
Oberharzer Bergwerksmuseum
Ältestes Bergbaumuseum Deutschlands in Clausthal-Zellerfeld mit Sammlung zum Oberharzer Erzbergbau, Freigelände und begehbarem Schaubergwerk.
Über das Museum
Die Idee zum Museum geht auf das Jahr 1884 zurück, als der Clausthaler Berghauptmann Adolf Achenbach Bergleute bat, alte Werkzeuge und Geräte für eine Sammlung zur Verfügung zu stellen. 1892 wurde daraus offiziell das Museum des Landkreises Zellerfeld, das zunächst in Räumen der Kreisverwaltung und des Rathauses untergebracht war. Nach dem Zusammenschluss von Clausthal und Zellerfeld zog die Sammlung in das ehemalige Zellerfelder Rathaus und wurde 1928 neu eröffnet.
In den folgenden Jahren entstand hinter den beiden rund 300 Jahre alten Bürgerhäusern ein Freigelände, auf dem originale Bergwerksanlagen aus dem Oberharz wieder aufgebaut wurden – darunter ein Pferdegöpel, ein Schachtgebäude, eine Radstube und eine Erzaufbereitung. Damit gilt das Haus als erstes technisches Freilichtmuseum Deutschlands. Ein kurzes Schaubergwerk unter dem Gelände vermittelt die Arbeit unter Tage.
Die Sammlung reicht von Werkzeugen, Grubenlampen, Münzen und Mineralien über Möbel und Gemälde bis zu einer bedeutenden Reihe historischer Lehrmodelle der Bergakademie; eine Abteilung erinnert an Robert Koch, der in Clausthal aufwuchs. Seit 2010 ist das Museum Teil des UNESCO-Welterbes rund um die Oberharzer Wasserwirtschaft und wurde lange von der Stiftung Welterbe im Harz betrieben. Seit Januar 2026 führt eine vom Oberharzer Geschichts- und Museumsverein gegründete gemeinnützige GmbH den Betrieb weiter, inklusive der Außenstandorte wie Ottiliae-Schacht und Welterbe-Touren.
Highlights
- Begehbares Schaubergwerk unter dem Museumsgelände (nur mit Führung)
- Freigelände mit Pferdegöpel, Radstube, Aufbereitung und Bergschmiede
- Sammlung historischer Bergbau-Lehrmodelle
- 29 Ausstellungsräume in zwei rund 300 Jahre alten Bürgerhäusern
- Welterbe-Touren über und unter Tage in der Oberharzer Wasserwirtschaft
- Ottiliae-Schacht mit ältestem erhaltenen stählernen Fördergerüst Deutschlands
Dauerausstellungen
- Bergbau- und kulturgeschichtliche Sammlung – Werkzeuge, Grubenlampen, Münzen, Mineralien, Gemälde und historische Technikmodelle zeigen Arbeit und Alltag der Oberharzer Bergleute; mit Abteilung zu Robert Koch.
- Freigelände und Schaubergwerk – Wiederaufgebaute originale Bergwerksanlagen wie Pferdegöpel, Radstube und Aufbereitung sowie ein Besucherstollen unter Tage.
- Vom Wasserrad zur elektrisch angetriebenen Fördermaschine – Ausstellung am Außenstandort Ottiliae-Schacht zur Entwicklung der Fördertechnik, mit funktionsfähiger Fördermaschine.
- Gegründet
- 1892
- Träger
- Oberharzer Bergwerksmuseum gGmbH (Oberharzer Geschichts- und Museumsverein e.V.)
- Leitung
- Axel Funke und Justus Teicke (Geschäftsführung)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 7 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 6 €Studierende, Auszubildende, Arbeitslose, Menschen mit Behinderung |
| Kinder & Jugendliche | 4 €bis 5 Jahre frei · Kinder bis 6 Jahre frei, ab 6 Jahren 4 € (mit Führung 4,50 €) |
| Seniorinnen & Senioren | –Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen |
| Menschen mit Behinderung | 6 €Ermäßigter Eintritt; Regelung für Begleitpersonen nicht angegeben |
| Studierende & Azubis | 6 €Mit Führung 7,50 € |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 6 € p. P.Ab 10 Erwachsenen 6 € (mit Führung 8,50 €); Kinder-/Jugendgruppen ab 10 Personen 3,50 € (mit Führung 4 €). Individuelle Führungstermine nach Anmeldung. |
| Familien | 18 €Max. 2 Erwachsene und 2 Kinder; mit Führung 21 € |
| Eintritt mit Führung durch das Schaubergwerk | 9,50 €Ermäßigt 7,50 €, Kinder ab 6 Jahren 4,50 € |
| Eintritt mit Kurkarte | 6 €Mit Führung 8,50 € |
Angegeben sind die Preise ohne Führung; das Schaubergwerk ist nur mit Führung zugänglich. Mitglieder des Oberharzer Geschichts- und Museumsvereins haben freien Eintritt. Kein Online-Ticketverkauf; Kartenzahlung an der Kasse möglich. Welterbe-Touren werden separat berechnet.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Hauptgebäude, Außengelände und Schaubergwerk sind wegen der historischen Bauweise nicht barrierefrei; Unterstützung nach Absprache im Vorfeld. Hunde nicht erlaubt, Assistenzhunde ausgenommen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Besuchsdauer | ca. 1,5 Std. |
|---|---|
| Eintritt Kinder | bis 5 Jahre frei |
| Familienticket | 18 € · Max. 2 Erwachsene und 2 Kinder; mit Führung 21 € |
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Kindergeburtstage
Kinderaktionen, Ferienprogramme und thematische Führungen; Programm „Ein Tag als Bergmann“ (6–12 Jahre), Schatzsuche im Stollen und Suchspiele im Museum. Für das Schaubergwerk wird ein Mindestalter von 4 Jahren empfohlen; nicht jede Führung eignet sich für Kleinkinder.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos
Kostenlose Parkplätze direkt vor dem Hauptgebäude sowie in Goslarscher Straße, Bäckerstraße und Bergstraße.
Service & Gastronomie
- Café: nicht vorhanden
- Restaurant: nicht vorhanden
- Museumsshop
Kleiner Museumsladen im Eingangsbereich mit Literatur, Souvenirs und regionalen Produkten; keine eigene Gastronomie, Cafés in der Nähe. Fahrradständer am Eingang.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
Bis zu 70 Personen.
Rotes Haus (30–35 Personen, mit Küche), Pferdegöpel im Freigelände (ca. 70 Personen, warme Jahreszeit), Steigerbucht im Schaubergwerk (ca. 20 Personen, auf Wunsch mit bergmännischem Essen) und Maschinenhalle am Ottiliae-Schacht (ca. 40 Personen); Preise auf Anfrage.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Fotografieren für private Zwecke erlaubt, ohne Stativ; kommerzielle Aufnahmen nach Absprache. |
| Hinweise | Für Ausstellung und Außengelände 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Schaubergwerk nur mit Führung (täglich 11 und 14 Uhr). Programm „Ein Tag als Bergmann“ für Schulklassen und Kindergruppen; zahlreiche geführte Welterbe-Wanderungen über und unter Tage (Termine auf der Website). |



