
Museum Humpis-Quartier
Stadtgeschichtliches Museum in fünf spätmittelalterlichen Häusern der Ravensburger Altstadt – Alltag von Fernhändlern, Handwerkern und Gerbern.
Über das Museum
Das Humpis-Quartier an der Ravensburger Marktstraße ist ein ungewöhnlich gut erhaltenes spätmittelalterliches Wohnviertel; seine ältesten Bauteile reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Im 15. Jahrhundert prägte die Patrizierfamilie Humpis das Ensemble. Hans Humpis, mehrfach Bürgermeister und Leiter der Großen Ravensburger Handelsgesellschaft, bewohnte das Haus Marktstraße 45 mit seiner kunstvoll ausgestatteten Erkerstube.
Später wurden die Gebäude aufgeteilt: Ende des 18. Jahrhunderts lebten hier zwei Gerberbrüder, ab 1842 betrieb die Familie Rösch eine Weinwirtschaft mit dem prächtigen Grünen Saal, die rund 150 Jahre lang ein Treffpunkt der Stadt blieb und 1992 schloss.
Nachdem die Museumsgesellschaft 2003 ein erstes Eckhaus zugänglich gemacht hatte, begann 2005 der Umbau zum städtischen Museum, das im Juli 2009 eröffnete. Ein glasüberdachter Innenhof verbindet die historischen Häuser mit moderner Architektur; das Konzept wurde unter anderem 2015 mit dem ersten Lotto-Museumspreis Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Ausstellung zeigt die Lebenswelten von Lederhandwerkern, Fernhändlern und Gerbern, ergänzt um Kabinette etwa zu den Schwabenkindern und zur frühen Hexenverfolgung.
Seit einigen Jahren wird die Dauerausstellung schrittweise zu einem Stadtmuseum weiterentwickelt, das Ravensburgs Geschichte und Bevölkerung stärker in den Blick nimmt. Bis 2029 entstehen neue Bereiche wie „Aufbruch in die Demokratie 1848–1918“, das Mitmachprojekt „Museum Kollektiv“ und ein Schaudepot; das Museum bleibt dabei geöffnet.
Highlights
- Erkerstube des Fernhändlers Hans Humpis
- Lebenswelten von Lederhandwerker, Fernhändler und Gerberfamilie
- Glasüberdachter Innenhof zwischen den historischen Häusern
- Kabinette zu Schwabenkindern und Hexenverfolgung
- Neuer Bereich „Aufbruch in die Demokratie 1848–1918“
Dauerausstellungen
- Lebenswelten im Humpis-Quartier – Rundgang durch die historischen Häuser, der den Alltag eines Lederhandwerkers, eines Fernhändlers und einer Gerberfamilie über mehrere Jahrhunderte nachzeichnet.
- Aufbruch in die Demokratie 1848–1918 – Neuer Ausstellungsbereich zu den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen in Ravensburg von der Revolution 1848 bis zum Ende des Kaiserreichs.
- Schaudepot – Ausgewählte Sammlungsstücke im Depot mit Museumswerkstatt, die Einblicke hinter die Kulissen der Museumsarbeit gibt.
- Gegründet
- 2009
- Träger
- Stadt Ravensburg
- Leitung
- Sabine Mücke
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 7 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 5 €Schwerbehinderte, Studierende, Auszubildende, FSJ/BFD, Inhaber des Tafelladenausweises |
| Kinder & Jugendliche | freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. |
| Seniorinnen & Senioren | –Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen. |
| Menschen mit Behinderung | 5 €Ermäßigt mit Schwerbehindertenausweis. |
| Studierende & Azubis | 5 €Studierende und Auszubildende ermäßigt. |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 6 € p. P.Ab 10 Personen. Gruppenführung 90 € (ermäßigt 60 €) zzgl. Eintritt; Englisch oder Französisch +10 €. |
| Familien | –Kein Familienticket; Kinder bis 18 Jahre frei. |
| Jahreskarte | 20 €Inkl. Sonderausstellungen und öffentlicher Führungen; Mitglieder der Museumsgesellschaft 15 € |
| Ravensburger Museumskarte | 20 €Je ein Eintritt in alle vier städtischen Museen, übertragbar |
| Öffentliche Führung (Sa 12:30 und 15 Uhr, zzgl. Eintritt) | 5 €Ermäßigt und Kinder 3 €, unter 6 Jahren frei |
Freier Eintritt: Museumsfreitage mit 1 € Eintritt, 2026 noch am 30.10., 13.11. und 18.12.
Freier Eintritt mit AusZeit-Card und Ticket-Tafel; 2 € Rabatt mit bwegt- bzw. Deutschland-Ticket (bwegtPlus) und ECHT Bodensee Card. Medienguide kostenlos gegen Pfand.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache
- Audiodeskription: keine Angabe
Weitgehend barrierefrei, alle Etagen per Aufzug erreichbar. Im historischen Baudenkmal gibt es jedoch niedrige Türen, Schwellen und unebene Böden, bei denen Rollstuhl- und Rollatornutzende teils Hilfe brauchen. Blinden- und Assistenzhunde erlaubt. Informationen in Leichter Sprache.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 17 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kostenlose Museumsrallye für 8- bis 12-Jährige als Heft oder in der App (ca. 1–1,5 Stunden); Familienführungen durch das Quartier. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Marienplatz · 5 Min. zu Fuß
Stadtbus 1 bis Marienplatz bzw. Linie 21 zum Gänsbühlzentrum; die Haltestellen Marienplatz, Konzerthaus und Gänsbühl liegen jeweils rund 5 Gehminuten entfernt. Vom Bahnhof Ravensburg ca. 15 Minuten zu Fuß. Zusätzlich Rufbus mobi.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden · 5 Min. zu Fuß zum Eingang
Kein eigener Parkplatz; Parkhäuser P5 Gänsbühlzentrum, P1 Marienplatz und P4 Rauenegg in rund 5 Gehminuten.
Service & Gastronomie
- Restaurant
- Museumsshop
- Garderobe
- Schließfächer
Gaststätte HUMPIS im Quartier (Marktstraße 47); Buch-Shop; Garderobe und Schließfächer im Erd- und Untergeschoss.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
Bis zu 100 Personen.
Glasüberdachter Innenhof mit kleiner Bühne für bis zu 100 Personen, Mai bis Oktober ab 19 Uhr bis Mitternacht, Miete 476 €; Buchung und Catering über die Gaststätte HUMPIS.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE, EN) |
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Für private Zwecke ohne Blitz erlaubt; Stative und Selfie-Sticks nicht gestattet, in Sonderausstellungen teils Fotoverbot. |
| Hinweise | Öffentliche Führungen meist samstags um 12:30 und 15 Uhr, Anmeldung empfohlen. Kostenloser Medienguide als App oder Leihgerät (Deutsch, Englisch). Taschen über 20 × 30 cm sind in der Ausstellung nicht erlaubt. Schulprogramme (90 oder 180 Minuten) mit Anmeldung. |




