Musikinstrumentenmuseum Lißberg
Museum in Ortenberg-Lißberg mit einer der größten Sammlungen von Drehleiern und Dudelsäcken und Instrumenten zum Ausprobieren.
Über das Museum
Das Museum geht auf den Frankfurter Instrumentenbauer und Sammler Kurt Reichmann zurück. Er lernte 1965 auf der Burg Waldeck die Drehleier kennen, baute ab 1967 selbst Instrumente und holte 1982 sein Drehleierfestival nach Lißberg. Zu seinem 50. Geburtstag öffnete hier 1990 in der ehemaligen einklassigen Dorfschule zwischen Burgturm und Kirche das Musikinstrumentenmuseum; der größte Teil der Bestände stammt aus seiner Sammlung.
Leitgedanke ist die Entwicklung der Musikinstrumente seit Michael Praetorius, dessen Werk „Syntagma musicum“ von 1619 die Gliederung nach Instrumentenfamilien vorgibt. Auf engem Raum stehen über 2.000 Originale und Nachbauten nebeneinander – Sackpfeifen aus vielen Ländern vom riesigen „Großen Bock“ bis zum kleinen „Hümmelchen“ und Drehleiern aus Frankreich, Russland und Deutschland. Hinzu kommen spielbare Rekonstruktionen seltener Instrumente wie Nürnbergisch Geigenwerk, Bassanello, Dulcaina und Orgelleier, eine ethnologische Blasinstrumentensammlung, Miniaturen sowie Teile historischer Geigenbau- und Drehleierwerkstätten.
Getragen wird das Haus seit der Eröffnung von einem Förderverein gemeinsam mit der Stadt Ortenberg; Ehrenamtliche führen durch die Sammlung. An einem nachgebauten Renaissance-Musiziertisch dürfen Gäste selbst Instrumente ausprobieren, ein Audioguide mit 22 Stationen ergänzt den Rundgang. Rund um das Museum finden Drehleierkurse, Leiertage und Konzerte des Bonifatius-Ensembles statt.
Highlights
- Eine der weltweit größten Sammlungen von Drehleiern und Dudelsäcken
- Spielbarer Nachbau des „Nürnbergisch Geigenwerk“
- Seltene Instrumente wie Bassanello, Dulcaina und Orgelleier
- Renaissance-Musiziertisch zum Selbstausprobieren
- Teile der Werkstätten von Geigen- und Drehleierbauern
Dauerausstellungen
- Die Entwicklung der Musikinstrumente von Michael Praetorius bis heute – Über 2.000 Originale und Nachbauten, geordnet nach Instrumentenfamilien, mit Schwerpunkt auf Drehleiern und Dudelsäcken sowie einem Musiziertisch zum Ausprobieren.
- Gegründet
- 1990
- Träger
- Förderverein Musikinstrumenten-Museum Lißberg und Stadt Ortenberg
- Leitung
- Kurt Racky
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 7 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 3 €bis 5 Jahre frei · Kinder von 6 bis 14 Jahren 3 €, unter 6 Jahren frei. |
| Seniorinnen & Senioren | 5 € |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 5 € p. P.Gruppen ab 10 Personen 5 € pro Person. |
| Familien | 15 €2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder. |
Besichtigung mit Führung (inklusive Burgturm und Kirche) nach telefonischer Anmeldung. Mitglieder des Fördervereins haben freien Eintritt.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 5 Jahre frei |
|---|---|
| Familienticket | 15 € · 2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder. |
- Mitmach- & Anfassstationen
Das Museum wirbt ausdrücklich auch um Kinder: Am Ausprobiertisch lassen sich Dutzende, teils kuriose Instrumente selbst spielen.
Anreise & Parken
Mit dem Auto über die A45, Ausfahrt Ortenberg. Das Museum liegt oben auf dem Burghügel zwischen Kirche und Burgruine; vom Tal (Vulkanradweg) aus sind rund 70 Höhenmeter überwiegend auf Kopfsteinpflaster zu überwinden.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE) |
| Hinweise | Der Besuch ist in der Regel mit einer Führung durch die Sammlung verbunden; Führungen für Einzelpersonen und Gruppen (auch mit Burgturm und Kirche) nach telefonischer Vereinbarung. Der Audioguide mit 22 Stationen läuft über museum.de auf dem eigenen Smartphone. |



