MuseumsAtlasEntdecke Museen weltweit.
Währung
Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus in Weimar
Foto: Kasa Fue · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus

Museum im ehemaligen Gauforum Weimar zur Geschichte der NS-Zwangsarbeit in Deutschland und im besetzten Europa und ihren Folgen.

ÖffnungszeitenEintritt ab 5 € Rollstuhlgerecht

Über das Museum

Das Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus öffnete am 8. Mai 2024, dem Jahrestag des Kriegsendes in Europa. Es ist nach den Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora der dritte Bildungsort der gleichnamigen Stiftung und bringt deren Arbeit mitten in die Weimarer Innenstadt. Grundlage ist eine internationale Wanderausstellung, die ab 2007 mit Mitteln der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft erarbeitet, 2010 im Jüdischen Museum Berlin erstmals gezeigt und anschließend unter anderem in Moskau, Warschau, Prag, Dortmund, Hamburg und Steyr präsentiert wurde.

Als Standort dient der Südflügel des ehemaligen Gauforums. Dort sollte Fritz Sauckel, Gauleiter von Thüringen und ab 1942 Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz, seine Diensträume erhalten; bezogen wurde der bis Kriegsende nicht ganz fertiggestellte Bau nie. Der größte Teil der Ausstellung liegt im einst geplanten Empfangssaal. Nach einer Machbarkeitsstudie 2013 baute der Freistaat Thüringen die Räume ab 2020 um; ein Dachstuhlbrand im November 2022 verzögerte die Arbeiten um mehrere Monate.

Die Dauerausstellung deutet Zwangsarbeit als rassistisches und weitgehend öffentlich begangenes Gesellschaftsverbrechen. Sie führt von der Ausgrenzung ab 1933 über die Zwangsarbeit im besetzten Europa und das Massenphänomen im Deutschen Reich bis zu Befreiung, Entschädigungsdebatten und Erinnerung. Über 60 Fallgeschichten, zahlreiche Fotoserien, mehr als 70 Medienstationen und Videointerviews mit Überlebenden machen die Beziehungen zwischen Deutschen und Zwangsarbeitenden sichtbar. Ergänzend bietet das Museum Stadtrundgänge zu Orten der Zwangsarbeit in Weimar sowie Veranstaltungen im Boris-Romantschenko-Saal an.

Highlights

  • Dauerausstellung zur Gesamtgeschichte der NS-Zwangsarbeit von 1933 bis heute
  • Über 60 Fallgeschichten mit Fotoserien, Dokumenten und Objekten
  • Standort im geplanten Empfangssaal Fritz Sauckels im ehemaligen Gauforum
  • Videointerviews mit ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern
  • Kostenlose Multimedia-App in zehn Sprachen, darunter Deutsche Gebärdensprache
  • Stadtrundgänge auf den Spuren der Zwangsarbeit in Weimar

Dauerausstellungen

  • Zwangsarbeit im Nationalsozialismus – Gesamtschau der NS-Zwangsarbeit in vier Kapiteln von der Ausgrenzung ab 1933 bis zur Befreiung, mit einem Epilog zur späten Anerkennung und Entschädigung. Über 60 Fallgeschichten zeigen das Verhältnis zwischen Deutschen und Zwangsarbeitenden.
Gegründet
2024
Träger
Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Leitung
Dr. Daniel Logemann

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Erwachsene5 €
Ermäßigt3 €Auszubildende, Schüler:innen, Studierende, Menschen mit Behinderung, Empfänger:innen von Sozialleistungen sowie Inhaber:innen der Thüringer Ehrenamtscard und der Thüringer Mehrkindfamilienkarte
Kinder & Jugendliche–Schülerinnen und Schüler zahlen den ermäßigten Preis. Das Museum empfiehlt den Besuch erst ab 14 Jahren.
Seniorinnen & Senioren–Keine eigene Seniorenermäßigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung3 €
Studierende & Azubis3 €
Gruppen–Gruppenangebote nach Anmeldung, Pauschalpreise pro Veranstaltung: Ausstellungsrundgang für Erwachsenengruppen (max. 15 Personen) 80 €, für ermäßigungsberechtigte Gruppen 40 €. Stadtrundgänge, Workshops und Seminare für Erwachsenengruppen bis 15 Personen 80 €, 16–30 Personen 120 €; ermäßigungsberechtigte Gruppen 40 € bzw. 60 €.
Moderierter Rundgang durch die Dauerausstellung (inkl. Eintritt)7 €ermäßigt 3 €
Öffentlicher Stadtrundgang zur Zwangsarbeit in Weimar (inkl. Eintritt)7 €ermäßigt 3 €

Freier Eintritt: Jeden ersten Freitag im Monat freier Eintritt

Tickets am Informationsschalter im Foyer. Freier Eintritt mit der weimar card, für Mitglieder von ICOM und Deutschem Museumsbund sowie für ehemalige NS-Verfolgte und ihre direkten Angehörigen. Die Nutzung des Multimediaguides ist im Eintritt enthalten.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht
  • Aufzug
  • Barrierefreies WC
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Zertifiziert mit „Barrierefreiheit geprüft“ (Reisen für Alle). Zugang für Rollstuhl und Rollator, Aufzug, barrierefreies WC und eine Toilette für alle; tragbare Sitzgelegenheiten zum Ausleihen. Die Museums-App gibt es auch in Deutscher Gebärdensprache. Zusätzlich wird ein inklusiver Stadtrundgang in Kooperation mit der Lebenshilfe Thüringen angeboten.

Kinder & Familie

Nur bedingt für Kinder geeignetEmpfohlen ab 14 Jahren

    Das Museum empfiehlt den Besuch mit Kindern erst ab 14 Jahren; dieselbe Altersempfehlung gilt für Rundgänge und App.

    Anreise & Parken

    Mit Bus & Bahn

    Vom Hauptbahnhof mit den Buslinien 4, 6 und 7 (Fahrzeit ca. 5 Minuten); vom Goetheplatz ca. 5 Minuten zu Fuß.

    Mit dem Auto

    Parkplatz vorhanden

    Empfohlen wird die Tiefgarage des „Weimar Atrium“; weitere Parkmöglichkeiten nennt die Stadt Weimar. Reisebusse können am Weimar Atrium bis zu 30 Minuten kostenlos zum Ein- und Aussteigen halten.

    Route planen

    Service & Gastronomie

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Veranstaltungen & Vermietung

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Besuch planen

    Führungenja · Dauer ca. 2 Std.
    Audioguideja (DE, EN, FR, HE, IT, RU, PL, NL, UK)
    Angebote für Schulenja
    FotografierenFotos und Filmaufnahmen für private Zwecke erlaubt, sofern andere Besucher nicht gestört werden; Veröffentlichungen nur mit Genehmigung der Stiftung.
    HinweiseModerierte Rundgänge jeden Dienstag um 11 Uhr und jeden Samstag um 15:30 Uhr (max. 15 Teilnehmende, Tickets spätestens 15 Minuten vorher an der Information). Stadtrundgang auf den Spuren der NS-Zwangsarbeit von März bis Oktober jeden 2. und 4. Samstag um 13 Uhr ab Tourist Information am Markt 4 (ca. 2 Stunden, max. 30 Personen). Kostenlose App „Museum Zwangsarbeit“ als Multimediaguide (Rundgang ca. 1 Stunde, auch in Deutscher Gebärdensprache); bitte eigene Kopfhörer mitbringen. Schulklassen buchen halb- oder ganztägige Workshops oder Mehrtagesseminare.

    Museen in der Nähe

    Weitere Kategorien