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LVR-Industriemuseum Solingen – Gesenkschmiede Hendrichs
Foto: Frank Vincentz · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

LVR-Industriemuseum Solingen – Gesenkschmiede Hendrichs

Hundert Jahre lang produzierende Scherenschmiede in Solingen-Merscheid, in der Fallhämmer und Werkstätten heute im Vorführbetrieb laufen.

ÖffnungszeitenEintritt ab 8 € Teilweise barrierefrei Restaurant

Aktuelle Ausstellungen

18. Mai 2025 – 11. Oktober 2026

Probiert? Kapiert! Die Mitmach-Ausstellung

Tüftelausstellung für Kinder, Familien und Gruppen zu Energie, Transport, Lagerung und Produktion, an deren Ende gemeinsam eine große Kettenreaktion gebaut wird.

24. Februar 2027 – 17. Oktober 2027

Das neue Wir. ERZÄHLRAUM SOLINGEN

Solinger:innen erzählen mit Fotos, Objekten und Interviews von Ankunft, Arbeit, Flucht und Zugehörigkeit; die Schau versteht Stadtgeschichte als Migrationsgeschichte und greift auch den Brandanschlag von 1993 auf.

Über das Museum

Die Brüder Peter und Friedrich Wilhelm Hendrichs, beide gelernte Scherenfeiler, gründeten 1886 in Solingen-Merscheid eine Gesenkschmiede, die Scherenrohlinge maschinell unter Fallhämmern formte. Die Rohlinge wurden anschließend von Heimarbeitern in kleinen Werkstätten der Region gehärtet, geschliffen und montiert. Das Unternehmen wuchs zu einem der größten Betriebe seiner Art in Solingen mit 33 Hämmern; 1896 entstand auf dem Gelände die Villa der Fabrikantenfamilie.

Nach dem Zweiten Weltkrieg schrumpfte die Belegschaft stark, und nach wirtschaftlichen Krisen endete die Produktion 1986 – genau hundert Jahre nach der Gründung. Der Landschaftsverband Rheinland übernahm Fabrik, Villa und vollständiges Inventar samt den verbliebenen Beschäftigten und ließ das denkmalgeschützte Ensemble mit Mitteln von LVR und Land zum Museum umbauen. Die offizielle Eröffnung als Solinger Standort des LVR-Industriemuseums folgte im März 1999.

Erhalten sind Spalterei, Schmiedehalle, Schneiderei, Werkzeugmacherei, Gesenkekeller, Umkleide- und Waschraum sowie das Kontor. Bei laufenden Vorführungen entstehen bis heute Scherenrohlinge; eingegliederte Heimarbeiterwerkstätten zeigen das Weiterverarbeiten. In der Fabrikantenvilla sind Wohnräume der Familie und seit einigen Jahren die spielerische Ausstellung „Spielräume Demokratie“ zu sehen. Das Museum ist Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und Ausgangspunkt eines Netzes kleiner Industriekultur-Stationen in Solingen, etwa des Wipperkottens.

Highlights

  • Vorführungen an historischen Fallhämmern und Pressen während der gesamten Öffnungszeit
  • Vollständig erhaltene Fabrik mit Werkzeugmacherei, Gesenkekeller und Waschraum
  • Große Schneidwarensammlung, darunter eine winzige Schere und die Storchenschere
  • Fabrikantenvilla von 1896 mit Wohnräumen und „Spielräume Demokratie“
  • Schleif- und Reparaturservice für mitgebrachte Messer und Scheren
  • Jährlicher MesserGabelScherenMarkt im Herbst

Dauerausstellungen

  • Vom glühenden Stahl zur Schere – Rundgang durch die komplett erhaltene Gesenkschmiede mit Maschinenvorführungen, Heimarbeiterwerkstätten und einer großen Sammlung Solinger Schneidwaren. Die benachbarte Villa zeigt, wie die Fabrikantenfamilie wohnte.
  • Spielräume Demokratie – Im Obergeschoss der Fabrikantenvilla erkunden vor allem Jugendliche in vier Räumen mit Digital-, Escape-, Diskussions- und Brettspiel, wie Mitbestimmung und Kompromisse funktionieren.
Gegründet
1999
Träger
Landschaftsverband Rheinland (LVR-Industriemuseum)
Leitung
Nicole Scheda (Museumsleitung)

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Erwachsene8 €
Ermäßigt6 €Studierende, Auszubildende, Bundesfreiwilligendienstleistende
Kinder & Jugendlichefreibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
Seniorinnen & Senioren–Keine eigene Seniorenermäßigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung5,50 €Ermäßigung für Menschen mit Schwerbehinderung sowie Leistungsbeziehende nach SGB II und SGB XII.
Studierende & Azubis6 €
Gruppen (ab 10 Pers.)7 € p. P.Kombiticket für Gruppen ab 10 Personen. Schulklassen und Kita-Gruppen inkl. Begleitpersonen frei. Gruppenführung 65 €, für Kinder- und Schulgruppen ab 45 €, fremdsprachig (Englisch, Französisch, Italienisch) 55–75 €.
NRW-Ehrenamtskarte3,50 €
LVR-Museumskarte (Jahreskarte für alle LVR- und LWL-Museen)50 €Partnerkarte 70 €, für Studierende, Auszubildende und Bundesfreiwilligendienstleistende 15 €

Freier Eintritt: Jeden ersten Freitag im Monat freier Eintritt für alle (nicht für Veranstaltungen und buchbare Programme)

Die 8 € gelten als Kombiticket für Dauer- und Sonderausstellung; laut Ausstellungsseite kostet der Eintritt ohne laufende Sonderausstellung 7 €. Freier Eintritt u. a. für Geflüchtete, Leistungsempfänger:innen des LVR inkl. Begleitperson sowie Mitglieder von ICOM und Deutschem Museumsbund. Für Veranstaltungen wie den MesserGabelScherenMarkt gelten eigene Preise. Zahlung bar, mit Girocard oder Kreditkarte.

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug
  • Barrierefreies WC
  • Behindertenparkplatz
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Tastmodelle / taktile Angebote
  • Führungen in Gebärdensprache
  • Angebote in Leichter Sprache
  • Audiodeskription: keine Angabe

Zertifiziert nach „Reisen für Alle“. Fabrik und Ausstellungsbereiche stufenlos bzw. per Aufzug (Kabine 110 × 152 cm) erreichbar; die Ausstellung in der Villa Hendrichs ist nicht barrierefrei. Leihrollstuhl und Rollator vorhanden. Behinderten-WC auf dem Außengelände. Kein Blindenleitsystem, keine induktive Höranlage. Kostenloser Audioguide auf Deutsch, Englisch und in Leichter Sprache; Tastführungen und Führungen mit Gebärdensprachdolmetschung (Kosten trägt der LVR, Anmeldung vier Wochen vorher) über Kulturinfo Rheinland.

Kinder & Familie

Gut für Kinder & Familien geeignet

Eintritt Kinderbis 17 Jahre frei
  • Familienführungen & Workshops
  • Mitmach- & Anfassstationen
  • Spielplatz / Spielecke
  • Kindergeburtstage

Laut Museum ausdrücklich familientauglich: Kinderführungen, regelmäßige Familiensonntage, Schmiede- und Metallwerkstätten zum Mitmachen, Kreativ-Workshops in den Ferien, Kindermuseumsfest im Frühjahr und Spielaktionen zum Ende der Sommerferien. Außengelände mit Wiesen und Spielplatz zum Picknicken. Kindergeburtstage ab 8 Jahren, z. B. eigene Schere oder Taschenmesser bauen.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Industriemuseum · 250 m

Bushaltestelle „Industriemuseum“ (ca. 250 m); der Weg zum Eingang ist stufenlos, aus Richtung Stadtmitte die Straße an der Querungshilfe überqueren.

Mit dem Auto

Parkplatz kostenlos · 10 m zum Eingang

Kostenloser Parkplatz auf dem Museumsgelände, Navi-Zufahrt über die Straße Bäckershof; Behindertenparkplatz ca. 30 m vor dem Eingang.

  • Behindertenparkplatz
Route planen

Service & Gastronomie

  • Café
  • Restaurant
  • Museumsshop
  • Garderobe
  • Schließfächer

Lounge im Foyer mit Heißgetränken; Restaurant Villa Zefyros (griechische Küche) in der Fabrikantenvilla mit Garten. Picknick auf dem Außengelände erlaubt. Museumsshop mit Solinger Schneidwaren in der Schmiedehalle von 1915. Hunde außer Assistenzhunden nicht erlaubt.

Veranstaltungen & Vermietung

  • Räume mietbar
  • Private Feiern
  • Firmenveranstaltungen

Bis zu 150 Personen.

Ehemaliges Schlüssellager (ca. 100 m²) für Tagungen, Workshops, Empfänge und Feiern: 54 Plätze an Tischen, 100 in Reihen, 120 an Stehtischen, 150 ohne Bestuhlung. Führungen für Gäste während der Öffnungszeiten möglich.

Anfrage & Details

Besuch planen

Führungenja
Audioguideja (DE, EN)
Angebote für Schulenja
FotografierenFotografieren und Filmen zu privaten Zwecken erlaubt, sofern niemand gestört wird; gewerbliche Aufnahmen nur nach Absprache gegen Gebühr.
HinweiseAudioguide kostenlos an der Kasse (auch in Leichter Sprache). Führungen und Programme über Kulturinfo Rheinland, Tel. 02234 9921-555 (Mo–Fr 8–18, Sa/So/Feiertage 10–15 Uhr), info@kulturinfo-rheinland.de. Schleif- und Reparaturservice für Messer und Scheren (1–6 € pro Stück), Abgabe an der Kasse.

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