
GoetheStadtMuseum Ilmenau
Städtisches Museum im barocken Amtshaus am Ilmenauer Markt über Goethes Amtstätigkeit vor Ort und die Stadtgeschichte mit Bergbau, Glas und Porzellan.
Über das Museum
Das Amtshaus am Markt geht auf einen Renaissancebau zurück, den Gräfin Sophie von Henneberg 1616 errichten ließ. Ab 1634 diente es den Herzögen von Sachsen-Weimar als Amts- und Wohnsitz. Nach dem großen Stadtbrand von 1752 entstand es nach Plänen des Barockbaumeisters Gottfried Heinrich Krohne neu; das Henneberger Wappen und die Jahreszahl 1616 im Giebel erinnern an den Vorgängerbau.
Johann Wolfgang von Goethe hielt sich insgesamt 26 Mal in Ilmenau auf, erstmals im Mai 1776. Als Beamter des Herzogs Carl August sollte er den stillgelegten Kupfer- und Silberbergbau wiederbeleben und das zerrüttete Steuerwesen der Stadt neu ordnen. Bei seinen Besuchen wohnte und arbeitete er in den herzoglichen Räumen im ersten Stock des Amtshauses, die bis 1918 als fürstliches Quartier genutzt wurden.
1931 zog das örtliche Heimatmuseum mit einem Goethe-Gedenkzimmer ins Erdgeschoss, zum 200. Geburtstag des Dichters 1949 bezog es Räume im Obergeschoss. Die Stadt erwarb das Haus 2002 und ließ es bis 2008 grundlegend sanieren; heute teilen sich das GoetheStadtMuseum, die Ilmenau-Information und das Kulturamt das Gebäude.
Die Dauerausstellung auf rund 180 Quadratmetern führt durch Goethes Ilmenauer Aufgaben als Staatsbeamter, Naturforscher und Dichter, zeigt den historischen Wohnraum mit Stuckdecke und Dielenboden und erzählt die Stadtgeschichte von der Glas- und Porzellanherstellung bis zur Kurstadt des 19. Jahrhunderts. Hörstationen, Tastvitrinen und ein begehbarer Stollen machen den Bergbau anschaulich. Gemeinsam mit dem Jagdhaus Gabelbach und dem Goethehaus Stützerbach gehört das Haus zu den drei Goethe-Museen der Stadt.
Highlights
- Historischer Wohnraum Goethes mit originaler Stuckdecke und Dielenboden
- Begehbarer Bergwerksstollen mit Klopfgeräuschen
- Gasfeuerzeug mit elektrischer Zündung aus der Zeit um 1810
- Glaskugel des Ilmenauer Künstlers Max Grimm mit Goethe auf dem Kickelhahn
- Porzellane der Ilmenauer Manufakturen seit 1777
Dauerausstellungen
- Goethe in Ilmenau und Stadtgeschichte – Die Dauerausstellung stellt Goethe als Staatsbeamten, Naturforscher und Dichter in Ilmenau vor und führt durch Bergbau, Glas- und Porzellanherstellung und Kurwesen der Stadt.
- Träger
- Stadt Ilmenau
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 6 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 3 €Schüler, Studierende, Auszubildende, Bundesfreiwilligendienst, Schwerbehinderte, Sozialpassinhaber, Begleitperson Schwerbehinderter (B) |
| Kinder & Jugendliche | freibis 14 Jahre frei · Kinder bis 14 Jahre frei, dazu eine Begleitperson frei. |
| Seniorinnen & Senioren | –Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen. |
| Menschen mit Behinderung | 3 €Ermäßigter Eintritt für Schwerbehinderte; Begleitperson (Merkzeichen B) ebenfalls ermäßigt. |
| Studierende & Azubis | 3 € |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 4 € p. P.Ab 10 Personen; ermäßigte Gruppen 2 € pro Person. Gruppen bitte einen Tag vorher anmelden. |
| Familien | –Partner der Mehrkindfamilienkarte Thüringen (2 Kinder + 2 Erwachsene). |
| Kombiticket alle drei Goethe-Museen (GoetheStadtMuseum, Jagdhaus Gabelbach, Goethehaus Stützerbach) | 12 € |
| Jahreskarte (alle drei Goethe-Museen) | 22 € |
| Mit Thüringer Wald Card | 3 €mit Thüringer Wald Card All-Inklusive frei |
Freier Eintritt: Goethes Geburtstag (28. August), Tag des offenen Denkmals (2. Sonntag im September), Weltkindertag (20. September)
Einheitliche Preise für die drei Goethe-Museen der Stadt Ilmenau. Mit der weimar card plus freier Eintritt.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Stufenloser Zugang über den Nebeneingang mit Hublift (Plattform 90 × 200 cm), Aufzug im Haus, Türen mindestens 80 cm breit; Rampen mit bis zu 15 % Neigung zwischen den Ausstellungsbereichen. Behinderten-WC vorhanden. Ein Behindertenparkplatz liegt im Hof, 17 m vom Eingang. Geprüft im Programm „Reisen für Alle“ (gültig bis Mai 2029).
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 14 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Mitmach- & Anfassstationen
Das Haus versteht sich als Museum zum Anfassen mit Hörstationen, Filmen und Tastvitrinen; bei Kindern besonders beliebt ist der begehbare Bergwerksstollen. Für Kinder- und Schülergruppen gibt es eigene Führungen und eine kombinierte Stadt- und Museumsführung. Am Weltkindertag (20. September) ist der Eintritt frei.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
- Behindertenparkplatz
Das Museum liegt im Amtshaus direkt am Markt in der Ilmenauer Innenstadt; im selben Gebäude befindet sich die Ilmenau-Information.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1,5 Std. |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE, EN) |
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Kostenloser Web-Audioguide zur Dauerausstellung auf Deutsch und Englisch über das eigene Smartphone (QR-Codes im Museum, eigene Kopfhörer mitbringen). Museumsführungen (1,5 Stunden) für Erwachsenengruppen 40 € zzgl. Eintritt (max. 20 Personen), für Kinder- und Schülergruppen 30 € (max. 25); kombinierte Stadt- und Museumsführung „Ilmenau kompakt“. Buchung über die Ilmenau-Information im selben Haus (Tel. 03677 600-300, stadtinfo@ilmenau.de). Virtueller 360-Grad-Rundgang online. |




