweise | Führungen und Schauschmieden mit den wassergetriebenen Hämmern nur an den Aktionstagen oder als gebuchte Gruppenführung (Buchung über Tourist-Information Freiberg, Tel. +49 3731 273662). |





