
Glyptothek
Münchens ältestes öffentliches Museum zeigt am Königsplatz griechische und römische Marmorskulpturen – von den Ägineten bis zum Barberinischen Faun.
Über das Museum
Die Glyptothek geht auf Kronprinz Ludwig, den späteren König Ludwig I. von Bayern, zurück. Seit einer Italienreise 1804/05 begeisterte er sich für antike Kunst und ließ, bezahlt aus seiner Privatkasse, gezielt Spitzenwerke erwerben. Sein Kunstagent Johann Martin von Wagner sicherte in Rom und Griechenland unter anderem den Barberinischen Faun und die Giebelfiguren des Aphaia-Tempels von Ägina. Für die Sammlung entwarf Leo von Klenze ab 1816 einen Bau mit ionischer Tempelfront an der Nordseite des neu angelegten Königsplatzes; 1830 wurde das Museum als erstes öffentliches Museum Münchens eröffnet.
Ursprünglich waren die um einen Innenhof angeordneten Säle farbig ausgestaltet, Peter von Cornelius schmückte mehrere Räume mit Fresken. Bei Luftangriffen 1944 wurde das Gebäude schwer getroffen, die Ausmalung ging verloren. Beim Wiederaufbau, der 1972 abgeschlossen war, verzichtete man bewusst auf eine Rekonstruktion: Schlichte Ziegelwände, Muschelkalkböden und große Fenster zum Hof stellen seither die frei im Raum stehenden Marmorwerke in den Mittelpunkt.
Nach einer Generalsanierung von 2018 bis 2021 ist das Haus wieder vollständig zugänglich. Die Sammlung spannt einen Bogen von der griechischen Archaik über Klassik und Hellenismus bis zur römischen Kaiserzeit und Spätantike und umfasst Götter- und Heroenstatuen, Grabreliefs sowie eine bedeutende Reihe von Porträts. Gemeinsam mit den gegenüberliegenden Staatlichen Antikensammlungen bildet die Glyptothek den historischen Kern des Münchner Kunstareals.
Highlights
- Giebelfiguren des Aphaia-Tempels von Ägina (Ägineten)
- Barberinischer Faun
- Kouros von Tenea und Münchner Kouros
- Trunkene Alte und Knabe mit der Gans
- Porträts von Homer bis Augustus
- Klenzes klassizistischer Bau mit Café im Innenhof
Dauerausstellungen
- Meisterwerke antiker Bildhauerkunst – Rund um den Innenhof zeigen die Säle griechische und römische Marmorskulpturen von der Archaik bis zur Spätantike, darunter die Ägineten, Kouroi und zahlreiche Bildnisse berühmter Persönlichkeiten der Antike.
- Gegründet
- 1830
- Träger
- Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek (Freistaat Bayern)
- Leitung
- Florian S. Knauß (Leitender Sammlungsdirektor)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 6 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 4 €Studierende, Personen ab 65 Jahren, Schwerbehinderte, Freiwilligendienstleistende sowie Mitglieder bestimmter Kunst- und Künstlerverbände (laut Allgemeinen Tarifbestimmungen der staatlichen Museen in Bayern) |
| Kinder & Jugendliche | freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei; Schülerinnen und Schüler über 18 mit Schülerausweis ebenfalls frei. |
| Seniorinnen & Senioren | 4 €Ermäßigung ab 65 Jahren. |
| Menschen mit Behinderung | 4 €Begleitperson frei · Schwerbehinderte zahlen den ermäßigten Preis; die Begleitperson ist frei, wenn die Notwendigkeit einer Begleitung im Ausweis eingetragen ist. |
| Studierende & Azubis | 4 €Studierende ermäßigt; Studierende der Fächer Kunst, Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft frei. |
| Gruppen (ab 20 Pers.) | 4 € p. P.Ab 20 Personen 4 € pro Person (gilt für beide Häuser am Königsplatz); Anmeldung erbeten. Private Sonderführung bis 60 Minuten 100 € zzgl. Eintritt; Gruppen ab 30 Personen sollen geteilt werden. |
| Familien | –Kein eigenes Familienticket; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. |
Das Tagesticket gilt für Glyptothek und Staatliche Antikensammlungen. Sonntags 1 € pro Haus. Jahreskarte 20 € (ermäßigt 15 €). Online-Tickets über München Ticket mit abweichenden Preisen und möglichen Gebühren. Freier Eintritt u. a. für ICOM-Mitglieder, Inhaber der Bayerischen Ehrenamtskarte und Mitglieder des Freundeskreises. Zugang zum Museumscafé: Tageskarte 1 €, Jahreskarte 2,50 €.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Barrierefreier Zugang über den nördlichen Königseingang an der Gebäuderückseite (Luisenstraße, Klingel). Alle Ausstellungssäle sind barrierefrei erreichbar, zum Römersaal führt eine Rampe; vom Café aus Hublift in den Innenhof. Leihrollstuhl an der Kasse, leichte tragbare Faltstühle. Behindertentoilette und Gepäckfächer ebenerdig neben der Kasse. Blinde Besucher können Skulpturen mit Handschuhen ertasten (Voranmeldung erbeten). Blindenführ- und Epilepsiewarnhunde mit Kennzeichnung erlaubt. Abholung von der nächsten Haltestelle nach telefonischer Absprache möglich.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 17 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Kindergeburtstage
Kostenloser Kinder-Mediaguide mit Eule Glauki (Touren für 6–8 und 9–14 Jahre, je ca. 60 Min.). Kindertage, Ferienworkshops und Entdeckertouren mit Arbeitsblättern. Kindergeburtstage über das Museumspädagogische Zentrum (6–12 Jahre je nach Thema, 120 Min., max. 12 Kinder).
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Königsplatz
U2 bis Königsplatz; Tram 27 bis Karolinenplatz; Museumslinie Bus 100 bis Königsplatz. Nicht weit vom Hauptbahnhof.
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
Keine museumseigenen Parkplätze; gebührenpflichtiges Parken in den umliegenden Straßen.
Service & Gastronomie
- Café
- Restaurant: nicht vorhanden
- Garderobe
- Schließfächer
Museumscafé im Innenhof und in Saal VIII mit italienischem Kaffee, fränkischem Museumswein, Panini und Kuchen. Garderobe und Gepäckfächer neben dem Kassenbereich.
Veranstaltungen & Vermietung
Auf der offiziellen Website ist kein Vermietungsangebot ausgewiesen. Der Innenhof wird im Sommer für die Theaterspiele Glyptothek und Konzerte genutzt.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE, EN) |
| Angebote für Schulen | ja |
Museen in der Nähe

Geologisches Museum München

Staatliche Antikensammlungen

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München

NS-Dokumentationszentrum

Paläontologisches Museum München
