Ausstellung zum 9. Immenhäuser Glaspreis mit ausgewählten Studioglas-, Flachglas- und Hohlglasarbeiten aus Deutschland; der Publikumspreis wird zur Finissage am 31. Oktober vergeben.
Im Jahresprogramm angekündigte Sonderausstellung; nähere Angaben hat das Museum noch nicht veröffentlicht.
Über das Museum
Die Stadt Immenhausen eröffnete das Glasmuseum 1987 in einem umgebauten Gebäude der Glashütte Süßmuth, in dem früher die Generatoren des Werks standen. Es gehört zu den wenigen Museen in Deutschland, die sich ganz dem Werkstoff Glas widmen, und wird von der Gesellschaft der Freunde der Glaskunst Richard Süßmuth unterstützt.
Ausgangspunkt der Sammlung ist die Geschichte der örtlichen Hütte: 1898 verlegten die Herren von Buttlar ihren 1809 gegründeten Betrieb wegen des Bahnanschlusses von Ziegenhagen nach Immenhausen. Unter Hermann Lamprecht florierte das Werk ab 1907 mit Arzneiflaschen und Einkochgläsern, bis es Ende der 1920er-Jahre schließen musste. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute der aus Schlesien vertriebene Glasgestalter Richard Süßmuth die Hütte wieder auf; seine geschliffenen Gläser machten Immenhausen international bekannt. 1970 übergab er das Unternehmen der Belegschaft, 1996 wurde der letzte Ofen stillgelegt, 2023 folgte der Abriss der Hüttengebäude.
Die Dauerausstellung reicht von den Anfängen der Glasherstellung im Vorderen Orient über die nordhessischen Waldglashütten bis zum Design von Gebrauchsglas seit 1890 und zur Studioglasbewegung. Im Untergeschoss erklären Maschinen und Werkzeuge aus der Süßmuth-Hütte, wie Glas geschmolzen, geformt und veredelt wird. Seit 2000 vergibt das Museum den Immenhäuser Glaspreis für zeitgenössische Glaskunst in Deutschland; im Mai 2026 zeichnete das Land Hessen es als „Museum des Monats“ aus.
Highlights
Emailbemalter Kurfürstenhumpen von 1597
Gläser von Richard Süßmuth, u. a. aus der AE-Serie mit Strahlenschliff
Internationale Studioglas-Sammlung mit Werken von Harvey K. Littleton und Stanislav Libenský
Nachgebaute „Glashütte“ im Untergeschoss mit Maschinen der Süßmuth-Hütte
Wettbewerbsausstellung zum Immenhäuser Glaspreis
Dauerausstellungen
Glasgeschichte und Glashütte Immenhausen – Von den Anfängen der Glasherstellung bis zu den Waldglashütten Nordhessens sowie die Geschichte der Immenhäuser Hütte von den Buttlars über Lamprecht bis Süßmuth, ergänzt um Maschinen und Werkzeuge im Untergeschoss.
Gebrauchsglas von 1890 bis heute – Kelchgläser, Vasen und Schalen zeigen, wie sich Glasdesign, Herstellungstechniken und Moden seit dem Jugendstil verändert haben, mit Entwürfen u. a. von Peter Behrens und Wilhelm Wagenfeld.
Studioglaskunst – Internationale Sammlung von Unikaten seit den 1960er-Jahren, als kleine Schmelzöfen Künstlern die Arbeit unabhängig von Glashütten ermöglichten.
Gegründet
1987
Träger
Stadt Immenhausen
Leitung
Ellen Kabelitz
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
3,50 €
Ermäßigt
2,50 €Kinder, Schülerinnen und Schüler, Studierende
Kinder & Jugendliche
2,50 €Kinder zahlen den ermäßigten Eintritt.
Studierende & Azubis
2,50 €
Gruppen
–Führungen nach Anmeldung: Kurzführung bis 45 Minuten 25 €, Führung bis 1,5 Stunden 40 €, jeweils zusätzlich zum Eintritt.
Familien
8 €Familienkarte
Kurze Einführungen in die Sammlung und Hinweise zu den Sonderausstellungen sind kostenlos.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Laut Stadt Immenhausen ist das Museum behindertengerecht eingerichtet.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Familienticket
8 € · Familienkarte
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Mitmach- & Anfassstationen
Kindergeburtstage
Kindergeburtstage (ca. 2–2,5 Stunden) mit kindgerechter Führung, Museumsrallye, Kurzfilm zur Glasherstellung, Bemalen eines eigenen Glases und Experimenten an Glasinstrumenten; 10 € pro Kind, mindestens 80 €, Eintritt und Material inklusive. Museumsfeste wie der „Heiße Herbst“ mit Glasbläser-Vorführung.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Immenhausen Bahnhof
RegioTram RT1 bzw. R17 (Kassel–Warburg) bis Immenhausen; Buslinien 40 (Kassel–Holzhausen), 171, 172 und Stadtbus 173.
Mit dem Auto
Gebührenfreier Wohnmobilstellplatz (8 Plätze) am Hallen- und Freibad, Bernhardt-Vocke-Straße, laut Stadt rund 2,4 km vom Museum entfernt.
Mit dem Auto über die A7 oder die A44 (Abfahrt Warburg, weiter über die B7 und Calden).
Ausstellungskataloge und die Schriftenreihen „Glas“ und „Gegensätze“ sind im Museum erhältlich.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Private Feiern
Hochzeiten / Trauungen
Bis zu 80 Personen.
Die große Ausstellungshalle kann für private Feiern wie Geburtstage, Jubiläen oder Konfirmationen gemietet werden (bis etwa 80 Personen). Standesamtliche Trauungen über das Standesamt Grebenstein-Immenhausen.
Führungen nach Anmeldung als Kurzführung (bis 45 Minuten) oder ausführlich (bis 1,5 Stunden). Das Museum versteht sich als außerschulischer Lernort und stellt Lehrkräften museumspädagogisches Material bereit. Im Atelier finden Kurse statt (z. B. Glasperlen, Gold- und Silberschmieden, Murano-Glas schmelzen), dazu Konzerte der Reihe „Glas & Klassik & mehr“.