Beleuchtet die expressionistischen Backsteinbauten der 1920er Jahre in Emden, etwa Herrentorschule und AOK-Haus, und ihren Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Aufbruch der Weimarer Zeit.
Erlebnisraum mit Filmstationen und 16 Tafeln zu Politik, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft der ersten deutschen Demokratie und zu ihren Bezügen zur Gegenwart.
Die New Yorker Künstlerin mit Emder Familienwurzeln setzt sich mit Kriegszerstörung und dem Verlust der jüdischen Gemeinde auseinander; im Zentrum steht ihr Projekt, Bahnhofsbunker und zerstörte Synagoge in einen Dialog zu bringen.
Grenzüberschreitende Schau über den friesischen König Radbod (um 670–719) und sein Netzwerk rund um die Nordsee, zuvor im Fries Museum Leeuwarden zu sehen.
Über das Museum
Die Wurzeln des Museums reichen ins Jahr 1820 zurück: Sechs Emder Bürger gründeten damals die „Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer“ – heute 1820dieKUNST –, um zu verhindern, dass ostfriesisches Kulturgut verkauft und abgewandert wurde. Der Verein baute ab den 1830er Jahren eine Bibliothek auf und zeigte nach dem Umzug in die Große Straße 1869 erstmals dauerhaft Teile seiner Sammlung. Den Namen „Ostfriesisches Landesmuseum“ erhielt das Haus 1934, in der Zeit des Nationalsozialismus.
Im Zweiten Weltkrieg wurden die Bestände rechtzeitig ausgelagert und blieben so erhalten, während das Rathaus am Delft aus dem späten 16. Jahrhundert 1944 weitgehend zerstört wurde. Nach dessen Wiederaufbau wurden die Sammlungen des Vereins und der Stadt Emden 1962 dort vereint. Von 2003 bis 2005 wurde das Museum für mehr als acht Millionen Euro umgebaut und mit neuer Dauerausstellung wiedereröffnet.
Getragen wird es heute gemeinsam von der Stadt Emden und 1820dieKUNST. Die Sammlungsausstellung verbindet die städtische Rüstkammer mit Waffen und Rüstungen aus der Zeit, in der Emden seine Unabhängigkeit verteidigte, den Ratsschatz, Gemälde niederländischer Meister des 17. Jahrhunderts wie Ludolf Backhuysen, Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts sowie die Archäologie Ostfrieslands, darunter die frühmittelalterliche Moorleiche „Mann von Bernuthsfeld“. Von der Plattform im Rathausturm unter dem Glockenspiel bietet sich ein weiter Blick über die Stadt.
Highlights
Emder Rüstkammer mit Rüstungen und Waffen
Moorleiche „Mann von Bernuthsfeld“ mit erhaltener Wollkleidung
Gemälde niederländischer Meister, u. a. Ludolf Backhuysen
Ratsschatz der Stadt Emden
Aussichtsplattform im Rathausturm unter dem Glockenspiel
Dauerausstellungen
Sammlungsausstellung – Kunst und Geschichte Emdens und Ostfrieslands: Rüstkammer, Ratsschatz, niederländische Malerei, christliche Kunst, Gegenwartskunst und Archäologie mit dem „Mann von Bernuthsfeld“.
Der Turm – Aussichtsplattform im Rathausturm unter dem 23-stimmigen Glockenspiel, mit Informationen zu Nachtwächtern und Türmern der Stadt.
Gegründet
1820
Träger
Stadt Emden und 1820dieKUNST
Leitung
Jasmin Alley
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
8 €
Ermäßigt
4 €
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre frei.
Studierende & Azubis
–Schulklassen: 1,50 € pro Schülerin bzw. Schüler über 17 Jahre.
Gruppen (ab 10 Pers.)
6 € p. P.Gruppenführungen (bis 20 Personen): Sonderausstellung 60 Min. 40 €, Dauerausstellung 90 Min. 60 €, Führung auf Platt 90 Min. 60 €; Schulklassen 35 €; Mitmachaktionen (60–90 Min.) 50 €.
Familien
14 €
Nur Rathausturm
2 €
Kombikarte Landesmuseum (Rathaus am Delft) + Kunsthalle Emden
14 €Innerhalb von sieben Tagen einzulösen.
Wer den ermäßigten Eintritt erhält, führt die Preisliste nicht aus. Mitglieder von 1820dieKUNST (der Mitgliedsausweis gilt als Jahreskarte) und des Freundes- und Förderkreises haben freien Eintritt.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Laut früherer Barrierefreiheitsseite des Museums sind bis auf den Aussichtsturm alle Bereiche stufenlos; ein großer Aufzug verbindet die Etagen, im Erdgeschoss gibt es ein barrierefreies WC, ein museumseigener Rollator steht bereit. Individuell zugeschnittene Rundgänge für Menschen mit besonderen Bedürfnissen auf Anfrage.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienticket
14 €
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Wickelmöglichkeit
Spielplatz / Spielecke
Museumstour mit Fragebögen und Lösungswort für Kinder und Familien; „Kids kreativ“ für 6- bis 10-Jährige freitags 15.30–17 Uhr; Mitmachaktionen für Kindergruppen. Spielmöglichkeiten im Café und auf der Museumsterrasse. Kinder unter 6 nur mit Erwachsenen, Turm und Aufzug unter 12 nur in Begleitung.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
Café
Museumsshop
Café Nebenan (Di–So 10–17 Uhr, Mittagstisch 12.30–14.30 Uhr) mit hausgemachtem Gebäck und Museumsterrasse; WLAN im Café. Museumsshop „Kunst-Laden“.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 1,5 Std.
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Führungen durch Dauer- und Sonderausstellungen für Einzelpersonen, Gruppen und Schulklassen, auch auf Englisch, Niederländisch und Plattdeutsch; OLmE-App zur Stadtgeschichte. Gruppenführung Dauerausstellung 90 Minuten, Sonderausstellung 60 Minuten.